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Anschluss individuell schaffen – Ais

Die Förderung an den Schulen wird seit dem 24.08.2020 durchgeführt. 

Aufgrund weiterer Mittelzuweisungen des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW kann das Ais-Projekt bis zum 18.12.2020 mit den bereits beteiligten Schulen, Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern weitergeführt werden.

Die Corona-Krise stellt die Schulen vor große Herausforderungen. Das Projekt Anschluss individuell schaffen – Ais soll dazu beitragen, die Anschlussfähigkeit von bildungsbenachteiligten Schülerinnen und Schülern zu unterstützen. Dazu stellt das Land Nordrhein-Westfalen finanzielle Mittel zur Verfügung.


Anlass des Projektes

„Lernen auf Distanz“ in Zeiten der Corona-Krise bedeutete für alle Schülerinnen und Schüler, über Wochen nicht in der Schule sein zu können. Für das eigenständige Lernen zu Hause hatten die Lernenden sehr unterschiedliche Voraussetzungen in Abhängigkeit von ihren individuellen Lebensbedingungen. Neben den Fragen des Zugangs zu digitalen Medien und der unterschiedlichen Verfügbarkeit eines geeigneten, konzentrations­förder­lichen Lernraums sind die familiären Bedingungen auch bezogen auf die Unterstützungsmöglichkeiten der Erziehungsberechtigen sehr unterschiedlich. Ein Teil der Lernenden war in der Zeit des ausschließlichen „Lernens auf Distanz“ ohne die notwendige Hilfe bei Lernhürden, die sonst die Lehrkraft anbieten kann. Gleichzeitig sind oft genau dies die Schülerinnen und Schüler, deren Kompetenzen im Bereich des Selbstständigen Lernens weniger ausgeprägt sind, sodass sie die fehlende Unterstützung nicht durch eigene Lernstrategien kompensieren konnten.

Im Ergebnis haben diese Lernenden in der Zeit der neuen „Öffnung“ von Schule im Vergleich zu anderen deutlich schwierigere Ausgangsbedingungen, ihren individuellen Wieder-Einstieg in ihre Lernprozesse zu finden. Besonders problematisch ist dies an der Schnittstelle zwischen der Primarstufe und der Sekundarstufe I, die als sensible Phase in der Schülerbiografie ein besonderes Maß an Eigenständigkeit und lernstrategischer Flexibilität von den Schülerinnen und Schülern verlangt.


Ziel des Projektes

Das Projekt Anschluss individuell schaffen – Ais will dazu beitragen, die Anschlussfähigkeit von bildungsbenachteiligten Lernenden in den Jahrgängen drei bis sechs in der Zeit der Wiederaufnahme des Schulbetriebes zu unterstützen:

  • Die Schülerinnen und Schüler sollen relevante Lerninhalte, die sie sich im Distanzlernen nur teilweise oder gar nicht haben aneignen können, nacharbeiten.
  • Durch ein gezieltes Lerncoaching sollen Kompetenzen für ein Selbstständiges Lernen gesteigert werden. Besondere Bedeutung erhält das Konzept, falls nach den Sommerferien noch kein Schulbetrieb möglich ist und Schultage mit Tagen des „Lernens auf Distanz“ abwechseln. Die Schulen sollen dann bei der herausfordernden Aufgabe unterstützt werden, individuelle Förderung in einem Unterrichtssetting, das durch den Wechsel zwischen Präsenzunterricht und „Lernen auf Distanz“ geprägt sein wird, zu gewährleisten.

Umsetzung des Projektes

  • Im 1. Projektzeitraum (24.08. bis 09.10.2020) nahmen 63 Schulen teil. Nach den Herbstferien standen nicht mehr alle Studierenden für die Weiterführung des Projektes aufgrund des Wintersemesterbeginns 2020/2021 als Lerncoach zur Verfügung. Daher reduzierte sich die Anzahl auf 50 Schulen.
  • Teilnehmende Schulen (Standorttyps 5) sind Grundschulen sowie Schulen der Sekundarstufe I im Regierungsbezirk Münster.
  • Die Auswahl der teilnehmenden Schulen wurde durch das Dezernat 4Q und die zuständigen schulfachlichen Aufsichten koordiniert.
  • Lerncoaches vermitteln in Fördergruppen von ca. vier Lernenden am aktuellen Unterrichtsstoff des einzelnen Schülers Lernstrategien für Selbstständiges Lernen.
  • In der Regel wird eine Fördergruppen pro Klasse eines Jahrgangs gebildet.
  • Die Umsetzung erfolgte zunächst in dem Zeitraum zwischen Sommer- und Herbstferien des Schuljahres 2020/21. Aufgrund weiterer Mittelzuweisungen des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW kann der Projektzeitraum bis zum 18.12.2020 verlängert werden.

