Flaggen

Hauptinhalt

Ordnung und Sicherheit


Apostillen und Beglaubigungen für Legalisationszwecke

Hinweis:

Sie können Ihre Ansprechpartner per Email und Telefon erreichen. Um die sozialen Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren und die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus zu reduzieren, wird jedoch der allgemeine Publikumsverkehr bis auf weiteres eingestellt.

Persönliche Vorsprachen sind ausschließlich nach vorheriger Terminabsprache innerhalb der üblichen Sprechzeiten möglich.

Bitte senden Sie uns Ihre Dokumente mit unserem Antragsformular zu.

Deutsche öffentliche Urkunden werden in vielen Fällen im Ausland nur dann anerkannt, wenn ihre Echtheit in einem formellen internationalen Verfahren festgestellt worden ist. Die Verfahrensschritte beinhalten die jeweilige Bestätigung

  • der Echtheit der Unterschrift,
  • der Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner gehandelt hat und
  • der Echtheit des Siegels

mit denen die Urkunden versehen sind.


Apostille

Ein Verfahren zur Echtheitsbescheinigung ist die Beglaubigung mit der sogenannten „Haager Apostille“. Eine Apostille wird für die Staaten benötigt, die dem Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation beigetreten sind (Haager Übereinkommen vom 5. Oktober 1961). In diesem Fall erteilt eine dazu bestimmte deutsche Behörde die Apostille auf der Urkunde. Eine Beteiligung des Konsularbeamten ist nicht mehr erforderlich.


Beglaubigung für Legalisationszwecke

Die Beglaubigung ist ein weiteres Verfahren der amtlichen Bestätigung, das von einer bestimmten deutschen Behörde auf der inländischen öffentlichen Urkunde vorgenommen wird. Danach erfolgt die Legalisation der beglaubigten öffentlichen Urkunden. Diese erfolgt durch einen Beamten der Botschaft oder des Konsulats des Staates, in dem die Urkunde benötigt wird. Einige Auslandsvertretungen verlangen vor der Legalisation eine Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt in Köln.


Beglaubigung für Legalisationszwecke mit Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt

Für die folgenden Staaten ist eine Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt erforderlich:

  • Afghanistan
  • Volksrepublik Bangladesch
  • Union Myanmar (Birma)
  • Volksrepublik China
  • Republik Irak
  • Islamische Republik Iran (außer Hochschulzeugnisse)
  • Königreich Jordanien
  • Königreich Kambodscha
  • Staat Katar
  • Libanesische Republik (nur Urkunden aus dem Uni- bzw. Hochschulbereich)
  • Republik Mali
  • Mauretanien
  • Königreich Nepal
  • Republik Ruanda
  • Königreich Saudi-Arabien
  • Republik Senegal
  • Demokratische Republik Somalia
  • Republik Sudan
  • Arabische Republik Syrien
  • Taipeh-Handelsbüro, Visa-Abteilung (nur Urkunden aus dem Justizbereich)
  • Republik Togo
  • Vereinigte Arabische Emirate (außer für Handelsurkunden)

Welche Urkunden werden von der Bezirksregierung fürs Ausland beglaubigt

Die Bezirksregierung Münster beglaubigt alle im Regierungsbezirk Münster ausgestellten öffentlichen Urkunden, die für den Gebrauch im Ausland bestimmt sind.

Karte Regierungsbezirk Münster

Karte des Regierungsbezirks Münster mit seinen fünf Kreisen und drei kreisfreien Städten © Bezirksregierung Münster

Bild herunterladen

Bitte beachten Sie die Besonderheiten zum CIEC-Verfahren  und zur EU-Apostillen-Verordnung.

