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Ems-Auen-Schutzkonzept


Umgestaltung der Querbauwerke „Cramer“ und „Schöneflieth“ oberhalb von Greven

Grevener Ems-Wehr

Querbauwerk „Cramer“ in Greven © Bezirksregierung Münster

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des Ems-Auen-Schutzkonzeptes baut die Bezirksregierung Münster die beiden Grevener Ems-Wehre um. Die Querbauwerke „Cramer“ und „Schöneflieth“ mit einem Wasserspiegelunterschied von insgesamt 2,20 m werden so umgestaltet, dass Fische und im Wasser lebende Kleintiere wieder ungehindert in der Ems wandern können. Dazu wird ein zweiteiliger Raugerinne-Beckenpass mit insgesamt 21 Becken in die neugestalteten Emsverläufe von 350 m bzw. 410 m Länge integriert. Zur Gewährleistung der Durchwanderbarkeit darf die Höhendifferenz zwischen den Becken 10 cm nicht überschreiten. Hierzu werden insgesamt 23 Querriegel mit definierter Öffnungsbreite hergestellt.

Grevener Ems-Wehr

Querbauwerke „Schöneflieth“ in Greven © Bezirksregierung Münster

Zudem wird im Zuge der Baumaßnahme das Flussbett der Ems auf einer Länge von 1.500 m renaturiert und die Emsaue durch typische Lebensräume aufgewertet.

Die Entnahme von Böschungsbefestigungen und die gleichzeitige Aufweitung des Flussbettes in den flussauf- und abwärts anschließenden Ems-Abschnitten bis zur Mündung der Münsterschen Aa ermöglichen es der Ems, sich zukünftig wieder eigendynamisch zu entwickeln. Mit der Herstellung der Neuverläufe und Errichtung von Zwischendämmen in der heutigen Ems, entstehen naturnahe Altarme und Inselbereiche, auf denen durch Bodenabtrag neue Auenstandorte geschaffen werden.

Durch die Aufweitungen der Ems auf bis zu 50 m Breite wird darüber hinaus auch die Hochwassersicherheit für die Stadt Greven verbessert.

Insgesamt werden auf der Baustelle Bodenmassen in der Größenordnung von ca. 550.000 m³ bewegt und zur Herstellung des Raugerinne-Beckenpasses werden ca. 14.000 m³ Wasserbausteine verbaut. Zur Verbesserung von Gewässerstruktur und Lebensraum werden in der renaturierten Ems ca. 50 Bäume fest verankert und eine Vielzahl von Baumstubben als Totholzelemente eingebracht.

Nach Vorliegen der notwendigen Genehmigungen und der Verfügbarkeit der Flächen musste im Herbst 2019 als vorbereitende Maßnahme noch eine Mittelspannungsleitung aus dem Baufeld verlegt werden.

Die eigentlichen Bauarbeiten starteten im November 2019 und werden voraussichtlich bis Dezember 2020 andauern.

Die Maßnahme wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW finanziert.

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