Kooperationspartner und beteiligte Personen

  • Durch eine Kooperation mit dem ZfL (Zentrum für Lehrerbildung) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster werden Studierende von Lehramtsstudiengängen über das Projekt informiert und können auf diese Weise gewonnen werden.
  • Die Studierenden wurden in einem Vorbereitungsseminar durch das Dezernat 4Q (Qualitätsanalyse an Schulen) in Kooperation mit Dezernat 46 (Lehrerfortbildung) und der Schulpsychologischen Beratungsstelle Münster auf die Rolle des Lerncoach vorbereitet.
  • Für den Einsatz an den Schulen erhalten die Studierenden eine angemessene Vergütung.
  • Die Auswahl der teilnehmenden Schulen wurde durch das Dezernat 4Q und die zuständigen schulfachlichen Aufsichten koordiniert.
  • In der Verantwortung der Schule liegt die Organisation vor Ort, insbesondere die Auswahl der Schülerinnen und Schüler.
  • Nach dem ersten Projektzeitraum (24.08. bis 09.10.2020) wurde eine Zwischenevaluation mit den beteiligten schulischen Gruppen durchgeführt. Eine abschließende Evaluation im Dezember 2020 ermöglicht es allen Beteiligten, eine bewertende Sicht auf den Erfolg des Projektes zu kommunizieren. Beide Evaluationsergebnisse bieten die Grundlage für Überlegungen zur Weiterführung der Projektidee.

Geplanter organisatorischer Rahmen für die Umsetzung an Schulen

(in Abhängigkeit von den dann geltenden Vorgaben des Ministeriums für Schule und Bildung)

  • Die Umsetzung erfolgte zunächst in dem Zeitraum zwischen Sommer- und Herbstferien des Schuljahres 2020/2021. Aufgrund weiterer Mittelzuweisungen des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW kann der Projektzeitraum bis zum 18.12.2020 verlängert werden.
  • Am Projekt nahmen zu Beginn 63 Schulen teil, die durch das Dezernat 4Q (Qualitätsanalyse an Schulen) und die zuständigen schulfachlichen Aufsichten ausgewählt wurden. Nach den Herbstferien standen nicht mehr alle Studierenden aufgrund des Wintersemesterbeginns 2020/2021 als Lerncoach zur Verfügung. Daher reduzierte sich die Anzahl auf 50 Schulen.
  • Die Förderung betrifft die Jahrgänge 3 und 4 an Grundschulen bzw. 5 und 6 an weiterführenden Schulen.
  • Pro Klasse eines teilnehmenden Jahrgangs wird eine Fördergruppe mit vier Schülerinnen und Schülern gebildet.
  • Die Förderung einer Gruppe durch den Lerncoach findet an zwei Tagen der Woche für jeweils 90 Minuten statt.
  • Die beteiligten Lehrkräfte stellen das Material für den Förderunterricht bereit.
  • Lerncoach und Lehrkräfte tauschen sich regelmäßige zu den individuellen und fachbezogenen Bedarfen der Schülerinnen und Schüler aus.
  • Schulen, Lehrkräfte und Lerncoaches erhalten während der Projektzeit Beratung und Unterstützung durch das Dezernat 4Q.

Junge Menschen vor einem Flipchart

Informationen für Studierende

Das Projekt Anschluss individuell schaffen – Ais richtet sich an Lehramtsstudierende unterschiedlicher Schulformen, vorzugsweise ab dem 3. Fachsemester (Bachelor).

Zu den Informationen

Laptop lehnt an einem Bücherstapel

Informationen für teilnehmende Schulen

Die Auswahl der ca. 40 teilnehmenden Schulen wird durch das Dezernat 4Q der Bezirksregierung Münster und den zuständigen schulfachlichen Aufsichten koordiniert.

Zu den Informationen

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