Öffentliche Urkunden sind beispielsweise

  • Aufenthalts-, Melde- oder Ledigkeitsbescheinigungen; Ausstellungsdatum nicht älter als 3 Monate
  • Personenstandsurkunden wie Heiratsurkunden, Geburtsurkunden und ähnliche; Empfehlung: Ausstellungsdatum nicht älter als 6 Monate
  • Urkunden der Jugendämter wie beispielsweise Vaterschaftsanerkennungen; eine Beglaubigung kann nur im schriftlichen Verfahren erfolgen
  • Ärztliche Bescheinigungen müssen vorab von der Ärztekammer Westfalen-Lippe vorbeglaubigt werden.
  • Hochschulurkunden wie Diplome, Semesterbescheinigungen und ähnliche müssen durch die zeichnungsberechtigten Mitarbeiter des Studierendensekretariats der Universität Münster vorbeglaubigt werden
    Kopien werden nur akzeptiert, wenn sie im Studierendensekretariat amtlich beglaubigt wurden.
  • Schulzeugnisse; eine Beglaubigung kann nur im schriftlichen Verfahren erfolgen, Kopien sind zuvor vom Aussteller des Originalzeugnisses amtlich zu beglaubigen
  • Zertifikate der Veterinärämter
  • Bescheinigungen der Finanzämter (z. B. Ansässigkeitsbescheinigungen)
    Bitte geben Sie bei der Vorlage von Bescheinigungen für Griechenland immer Ihre Steuernummer mit an. Diese Bescheinigungen können nur im schriftlichen Verfahren bearbeitet werden.
  • Jagdscheine für die Tschechische Republik – es kann nur eine von der Unteren Jagdbehörde amtlich beglaubigte Kopie für die Tschechische Republik apostilliert werden.

Besonderheiten für Urkunden, die nach dem CIEC-Übereinkommen ausgestellt werden

Deutsche Personenstandsurkunden und Ehefähigkeitszeugnisse, die nach dem Muster des Übereinkommen der Internationalen Kommission für das Zivil- und Personen­stands­wesen (CIEC) ausgestellt werden, sind in den anderen Vertragsstaaten von jeder Förmlichkeit befreit.

Sie erhalten für diese Urkunden keine Apostille oder Beglaubigung für Legalisationszwecke.

Vertragsstaaten des Wiener CIEC-Übereinkommens vom 08.09.1976 (Ausstellung mehrsprachiger Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden – Formular A, B, C) für die Sie keine Apostille oder Beglaubigung für Legalisations­zwecke erhalten, sind:
Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Frankreich, Italien, Kap Verde, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, Türkei.

Vertragsstaaten des Münchener CIEC-Übereinkommens vom 05.09.1980 (Ausstellung mehrsprachiger Ehefähigkeitszeugnisse), für die Sie keine Apostille oder Beglaubigung für Legalisationszwecke erhalten, sind:
Griechenland, Italien, Luxemburg, Moldau, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweiz, Spanien, Türkei.


Besonderheiten für Urkunden, nach der EU-Apostillen-Verordnung

Durch Inkrafttreten der Verordnung (EU) 2016/1191 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 2016 zur Förderung der Freizügigkeit von Bürgern durch die Vereinfachung der Anforderungen an die Vorlage bestimmter öffentlicher Urkunden innerhalb der Europäischen Union (EU-Apostillen-Verordnung) am 16. Februar 2019 werden folgende Urkunden von der Pflicht zur Apostillierung befreit:

  • Geburtsurkunden
  • Lebendbescheinigungen
  • Sterbeurkunden
  • Namensurkunden
  • Eheurkunden (einschließlich Ehefähigkeitszeugnis und Familienstand)
  • Urkunden bzw. Beschlüsse zur Ehescheidung, Trennung ohne Auflösung des Ehebandes oder Ungültigkeitserklärung einer Ehe
  • Urkunden über eine eingetragene Partnerschaft (einschließlich der Bescheinigung zur Fähigkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen, und Status der eingetragenen Partnerschaft)
  • Urkunden bzw. Beschlüsse zur Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft, Trennung ohne Auflösung der eingetragenen Partnerschaft oder Ungültigkeitserklärung der eingetragenen Partnerschaft
  • Abstammungsurkunden
  • Adoptionsurkunden
  • Meldebescheinigungen
  • Staatsangehörigkeitsurkunden
  • Bescheinigungen zur Vorstrafenfreiheit
  • Öffentliche Urkunden bezüglich des aktiven und passiven Wahlrecht bei Kommunalwahlen und Wahlen zum Europäischen Parlament

Die Europäische Union umfasst folgende Länder:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.


Antragsverfahren und Kosten

Die Dokumente können formlos schriftlich der Bezirksregierung zugesandt werden. Wichtig ist die Angabe des Landes, in dem die Urkunde vorgelegt werden soll. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel fünf bis zehn Tage. Es ist deshalb ratsam, die Legalisation frühzeitig zu beantragen.

