Jugendliche auf Fahrrädern

Hauptinhalt

Begegnungen und Visionen

Jugendlicher liegt inmitten einer Fotoausrüstung

4.4 Begegnungen und Visionen
Den Alltag festhalten – Street Photography von heute für morgen

Projekt für die Jahrgangsstufen 8– 13

Fotos im öffentlichen Raum, Fotos ohne jede Inszenierung, Fotos mit oder ohne Personen – das zusammengefasst ist Street Photography (oder auch: Straßenfotografie). Es geht darum, Alltägliches festzuhalten, Reales zu bewahren, den zufälligen und zugleich besonderen Moment einzufangen, den genau so unwiederbringlichen Augenblick. Dabei fällt dem Betrachter häufig die Aufgabe zu, das scheinbar zufällig gewählte Motiv aus dem oftmals zufällig scheinenden Blickwinkel als Zentrum des Bildes zu erkennen. Anders als etwa bei der Dokumentarfotografie, die eine Blickrichtung vorgibt, ist bei der Street Photography der Betrachter zur Interpretation „gezwungen“. Entsprechend geht es, wenn Menschen auf den Fotos zu sehen sind, nicht um diese als Individuen, sondern es geht um allgemein menschliche Situationen, die der Betrachterin oder dem Betrachter völlig unbekannte Menschen erleben.

Früher analog, wird heute meist digital fotografiert. Das Smartphone spielt dabei eine große Rolle. Die Liste großer, weltberühmter Straßenfotografen ist lang (u. a. Henri Cartier-Bresson, Robert Doisneau, Sebastião Salgado, um wirklich nur eine ganz kleine, ganz zufällige Auswahl zu nennen). Einer von ihnen ist Roman Vishniac, ein Fotograf, der zuerst eindrucksvoll das Leben in den jüdischen Schtetlech in Osteuropa festgehalten hat, dann das Berlin der frühen 1930er-Jahren, und dann alle anderen Stationen seines Lebens. Gut, dass wir seine Bilder haben! So bleibt die Zeit, in der diese Menschen vielleicht genau dort lebten, wo wir heute leben, erhalten, und wir können versuchen, in den Alltag der Menschen aus dieser vergangenen Zeit einzutauchen. Damit die Menschen von morgen das auch mit unserem Alltag können, brauchen sie Eure Fotos.

Eure Aufgaben

Jahrgangsstufen 8 – 13

  1. Schaut Euch zunächst einmal die Bilder von Roman Vishniac und anderen, auch zeitgenössischen Straßenfotografen an (das Internet bietet hier vielfältige Möglichkeiten, aber Eure Stadtbücherei hat sicher auch den einen oder anderen Fotoband im Regal stehen) und entwickelt ein Gefühl für diese besondere Art der Fotografie.
  2. Nun werdet selber zu Fotografinnen und Fotografen, die Alltägliches und Reales da, wo sie gerade leben, uninszeniert, aber genau beobachtend fotografisch festhalten.
  3. Eure Sammlung von maximal 20 Fotos soll einerseits Typisches zeigen, andererseits auch Euren ganz eigenen fotografischen Stil und damit Euren Blick für den besonderen Moment hervorheben. Ergänzt Eure digital oder analog eingesandte Sammlung bitte durch kurze Erklärungen zu den einzelnen Bildern, wie sie z. B. in einer Ausstellung neben dem jeweiligen Foto hängen könnten.

Fachbereiche

Kunst, Arbeitsgemeinschaften für Fotografie, Politik, Sozialwissenschaften, Deutsch (auch fächer- und jahrgangsstufenübergreifend)

Arbeitsformen

Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten, Partnerarbeiten

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

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