Behinderten- und Rehabilitationssport: Bundesverdienstkreuz für Ludger Elling
Münster/Kreis Steinfurt. Eine besondere Würdigung für jahrzehntelangen Einsatz im Dienste des Sports für Menschen mit Behinderungen: Im Lambertizimmer der Bezirksregierung Münster hat Regierungspräsident Andreas Bothe gestern (7. Mai) Ludger Elling mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Im Rahmen der Feierstunde betonte Regierungspräsident Andreas Bothe die nachhaltige Bedeutung von Ludger Ellings Wirken: „Herr Elling, Sie haben mit Ihrem unermüdlichen Engagement, Ihrer fachlichen Expertise und Ihrer Fähigkeit, Menschen zu vernetzen und zu begeistern, den Behinderten- und Rehabilitationssport im gesamten Land entscheidend vorangebracht. Dementsprechend ist es mir eine große Freude, Ihnen heute diese Auszeichnung überreichen zu dürfen.“
Ludger Elling absolvierte nach seiner Schulzeit ein Lehramtsstudium in den Fächern Sport und Englisch, das er 1986 mit dem Staatsexamen abschloss. Da ihm zunächst der Zugang zum Schuldienst verwehrt blieb, orientierte er sich beruflich neu und erwarb mehrere Übungsleiterlizenzen für den Behinderten- und Rehabilitationssport. In der Folge war er in verschiedenen Einrichtungen als Sportlehrer und Sporttherapeut tätig und arbeitete insbesondere mit Menschen mit geistiger Behinderung.
Parallel dazu engagierte sich Ludger Elling beim Aufbau sportlicher Angebote in einer Behindertenwerkstatt und initiierte hierfür eine Vereinsgründung. Im Jahr 1989 übernahm er außerdem beim damaligen Behindertensportverband NRW (BSNW), heute Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW e.V. (BRSNW), ehrenamtlich das Amt des Lehrwarts und prägte über viele Jahre hinweg maßgeblich die Aus- und Fortbildung von Übungsleiter:innen. Seit 2018 bringt er seine Erfahrung als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes ein.
Einen weiteren wichtigen Schritt machte Ludger Elling mit seiner Tätigkeit am Mathias-Spital in Rheine. Dort war er als stellvertretender Leiter des Instituts für Gesundheitsförderung (IGF) maßgeblich am Aufbau und an der Etablierung des Gesundheitszentrums beteiligt.
Herausragender Einsatz auch auf Bundesebene
Auch auf Bundesebene engagierte sich Ludger Elling mit Hingabe: Als Lehrwart des BSNW wirkte er im Bundeslehrausschuss des Deutschen Behindertensportverbands e.V. (DBS) mit und wurde 2002 zum Vizepräsidenten für den Bereich Bildung und Lehre gewählt. In diesem Amt prägte er bis 2016 maßgeblich die Weiterentwicklung von Ausbildungskonzepten.
Für die neu gegründete DBS Akademie gab Ludger Elling im Jahr 2006 seine bisherigen beruflichen Tätigkeiten und die damit verbundene finanzielle Absicherung auf und wurde hauptberuflich Geschäftsführer der Akademie. Mit großem persönlichem Einsatz baute er die Akademie zu einer bundesweit anerkannten Einrichtung für die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Behindertensport aus. Heute werden dort jährlich mehr als 1.000 Teilnehmende qualifiziert.
2022 trat Ludger Elling als Geschäftsführer und Referent der DBS Akademie in den Ruhestand. Bis heute jedoch unterstützt er mit seiner Expertise zahlreiche Vereine und Übungsleiter:innen in ihrer Arbeit in Sportgruppen mit Menschen mit und ohne Behinderung.
Mit seinem jahrzehntelangen Wirken hat Ludger Elling entscheidend dazu beigetragen, den Behinderten- und Rehabilitationssport bundesweit zu stärken und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu fördern.