Für die Bearbeitung muss die Urkunde im Original eingereicht werden. Da alle Eingangspost automatisch gescannt wird, reichen Sie uns Ihre Dokumente möglichst mit unserem Antragsformular ein. Falls es Ihnen nicht möglich ist, fertigen Sie einen eigenen Antrag (großes Blatt, DIN A 4 - keine kleinen Zettel) nach Vorgabe unseres Antragsformulars an. Wichtig: Bitte vermerken Sie deutlich Originaldokumente – NICHT scannen auf dem Antrag.

Ohne detaillierten Antrag (Name, Anschrift, Angabe des Landes, Unterschrift) können Ihre Dokumente nicht bearbeitet werden. Oder Sie verwenden unser Antragsformular, siehe Downloads.

Antragsverfahren für Urkunden mit Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt

Urkunden, die einer Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt bedürfen, sind mit einem Antrag an die Bezirksregierung zu senden. Diesem Antrag ist ein zusätzlicher Antrag an das Bundesverwaltungsamt beizufügen. Die Urkunden werden nach Vorbeglaubigung durch die Bezirksregierung Münster direkt an das Bundesverwaltungsamt zur Endbeglaubigung weitergeleitet.

Antragsverfahren aus dem Ausland

Antragsteller, die im Ausland wohnen, müssen die Gebühr für die Apostille oder Beglaubigung für Legalisationszwecke per Vorkasse, gebührenfrei für den Empfänger, begleichen. Vor Antragstellung sollte telefonisch oder per E-Mail mit einem der Ansprechpartner der Bezirksregierung Münster Kontakt aufgenommen werden. Eine Gebührenrechnung mit Bankdaten wird dann an den Antragsteller übermittelt.

Kosten

Die Gebühr für eine Apostille beträgt in der Regel zwischen 15 und 30 Euro. Im schriftlichen Verfahren liegt der behördlichen Post eine Gebührenrechnung bei, die per Überweisung zu begleichen ist.

Bei Besuch in der Behörde ist grundsätzlich bar zu bezahlen.


Infobereich Öffnungszeiten, Kontakte und Aktuelles

Hinweis:

Sie können Ihre Ansprechpartner per Email und Telefon erreichen. Um die sozialen Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren und die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus zu reduzieren, wird jedoch der allgemeine Publikumsverkehr bis auf weiteres eingestellt.

Persönliche Vorsprachen sind ausschließlich nach vorheriger Terminabsprache innerhalb der üblichen Sprechzeiten möglich.

Bitte senden Sie uns Ihre Dokumente mit unserem Antragsformular zu.

Telefonberatung

Telefon: +49 251 411-3103 oder 3113
Wir empfehlen Ihnen außerhalb der Servicezeiten anzurufen. Falls Sie uns nicht erreichen, sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter. Wir rufen Sie so schnell wie möglich zurück.

Gerne können Sie Ihre Fragen auch per E-Mail stellen: apostillen@brms.nrw.de

Besucheranschrift

Bezirksregierung Münster
Domplatz 1 – 3
48143 Münster

Postanschrift

Bezirksregierung Münster
Dezernat 21
48128 Münster


Zuständigkeit für andere Urkunden

  • Führungszeugnis (Auszug aus dem Bundeszentralregister) zuständig: Bundesverwaltungsamt in Köln beziehungsweise Bundesamt für Justiz (bei Beglaubigungen)
  • Urkunden von Bundesbehörden: Bundesverwaltungsamt in Köln oder die jeweilige Bundesbehörde selbst
  • Gerichtliche Urkunden (beispielsweise Scheidungsurteile): Vorbeglaubigung durch Amtsgericht, danach Landgericht
  • Private Urkunden, wie beispielsweise Vollmachten - nach notarieller Beglaubigung: Landgericht
  • Übersetzungen von allgemein ermächtigten Übersetzern: Landgericht
  • Ausländische Urkunden: Das jeweilige Land, aus dem die Urkunde stammt

Downloads

Rechtsvorschriften

Verwandte Themen

Zusätzliche Informationen

Wegen häufiger Wartezeiten während des Publikumsverkehrs empfehlen wir außerhalb der Servicezeiten anzurufen oder Kontakt per EMail.

Downloads

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

Navigation

 
Move Schließen
\
Expand
Zurück Zurück Weiter Weiter
{pp_gallery_content}