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Lehrerausbildung, Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung


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Das Dezernat Lehrerausbildung der Bezirksregierung Münster ist federführend tätig bei der Konzeption, Organisation und Evaluation der Lehrerausbildung. Ebenfalls im Zuständigkeitsbereich der Bezirks­regierung liegt die Organisation der Ausbildung der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter beziehungsweise Studienreferendarinnen und Studienreferendare im Vorbereitungsdienst in den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung.

Seminareinzugsbereiche der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL)

 

Standorte und Seminareinzugsbereiche der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung im Regierungsbezirk Münster

Standorte und Seminareinzugsbereiche der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung im Regierungsbezirk Münster
© Bezirksregierung Münster

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Die Bezirksregierung Münster legt dabei auch die Einzugsbereiche der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung fest, wirkt bei der Zuweisung der Bewerberinnen und Bewerber zu den Seminarstandorten mit und entscheidet in beamtenrechtlichen Ange­legenheiten wie Verlängerung oder Verkürzung des Vorbereitungsdienstes und Versetzungen. Die Bezirksregierung beruft die Leitungen der Zentren für schul­prak­tische Lehrerausbildung (ZfsL) und die Seminarleitungen, die Fachleiterinnen und Fachleiter und die Mitglieder des Landes­prüfungs­amtes für Zweite Staatsprüfungen.

Eine Kartenübersicht der Seminareinzugsbereiche für die einzelnen Schulformen finden Sie in der Bildergalerie.

Ferner obliegt der Bezirksregierung die Anerkennung von Lehramtsbefähigungen und -prüfungen aus der Bundesrepublik Deutschland für das Lehramt

  • an Grundschulen,
  • an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen und
  • für sonderpädagogische Förderung.

Seiteneinstieg

Was sind eigentlich „Seiteneinsteiger“

Grundsätzlich wird ein Lehrer in Nordrhein-Westfalen nur dann dauerhaft in den Schuldienst eingestellt, wenn sie ein Lehramtsstudium absolviert, ihren Vorbereitungsdienst absolviert und eine Staatsprüfung erfolgreich bestanden haben.
Um den hohen Lehrerbedarf zu decken und Unterrichtsausfall zu vermeiden, können Seiteneinsteiger in den Schuldienst eingestellt werden. Seiteneinsteiger gibt es an allen Schulformen, außer an Förderschulen. Voraussetzung ist immer, dass die Stellen für den Seiteneinstieg geöffnet wurden.

Kurzinformation

Für alle Interessenten an einem Seiteneinstig in den Lehrerberuf eröffnet der Gesetzgeber grundsätzlich zwei Zugänge:

  1. Der Seiteneinstieg mit einem zweijährigen berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst und einer anschließenden erfolgreich abgelegten Staatsprüfung führt zu einer Lehramtsbefähigung, die der der „grundständig“ ausgebildeten Lehrkräfte gleichgestellt ist (OBAS).
  2. Der Seiteneinstieg mit einer einjährigen Pädagogischen Einführung führt zu einer Unterrichtserlaubnis für das der Einstellung zu Grunde liegende Fach. Diese ist jedoch nicht mit einer Lehramtsbefähigung gleichgestellt.

Nicht für alle Lehrämter bestehen die gleichen Möglichkeiten zum Seiteneinstieg. In der Grundschule ist der Seiteneinstieg nur mit einer einjährigen Pädagogische Einführung möglich und auf die Fächer Englisch, Sport, Musik und Kunst beschränkt.

Voraussetzungen

  1. Der Zugang zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst richtet sich nach § 13 des Lehrerausbildungsgesetzes (LABG) in Verbindung mit der Ordnung zur Berufsbegleitenden Ausbildung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern und der Staatsprüfung (OBAS). Hier ist geregelt, dass für den Zugang zur Ausbildung folgende Voraussetzungen erfüllt sein müssen:
    • Abschluss eines nicht-lehramtsbezogenen Universitätsstudiums oder eines Master-Abschlusses einer Fachhochschule mit mindestens sieben Semestern Regelstudienzeit,
    • Nachweis einer zweijährigen Berufstätigkeit oder zweijährige Erziehungszeit eines minderjährigen Kindes nach Abschluss des Studiums
    • für die Unterrichts- und Erziehungstätigkeit erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse und
    • eine positive Prognose der Auswahlkommission einer Schule nach Durchführung des Auswahlverfahrens über die Ausbildungstätigkeit in zwei Fächern.
  2. Im Unterschied zum Berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst nach OBAS ist ein Seiteneinstieg mit einer einjährigen Pädagogischen Einführung auch schon mit der fachlichen Qualifikation in einem Fach möglich.
  3. An Schulen der Sekundarstufe I ist eine Pädagogische Einführung mit einer beruflichen fachspezifischen Ausbildung möglich, wenn die Stellenausschreibung dies vorsieht. Bei einer beruflich fachspezifischen Ausbildung müssen dementsprechend auf das ausgeschriebene Fach bezogene Ausbildungsinhalte und Prüfungsleistungen nachgewiesen werden.

