Anerkennung durch Regierungspräsidenten
Emsdetten/Münster. Regierungspräsident Andreas Bothe hat gestern (26. März) die „Emsdettener Stiftung für Frieden und Völkerverständigung“ offiziell anerkannt. In den Räumlichkeiten der Bezirksregierung Münster überreichte er dem Stiftungsvorstand die entsprechende Anerkennungsurkunde. Die Stiftung verfolgt insbesondere die Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur sowie des Völkerverständigungsgedankens. Darüber hinaus unterstützt sie hilfsbedürftige Personen.
„Gerade in einer Zeit globaler Krisen, Konflikte und wachsender Spannungen ist es ein starkes Zeichen, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und sich nachhaltig und diplomatisch für Frieden und Verständigung einsetzen. Die Emsdettener Stiftung initiiert im Rahmen dieses Engagements konkrete Einsatzmöglichkeiten und setzt damit ein wichtiges Signal für unsere Gesellschaft“, betonte Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Urkundenübergabe.
Die Stiftung geht auf den im Juli 2025 im Alter von fast 92 Jahren verstorbenen Emsdettener Klemens Bering zurück. Bereits rund zwei Jahre vor seinem Tod hatte er persönlich Kontakt zur Stiftungsbehörde aufgenommen, um die Gründung vorzubereiten. Nach dem Tod des Stifters führte sein Neffe Martin Ascheberg als Testamentsvollstrecker den begonnenen Prozess konsequent fort. Er ist heute Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des fünfköpfigen Stiftungsvorstands, der geschlossen an der Urkundenübergabe teilnahm.
„Nie wieder Krieg.“ Dies hatte der Stifter wiederholt vor dem Hintergrund seiner eigenen Kindheitserfahrungen ausgesprochen. Sein ältester Bruder war im Zweiten Weltkrieg verschollen.
Der weit überwiegende Teil des Vermögens von Klemens Bering fließt der Stiftung zu, der damit ein umfangreiches Potential zur Umsetzung der Stiftungszwecke zur Verfügung steht. Ziel der Stiftung ist es, möglichst jährlich einen Preis an Personen oder Organisationen zu vergeben, die sich in besonderer Weise für Frieden, Integration von Zuwanderern oder Völkerverständigung einsetzen. Weiterhin können Projekte und Veranstaltungen mit gleicher Zielrichtung finanziell unterstützt oder selber durchgeführt werden. Initiativen und Projekte mit Bezug zu Emsdetten werden dabei vorrangig berücksichtigt.
Mit der Anerkennung ist die „Emsdettener Stiftung für Frieden und Völkerverständigung“ die 759. Stiftung im Regierungsbezirk Münster sowie die 80. Stiftung im Kreis Steinfurt.