Ausbildung in Pflegeberufen

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Ausbildung in Pflege- und Gesund­heits­fach­berufen


Ausbildung in Pflegeberufen

Der Pflegeberuf ist sehr vielfältig; er umfasst ein breites Spektrum an Aufgaben und Tätigkeiten. Dazu gehören die pflegerische, medizinische und soziale Versorgung und Begleitung der Menschen, die sich den Pflegenden anvertrauen. Der Bedarf an qualifizierten und verantwortungsbewussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege ist stark gestiegen.

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Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann

Am 17. Juli 2017 ist das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe (Pflegeberufereformgesetz – PflBRefG) verkündet worden. Hiervon umfasst ist das Gesetz über die Pflegeberufe (Pflegeberufegesetz – PflBG), welches am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist. Es führt die bisher getrennt im Altenpflege- und Krankenpflegegesetz geregelten Pflegeausbildungen zu einer generalistisch ausgerichteten Ausbildung zusammen.

Nach § 59 Pflegeberufegesetz besteht für die Auszubildenden die Option, im Verlauf des 2. Ausbildungsjahres der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich hinsichtlich des Berufsabschlusses für den o.g. generalistischen Abschluss oder die Spezialisierungen als „Altenpflegerin/Altenpfleger“ oder „Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“ zu entscheiden. Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“. Bei Auszubildenden, die sich für eine schwerpunktmäßige Ausbildung entscheiden, wird der gewählte Vertiefungseinsatz auf der Berufserlaubnisurkunde vermerkt. Das Wahlrecht wird im Voraus ausbildungsvertraglich vereinbart.

Ein Anschreiben des Herrn Minister Laumann an die Auszubildenden im 2. Ausbildungsjahr sowie ein Merkblatt zur Ausübung des Wahlrechts finden Sie hier:

Neben einer Steigerung der Attraktivität des Berufsbildes soll mit der Vereinheitlichung ein einfacherer Wechsel zwischen den einzelnen Beschäftigungsbereichen der Pflege ermöglicht und damit die Arbeitsmarktflexibilität gefördert sowie die Karrierebildung unterstützt werden.

Die Bezirksregierung Münster ist für die staatliche Anerkennung der Pflegeschulen und der dort eingesetzten Lehrkräfte zuständig. 

Außerdem ist sie für die ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung verantwortlich und verleiht nach der Ausbildung die Urkunde über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“.

Nähere Informationen zu diesem Ausbildungsberuf gibt es hier:

Weitere Informationen, beispielsweise zur Beantragung neuer Kurse, sowie Antragsmuster für neue Kurse nach dem Pflegeberufegesetz gibt es hier:

Rechtsvorschriften

Ausbildung zur Pflegefachassistentin oder zum Pflegefachassistenten

Mit Einführung der generalistischen Pflegefachassistenzausbildung wird für möglichst viele geeignete und motivierte Interessentinnen und Interessenten der Einstieg in die pflegeberufliche Bildung eröffnet. Über die Möglichkeit der Teilzeitausbildung kann die Ausbildung auch für die Teilnehmenden geöffnet werden, die für den Lernprozess mehr Zeit benötigen, zusätzliche Sprachkenntnisse oder einen allgemeinbildenden Schulabschluss erwerben möchten. Dieser ist notwendig für den Übergang in die dreijährige Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz. (MAGS NRW)

Weitere Informationen zur Ausbildung in der Pflegefachassistenz finden Sie auf der Homepage des MAGS sowie in den Downloads:

Rechtsvorschriften

Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter

Eine der wesentlichen neuen Regelungen des Pflegeberufegesetzes und der hierzu erlassenen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung stellt die Praxisanleitung dar.

Erstmalig wird die konkret zu leistende Anleitungszeit definiert. Ebenso wird neben den Angaben zu den Voraussetzungen zur Befähigung als Praxisanleitung auch eine Fortbildungsverpflichtung normiert.

In § 6 des Pflegeberufegesetzes (PflBG) ist geregelt, dass die „zu gewährleistende Praxisanleitung im Umfang von mindestens zehn Prozent der während eines Einsatzes zu leistenden praktischen Ausbildungszeit“ beträgt. Mit dem ‚Erlass Praxisanleitungen NRW‘ werden die Aufgaben der Bezirksregierungen bezüglich der Praxisanleitungen nach dem Pflegeberufegesetz ausgefüllt.