Fachbezogene Studienleistungen in zwei Fächern:

Für die Feststellung der Voraussetzungen für die Teilnahme an der OBAS werden als Mindestanforderung fachbezogene Studienleistungen in folgendem Umfang zugrunde gelegt.

Tabelle

© Bezirksregierung Münster

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Die Studienleistungen müssen einen Einsatz in dem Fach zulassen. Grundsätzlich lässt ein Studienabschluss den Einsatz in einem ausgeschriebenen Fach zu, wenn auf das Fach bezogene Studien- und Prüfungsleistungen im Prüfungszeugnis nachgewiesen werden.

Verbeamtung

Sofern die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Übernahme ins Beamtenverhältnis erfolgen. Liegen die beamtenrechtlichen Voraussetzungen nicht vor, erfolgt eine Einstellung im Tarifbeschäftigungsverhältnis. Die Eingruppierung und Vergütung der Lehrkräfte erfolgt auf der Grundlage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Eine Verbeamtung ist nicht möglich.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auch unter:

Tauschbörse

Sie haben sich für den Vorbereitungsdienst für ein Lehramt an Schulen im Land Nordrhein-Westfalen beworben und wurden zum 01. Mai 2021 einem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung zugewiesen. Der Ort entspricht nicht Ihren Wünschen. Über die Tauschbörse wird Ihnen die Möglichkeit eröffnet, den Vorbereitungsdienst möglicherweise an Ihrem Wunschort abzuleisten.

Voraussetzungen:

Sie finden eine Partnerin /einen Partner, der mit Ihnen den Seminarort tauschen möchte und bei der / dem die folgenden Voraussetzungen gegeben sind:

  • gleiches Lehramt,
  • gleiche Fächerkombination,
  • gleicher Schulformschwerpunkt.

Nur bei Vorliegen aller Voraussetzungen kann der Tausch erfolgen. Weiterhin ist Bedingung, dass beide Partner ihren Dienst am 01. Mai 2021 antreten.

Sobald eine Einigung zwischen den Tauschpartnern erzielt wurde, richtet jeder an die Bezirksregierung (Dezernat 46), von der er das Einstellungsangebot erhalten hat, einen formlosen Antrag auf Versetzung zu einem anderen Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung.

Der Antrag muss folgende Angaben enthalten: 

  • Name, Adresse, Telefonnummer, Lehramt, Schulformschwerpunkt, Fächerkombination, zugewiesenes Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung und Wunschort des Antragstellers sowie
  • Name, Adresse, Telefonnummer, Lehramt, Schulformschwerpunkt, Fächerkombination, zugewiesenes Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung und Wunschort des Tauschpartners.

Der Tausch erfolgt nach Dienstantritt durch eine Versetzungsverfügung. Das bedeutet, beide Partner müssen die Ernennungsurkunde in dem ihnen ursprünglich zugewiesenen Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Empfang nehmen und wechseln erst danach an den Wunschort. Tritt einer der beiden Tauschpartner den Dienst nicht an, kommt der Tausch nicht zustande und es bleibt bei der ursprünglichen Zuweisung.

Bitte beachten Sie, dass mit der Veröffentlichung Ihres Tauschangebotes Ihre Daten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein Missbrauch Ihrer Daten kann nicht ausgeschlossen werden.

Bitte geben Sie ausschließlich die abgefragten Daten in die vorgesehenen Felder der Tauschbörse ein. Zusatzangaben, die darauf abzielen, die Attraktivität des Tauschangebotes zu erhöhen, sind unzulässig und werden behördlicherseits gelöscht.

Sofern Sie möchten, dass Ihr Eintrag wieder gelöscht wird, wenden Sie sich bitte an Frau Förster (0251/411-4210).

Zukunftsberuf Lehrer/in NRW

© MSW

Wer sich erst einmal über den Beruf informieren möchte, wendet sich an die Infohotline zum „Zukunftsberuf Lehrer/in“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW. Beratung bekommen am Lehrerberuf Interessierte außerdem von den Lehrerverbänden.

 

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