Grund- und Förderschulen

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Grundschulen, Förderschulen


Grundschulen

Grundschulen

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Die Grundschule ist eine gemeinsame Schule für alle Kinder.

Als gemeinsame Schule für alle Kinder spiegelt sich in der Grundschule die Vielfalt der Gesellschaft wider. In den Grundschulen begegnen sich Kinder mit vielfältigen individuellen Begabungen, unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft sowie mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Orientierungen. Gleichaltrige Kinder sind in ihrer Entwicklung unterschiedlich. Sie lernen unterschiedlich schnell, unterschiedlich viel und benötigen dafür unterschiedliche Lernwege und Lernstrategien. Die Grundschule nutzt diese Vielfalt als Chance für das gemeinsame Lernen. Sie wird produktiv für die Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt und bereichert das Schulleben. Als Lernort bietet die Grundschule ein möglichst wohnortnahes Bildungsangebot.

Die Grundschule führt die Kinder von den mehr spielerischen Formen des Lernens im Elementarbereich an systematischere Formen des schulischen Lernens heran und gestaltet das Lernangebot nach Inhalt und Form passend zu den individuellen Lernvoraussetzungen und Möglichkeiten. Bereits erworbene fachliche und methodische sowie soziale und personale Kompetenzen werden weiterentwickelt und bilden die Grundlage für ein lebenslanges Lernen. Lernfreude, Erfolgszuversicht und Leistungsmotivation zu bewahren und zu entwickeln sowie eine bewusste, reflexive Einstellung zum eigenen Lernen zu gewinnen, spielen dabei eine besondere Rolle.
Grundlegendes Prinzip ist die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes.

Obere Schulaufsicht für Grundschulen

Als obere Schulaufsicht ist das Dezernat 41 für die Grundschulen im Regierungsbezirk zuständig. Die Aufgaben des Dezernates beinhalten unter anderem die Beratung und Unterstützung der Schulämter und der Schulträger bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.

Im Regierungsbezirk Münster gibt es 401 Grundschulen, in denen aktuell ca. 94.600 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.

Untere Schulaufsicht für Grundschulen

Die untere Schulaufsicht liegt bei den Schulämtern für die Kreise und kreisfreien Städte. Diese sind deshalb für alle Angelegenheiten einzelner Kinder und alle Fragen, die sich aus Problemen der Einzelschule ergeben, erste Ansprechpartner.

Schuleingangsphase

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Neugestaltung der Schuleingangsphase

Ziel der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie entsprechend ihres individuellen Entwicklungsstandes zu fördern. In der Schuleingangsphase lernen demnach Schülerinnen und Schüler mit individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnissen, Interessen und Neigungen in einer oftmals sehr heterogen zusammengesetzten Lerngruppe. Alle Schülerinnen und Schüler haben ein Recht individuell gefördert und herausgefordert zu werden. Die Verweildauer in der Schuleingangsphase beträgt zwei Jahre, für einzelne Kinder je nach Lern- und Entwicklungsfortschritten ein oder drei Jahre. Über die individuelle Lernzeit wird am Ende der Eingangsphase entschieden. Ein drittes Schulbesuchsjahr in der Schuleingangsphase wird nicht auf die Schulpflicht angerechnet.

Die Schuleingangsphase wird jahrgangsübergreifend oder getrennt nach den Jahrgängen 1 und 2 organisiert. Die Entscheidung wird durch die Schulkonferenz getroffen. Änderungen der Organisationsform sind jeweils frühestens nach vier Jahren möglich.

Vorschulische, schulische und außerschulische Förderung müssen miteinander abgestimmt werden. Hier ist vor allem eine Förderung der motorischen, kognitiven, sprachlichen und emotionalen Fähigkeiten gemeint, aber auch eine Optimierung der Wahrnehmungsbereiche, der Körperkoordination, des Gleichgewichtes, der rhythmischen Fähigkeiten und eine Berücksichtigung der Interessen und Kenntnisse der Kinder.

Eine gut entwickelte Sprachkompetenz ist der Schlüssel für erfolgreiche Lern- und Entwicklungsprozesse. Deshalb wird ungefähr zwei Jahre vor der Einschulung der Sprachstand jedes Kindes gezielt erhoben. Wird dabei bei einem Kind ein Sprachförderbedarf festgestellt, so übernimmt die Kindertageseinrichtung die gezielte Sprachförderung.

Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern und Jugendlichen

Es gibt Kinder, bei denen besondere Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und des Schreibens beobachtet werden. Für sie sind ggf. gezielte schulische Fördermaßnahmen erforderlich. Neben einer Berücksichtigung der Problemlage dieser Kinder im planmäßigen Deutschunterricht und in andern fachlichen Zusammenhängen können besondere Angebote der Schule manchmal auch außerschulische Angebote notwendig werden. Die Erstberatung erfolgt grundsätzlich in der Schule.

Begabtenförderung

Kinder haben unterschiedliche Interessen, Neigungen und Entwicklungsstände. Darauf nehmen die Lehrkräfte in den Grundschulen durch angemessene Lernangebote und Unterrichtsformen Rücksicht. Alle Kinder in der Grundschule haben das gleiche Recht auf eine allgemeine und individuelle Förderung. Damit die Förderbedarfe von Kindern erkannt und Lehrkräfte und Eltern entsprechend reagieren können, gibt es auf den Ebenen der Schulämter und der Bezirksregierung eine abgestimmte Beratungsstruktur für Lehrkräfte und Eltern.

Lehrerinnen und Lehrer werden für Schülerinnen und Schüler neben den zu erprobenden Richtlinien und Lehrplänen schuleigene Arbeitspläne und zur individuellen Förderung auch Förderpläne entwickeln und diese mit Eltern und den Schülerinnen und Schülern abstimmen.

Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern und Schule. Elternsprechtage zu Beginn des Schuljahres und Schülersprechstunden helfen, Förderbedarfe früh zu erkennen, Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen und mit Unterrichtsplanungen entsprechend zu reagieren. Schuleigene Fortbildungspläne nehmen den Fortbildungsbedarf der Lehrerinnen und Lehrer auf.

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