Weiterbildung für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter

§ 4 Abs. 3 Satz 1 der PflAPrV gibt an: „Die Befähigung zur Praxisanleiterin oder zum Praxisanleiter ist durch eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden und kontinuierliche, insbesondere berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich gegenüber der zuständigen Behörde nachzuweisen."

Für die Erfassung von Praxisanleitungen sowie der Pflichtfortbildungen wird aktuell ein Fachverfahren entwickelt. Sobald dieses anwendungsreif ist, erhalten die Träger der praktischen Ausbildung die entsprechenden Informationen.

Für Nordrhein-Westfalen wird zum Inhalt der berufspädagogischen Zusatzqualifikation empfohlen, eine erste Orientierung an bereits bestehende Weiterbildungsordnungen vorzunehmen. Dabei kann die empfehlende Standard–Praxisanleitung des Landes NRW als Grundlage dienen und auf den geforderten Umfang von 300 Stunden fortgeschrieben werden. Auch andere bestehende Curricula für die Weiterbildung Praxisanleitung können für die curriculare Ausgestaltung eines Weiterbildungsan-gebotes herangezogen werden.

Weitergebildete Praxisanleiterinnen und -anleiter, die ihre Anerkennung vor dem 31. Dezember 2019 erhalten haben, sind gleichgestellt und können diese Aufgabe auch mit Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes wahrnehmen (§ 4 Abs. 3 Satz 2 PflAPrV).

Aktuelle Informationen zur Praxisanleitung erhalten Sie auch auf der Homepage des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW unter https://www.mags.nrw/praxisanleitung


Ausbildung zur Familienpflegerin oder zum Familienpfleger

Die Ausbildung in der Familienpflege findet an staatlich anerkannten Fachseminaren statt. Die Bezirksregierung achtet als Aufsichtsbehörde darauf, dass die Ausbildungen nach geltendem Recht stattfinden. Das geschieht durch enge Zusammenarbeit mit den Fachseminaren.

Zum Ende der Ausbildung erfolgt die staatliche Abschlussprüfung unter Vorsitz der Bezirksregierung. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung erteilt die Bezirksregierung auf Antrag die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung.

Ausbildungsziel

Die Ausbildung zur Familienpflegerin und zum Familienpfleger soll Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die dazu befähigen,

  • selbstständig und eigenverantwortlich die Hausfrau, den Hausmann oder die verantwortliche Person im hauswirtschaftlichen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich vorübergehend zu vertreten, zu unterstützen oder anzuleiten,
  • hilfsbedürftigen Menschen jeden Alters in ihrer Wohnung zu betreuen und zu pflegen, und
  • diese Aufgaben in familienähnlichen Strukturen sowohl vorübergehend als auch dauerhaft zu übernehmen.

Zugangsvoraussetzungen

  • körperlich, geistig und persönlich für die Familienpflege geeignet,
  • 17. Lebensjahr bei Beginn der Ausbildung vollendet,
  • Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsstand
  • oder abgeschlossene Ausbildung und mindestens einjährige Tätigkeit im hauswirtschaftlichen, pflegerischen oder pädagogischen Bereich
  • oder 25. Lebensjahr vollendet und nachweislich mindestens sechsjährige Führung eines Mehrpersonenhaushaltes
  • oder nachweislich mindestens sechsjährige Führung eines Mehrpersonenhaushaltes und abgeschlossene Ausbildung zum/zur „Familienhelfer/zur Familienhelferin“.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung am Fachseminar besteht aus einer zweijährigen theoretischen und fachpraktischen Ausbildung, welche mit einer Abschlussprüfung endet, sowie aus einem einjährigen Berufspraktikum, welches vom Fachseminar begleitet wird und mit einem Kolloquium abschließt.

Nach erfolgreich abgeleistetem Berufspraktikum wird die staatliche Anerkennung als Familienpflegerin oder Familienpfleger auf Antrag, unter Nachweis der charakterlichen Eignung durch ein Führungszeugnis, erteilt.

Fachseminare für Familienpflege

  • Haus der Pflege, Zeche Westfalen 1, 59229 Ahlen
  • Caritas Bildungszentrum, Devesburgstr. 6, 48431 Rheine
  • JFB, Fachseminar für Familienpflege, Weststr. 9, 48703 Stadtlohn
  • Edith-Stein-Kolleg, Von-Ketteler-Str. 40, 48231 Warendorf
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