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Literatur


Kleiplatt und Sand-Platt
Niederdeutsch

Schüler in der Klasse

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Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich durch die Ratifizierung der EU-Sprachen­charta verpflichtet, auch die nieder­deutsche Sprache zu fördern. Diese Verpflicht­ung setzt das Land seit 2014 unter anderem durch das Schul­projekt der Bezirks­regierung Münster um, in dem zunächst sechs Schulen für fünf Jahre Stunden­­anteile im Umfang einer Stelle zur Verfügung stellt, um Lehrer in Platt­deutsch fortzubilden und acht (Modell-)­Arbeits­gemeinschaften an Grundschulen zu ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit dem Centrum für Niederdeutsch an der WWU Münster wurden Unterrichts­materialien entwickelt, die von den Schulen frei benutzt werden können. Ab 2019 wird das Schulprojekt aufgestockt. Nunmehr werden für die nächsten drei Jahre zusätzlich ca. fünf weiterführende Schulen teilnehmen, es wird eine halbe Projektstelle am Centrum für Nieder­deutsch eingerichtet, um weitere Unterrichts­materialien zu entwickeln, die Begleitung der Schulen zu sichern und eine wissenschaftliche Studie durchzuführen.

Bei diesem Schulversuch wird zunächst die Sprachvarietät des sogenannten Kleiplatts in den Blick genommen, das von Warendorf bis westlich von Coesfeld gesprochen wird (westlich davon wird das sogenannte Sand-Platt gesprochen). Daneben unterstützt die Bezirksregierung Münster Projekte in Plattdeutsch vor allem über die Regionale Kultur­politik und unterhält einen engen Kontakt zum Beispiel zum Stadtheimatbund in Münster, der sich ebenfalls für das Schulprojekt stark macht. Vertreter des Projekts wirken auch am neu eingerichtete Beirat des Landtages für niederdeutsche Sprache und niederdeutsche Heimat mit.

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