Shalom - Schülerwettbewerb

Hauptinhalt

Shalom – jüdisches Leben heute!


Die Aufgabe

Was für Beiträge werden erwartet und wie sind die Bewertungskriterien?

Dorothee Feller

© Bezirksregierung Münster

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Natürlich hat auch unser Wettbewerb einige Regeln, die es zu beachten gilt. Über eine Teilnahme freuen wir uns sehr!

Das Thema

Wichtig ist, dass ihr eine klare Fragestellung und ein klar eingegrenztes Thema habt. Achtet dabei darauf, dass das Thema nicht zu groß ist. Themenideen können z. B. die oben genannten Fragestellungen geben.

Die Recherche und die Quellenangaben

Recherchiert zu euren Themen und achtet auf die Qualität der Quellen. Idealerweise kommt ihr direkt mit Personen jüdischen Glaubens in Kontakt und führt Interviews mit diesen. Eure Recherchegrundlage muss zudem nachvollziehbar sein. Ihr müsst die verschiedenen Quellen also nachvollziehbar angeben. Dies kann z. B. in Form von Fußnoten und einem Quellenverzeichnis geschehen. Bei kreativen Beiträgen kann dies gut in einem Beiheft angegeben werden.

Die Inhalte

Gestaltet euren Beitrag nach einem in sich logischen Aufbau. Behaltet eure Fragestellung im Blick. Werdet dabei selbst zu Forscher:innen und hinterfragt auch mal Quellen. Reflektiert das Gelernte.

Die Formate

Alle Beiträge müssen in deutscher Sprache verfasst sein. Bei der Beitragserstellung sind eurer Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Folgende Formen sind denkbar:

  • klassische schriftliche Expertenarbeit (max. 50 Seiten)
  • Podcast (max. 30 Minuten)
  • Hörbuch (max. 30 Minuten)
  • Film (max. 30 Minuten)
  • Multimediapräsentationen (lauffähige Formen für handelsübliche Windows-PCs)
  • Dreidimensionale Formen (Ausstellung, Spiele, Modelle, …), diese bitte nicht direkt einreichen, sondern eine Fotodokumentation mit schriftlichen Erläuterungen zu den Ideen, Umsetzungen und Anwendungen anfertigen.

Die Unterstützung

Eure Lehrkräfte können und sollen euch unterstützen. Natürlich muss es immer euer Produkt bleiben. Sie können euch aber insbesondere dabei helfen, eure Beiträge zu strukturieren und die Quellen ordentlich anzugeben. Hierfür kann ein kurzer Bericht eurer Lehrkraft hilfreich sein, in dem der Arbeitsprozess und die Art der Unterstützung dargelegt wird.


Die Beitragseinreichung

Wie und bis wann werden die Beiträge eingereicht?

Der Wettbewerbszeitraum ist vom 25.04. – 23.06.2022. 

Beiträge können ausschließlich auf digitalem Weg eingereicht und auf eine Plattform hochgeladen werden. Größere Beiträge wie Ausstellungen werden abfotografiert und ebenfalls dort eingereicht. Der Versand von Originalen ist nicht notwendig. Bitte schickt uns eine kurze Anmeldemail (Name, Schule, Klasse, etc.) an shalom22@brms.nrw.de mit einer Mail-Adresse, unter der euer Team erreichbar ist. Alle technischen Details teilen wir euch dort mit.

Womit erklären sich die Teilnehmenden einverstanden?

Die Teilnehmenden erklären sich damit einverstanden, dass ihre Daten gespeichert werden und im Rahmen der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse einsehbar sind. Die Teilnehmenden erklären sich einverstanden, dass die Wettbewerbsbeiträge für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen und der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Die Beiträge dürfen nicht bereits für andere Wettbewerbe verwendet worden sein. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung sämtlicher personenbezogener Daten erfolgt grundsätzlich nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetztes. Daher erfolgt die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung persönlicher Daten auf Grundlage der ausdrücklichen Einwilligung der Teilnehmenden. Bei Minderjährigen ist die schriftliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten möglich. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Ein Widerruf kann allerdings zum Ausschluss vom Wettbewerb führen.

Die Checkliste

Bevor ihr eure Beiträge einreicht, kontrolliert noch einmal, ob ihr an alles gedacht habt!

  • Hat das Projekt eine klare Fragestellung und eine klare Struktur?
  • Sind alle Quellen angegeben?
  • Sind Multimediaprojekte mit gängiger Software abspielbar?
  • Sind alle Daten der am Beitrag Beteiligten angegeben?
  • Haben alle die Einverständniserklärung unterschrieben und hochgeladen?
  • Wurden die Interviewpartner:innen über die Art der Veröffentlichung informiert und haben sie sich damit einverstanden erklärt?
  • Hat die Lehrkraft einen kurzen Bericht über die Hilfestellungen verfasst?
  • Sind alle Dateien hochgeladen worden und habt ihr eine Bestätigungsmail bekommen?

Das Bewertungsverfahren

Wer ist die Jury und wie arbeitet sie?

Die Entscheidung über die Preisvergabe erfolgt über eine renommierte unabhängige Expertenjury. Die Bezirksregierung Münster behält sich das Recht vor, über die Preisvergabe abschließend zu entscheiden. Diese Entscheidung ist endgültig und nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Die Recherche

Wo kann ich Informationen finden?

