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Literatur


Förderung
Literatureinrichtungen

Außenaufnahme von der Burg Hülshoff

Die Burg Hülshoff in Havixbeck. © Harald Humberg/Annette von Droste Hülshoff-Stiftung

Literaturförderung betreiben viele Büchereien, Vereine, Stiftungen, Bildungs- und Kultur­einrichtungen, nicht zuletzt auch die Schulen mit ihren unterricht­lichen und zusätz­lichen Angeboten. Da in der Medien­welt die Beschäftigung mit literarischen Texten mitunter schwieriger wird, sieht hier die Bezirks­regierung einen besonderen Auftrag. Diesem kommt sie selbst zum Beispiel auch mit der eigenen Ver­anstaltung der „Lesenacht“ am Dom­platz nach. Im Regierungs­­­bezirk Münster gibt es vor allem vier Einricht­ungen, die sich mit Literatur beschäftigen und Angebote vorhalten:

Burg Hülshoff

Die Burg Hülshoff, Geburtsort Annettes von Droste-Hülshoff, ist 2012 zusammen mit den Parkanlagen in eine Stiftung übergegangen, an deren Gründungskapital von 19,3 Millionen Euro sich das Land NRW mit 4 Millionen Euro beteiligte. In der Burg ist ein Museum zum Leben der Dichterin und der Familie Hülshoff untergebracht, im Rüschhaus, das von der NRW-Stiftung erworben und der Hülshoff-Stiftung zur Nutzung überlassen wurden und in dem die Droste-Gesellschaft ihren Sitz hat

Die Stiftung plant für 2020 bis 2023 unter anderem den Um- bzw. Ausbau der Vorburg/Ökonomie. Die zum Ensemble gehörende Villa Schonebeck (Gästehaus für Studierende) wird ebenfalls saniert und umgebaut. Es soll ein interdisziplinär-literarisches Kulturzentrum (seit 2018 „Center for Literature“) mit Büroräumen und ein Droste-Institut entstehen, daneben das Familienmuseum neugestaltet und ein Lyrikweg bis zum Rüschhaus geschaffen werden. Kosten des Gesamtprojekts: gut 7 Mio. Euro, von denen der Bund 4,6 Mio. und die LWL-Kulturstiftung 1,61 Mio. Euro bereits zugesagt haben. Dazu werden bereits im Vorfeld und im Zuge der Umbauten von der Bezirksregierung Münster eine Reihe von Kulturprojekten gefördert (z. B. das Droste-Festival 2019, ehemalige Droste-Tage).

Einen besonderen Akzent setzt der im Kulturförderplan des Landes festgeschriebene Studiengang Literarisches Schreiben, der von der Kunsthochschule für Medien in Köln angeboten und mit Residenzphasen an die Burg Hülshoff angedockt wird. Der Studiengang geht auf Landesinitiative zurück und wird auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages von der Bezirksregierung Münster jährlich mit bis zu 250.000 Euro gefördert.

Kulturgut Haus Nottbeck, Literaturmuseum

Das Kulturgut Nottbeck bei Oelde beherbergt das 2001 eröffnete Museum für Westfälische Literatur mit einem Archiv und wurde 2018 neugestaltet. Es bietet Schreibwerkstätten, Angebote für Schulklassen, eine Druckwerkstatt und alle zwei Jahre einen Büchermarkt an. Ein Konzertsaal und ein Gästehaus für 40 Personen runden das Angebot des vom Kreis Warendorf getragenen Kulturguts ab. Hier sind sogar eine Musik- und Theaterwerkstatt und Proberäume für Musiker im Angebot. Hier fördert das Land mit Projektzuschüssen, zum Beispiel für die wichtige Kleinverleger-Messe „Text & Talk“.

Literaturbüro Ruhr in Gladbeck

Das Literaturbüro Ruhr in Gladbeck ist ein seit 1986 in Gladbeck ansässiger e. V., der Literatur-, Lese- und Autorenförderung betreibt. Es wird vom Land mit einem seit 2018 erhöhten Betrag institutionell gefördert, übernimmt dafür federführend die Betreuung und Begleitung des Netzwerks und der Dachmarke „literaturgebiet.ruhr“, vergibt den Literaturpreis Ruhr und führt zahlreiche Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen durch, darunter Schreibwerkstätten für (auch jüngere) Autoren und Schreibwettbewerbe.

TatWort im Cuba

Im Cultur- und Begegnungscentrum Cuba in Münster bietet in seiner „black box“ regelmäßig Literatur an unter dem Label „TatWort“, der Wortbühne in Münster: Poetry Slams, die Lesebühne mit neuen Texten von drei Münsteraner Autoren oder den Poetry Club. Spiritus Rector ist Andreas Weber, der selber als Poetry-Slammer auftritt. Das Land fördert das Cuba in der Zeit von 2015 bis 2017 mit einer recht hohen Konzeptförderung für seine Hörspiel-Reihe. Bereits von 2009 bis 2011 war eine Zuwendung aus den Mittel der Förderung für Soziokulturelle Zentren ausgesprochen worden.

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