Nach den Verbrechen der Shoa hat Nordrhein-Westfalen heute wieder eine ebenso lebendige wie vielfältige jüdische Gemeinschaft. Mit rund 27.000 Menschen lebt in Nordrhein-Westfalen die größte jüdische Gemeinschaft der Bundesrepublik. Dank der Zuwanderung in den 1990er Jahren sind heute alle 22 jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen religiös wie kulturell gestärkt, und alle 22 verfügen heute wieder über eigene Synagogen. Die jüdischen Gemeinden und ihre Landesverbände sind wichtig für das gesellschaftliche Leben in Nordrhein-Westfalen. Nachfolgend findet Ihr einige Adressen, die euch helfen können, an weitere Informationen und Kontakte zu kommen.


Weitere Projekte im Regierungsbezirk

Was sonst noch zum Thema läuft:

Film „Jüdisches Leben – Beobachtung in der Gemeinde Gelsenkirchen“
Fast ein Jahr lang hat der Filmemacher Frank Bürgin die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach, begleitet. Sie führt das Lebenswerk Ihres Vaters, Kurt Neuwald, fort, der 24 Familienmitglieder in den Konzentrationslagern der Nazis verlor – und dennoch in seiner Heimat Gelsenkirchen beharrlich für die Aussöhnung von Deutschen und Juden einstand.

Beschreibung des Films: „Die Dokumentation erzählt die dramatische Familiengeschichte der Neuwalds, stellt die neue Gelsenkirchener Synagoge – ihre Symbolik und Geschichte – vor und beleuchtet den Alltag im jüdischen Gemeindezentrum. Wie lebt es sich in einer Religion, die 248 Gebote und 365 Verbote kennt? Wie sieht ein jüdischer Gottesdienst aus? Welche Feiertage gibt es? Wir wissen vieles über die Judenverfolgung im 3. Reich, aber nur wenig über den jüdischen Alltag in Deutschland. Und wir wissen fast gar nichts über die ungeheure Integrationsaufgabe, die heute auf den jüdischen Gemeinden lastet.“

Der 50-minütige Film steht kostenlos im Medienzentrum der Stadtbibliothek Gelsenkirchen zur Verfügung und ist bei YouTube unter diesem Link zu sehen:

Willkommen in der Wirklichkeit: „Masel Tov Cocktail“
Genau 32 Minuten brauchen die Filmemacher Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch, um in einem wilden Mix aus Comic, Doku, Lehrfilm und Biopic extrem witzig und unterhaltsam zu erzählen, wie das so ist, heute ein junger Jude in Deutschland zu sein. Genauer: Ein junger Jude, der im Pott lebt, und dessen russische Eltern irgendwie nie richtig in Deutschland angekommen sind. Der Inhalt in Kurzform: Dimitrij Liebermann, kurz „Dima“, wird von seinem Mitschüler Tobi auf der Schultoilette übel antisemitisch beleidigt – und schlägt zu. Dimas Vater streicht ihm die Teilnahme an der Abifahrt, und der Schuldirektor will, dass Dima sich bei Tobi entschuldigt. Auf dem Weg dorthin muss Dima seinen Opa von einem AfD-Stand wegziehen und eine ganze Reihe absurd komischer Begegnungen überstehen. Das mit der Entschuldigung bei Tobi wird am Ende des Films eher nichts – ganz im Gegenteil.

„Masel Tov Cocktail“ wurde 2020 gedreht und hat jede Menge Filmpreise abgeräumt. Durch den Ukraine-Krieg bekommt der ohnehin sehr aktuelle Film eine neue Bedeutung, denn unter den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine befinden sich auch viele jüdische Kinder und Jugendliche. Das ist auch eine Herausforderung für die jüdischen Gemeinden in Deutschland, in denen Menschen mit russischen und ukrainischen Wurzeln aufeinandertreffen. Der Film ist als FSK 12 eingestuft und für den Unterrichtseinsatz ab der 7. Klasse geeignet.

Lehrkräfte können den Film beim NRW-Schulministerium kostenlos downloaden oder streamen, dazu gibt es weitere Unterrichtsmaterialien.

Bis zum 02.06.2022 ist „Masel Tov Cocktail“ auch kostenlos im RBB-Angebot der ARD-Mediathek zu sehen.

„#JÜDISCH“: 5 INTERVIEWS UND MEHR
Anton, Daniel, Ifat, Monty und Natascha sind Jüdinnen und Juden – und könnten eigentlich unterschiedlicher kaum sein. In „#jüdisch“ lässt die Regisseurin Rina Rosenberg sie über die Themen „Religion“, „Zuhause“, „Humor“, „Verantwortung“ und „Zukunft“ erzählen – und im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten auch miteinander ins Gespräch kommen. Mit der Auftragsproduktion des Musseums und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ist tiefgründiger und erhellender Blick in das aktuelle Leben jüdischer Menschen in unserer Region und darüber hinaus gelungen. In den 36-minuten des dokumentarisch angelegten Interview-Films geht es auch um jüdische Identität und Antisemitismus sowie um die Selbst- und Außenwahrnehmung von Jüdinnen und Juden.

Der Film steht bei als Download (Achtung: 975 MB!) im Shop-Bereich des LWL-Medienzentrums kostenlos zur Verfügung. Für Schulen ist Außerdem wird er über www.bildungsmediathek-nrw.de für Schulen verfügbar.

Verwandte Themen

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