Gewalt an Schulen – darüber wird nicht nur schulintern und in Fachgremien, sondern auch in der Öffentlichkeit diskutiert. Das Thema stellt ein zentrales Handlungsfeld für Lehrkräfte und das weitere schulischen Personal dar.
„Gewalt an Schule kompakt“– Angebote für mehr Handlungssicherheit
In der Schule gibt es verschiedene Faktoren, die zu einer effektiven Gewaltprävention beitragen können wie ein aktives innerschulisches Team für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention, ein gutes Schulklima sowie eine deutliche Präsenz von Schulmitarbeitenden – um nur einige Bespiele zu nennen.
Über folgenden Link finden Sie eine Übersicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten den Schulen zur Verfügung stehen sowohl in Bezug auf die Prävention von Gewalt als auch die Intervention bei erfolgten Gewaltvorfällen.
Mobbing und Cyber-Mobbing
In Zusammenarbeit mit der Landesunfallkasse und BG prevent hat die Bezirksregierung Münster eine Broschüre „Konflikte bearbeiten – Mobbing verhindern: Auf dem Weg zum gesunden Arbeitsplatz Schule“ entwickelt. Diese Handreichung will die Entstehung von Mobbing über nicht gelöste Konflikte beschreiben, nach Ursachen forschen, Bedingungsfaktoren beleuchten, Folgen beschreiben sowie positive Ansätze zur Konfliktbearbeitung und -bewältigung aufzeigen.
Unterstützung bei Gewalt gegen Schulmitarbeitende
Lehrkräfte und das weitere schulische Personal sind in ihrem Berufsalltag vermehrt mit Herausforderungen durch verbale oder nonverbale Gewalt konfrontiert. Die Bezirksregierung hat daher eine zentrale Ansprechperson für Gewalt gegen Schulmitarbeitende benannt.
Die Tätigkeit dieser Stelle ruht auf zwei Säulen, um sowohl die einzelnen Betroffenen als auch das Schulsystem als Ganzes zu unterstützen:
1. Beratung und Lotsenfunktion
Schulmitarbeitende können sich an die Ansprechperson wenden, wenn sie einen Gewaltvorfall erlebt haben oder unsicher sind, wie sie damit umgehen sollen. In ihrer Funktion als Berater und Lotse hilft die Ansprechperson bei der Einordnung der Situation und bespricht gemeinsam mit den Betroffenen, welche Unterstützungs- oder Handlungsmöglichkeiten es gibt. Dabei geht es vor allem darum, Orientierung zu geben und zu entlasten. Vertraulichkeit hat hierbei oberste Priorität: Informationen werden grundsätzlich nur mit der expliziten Zustimmung der Betroffenen an Dritte weitergeleitet.
2. Erfassung und Analyse
Die zweite Kernaufgabe liegt in der systematischen Erfassung und Auswertung aller gemeldeten Vorfälle im Regierungsbezirk. Letztere erfolgt ausschließlich anonymisiert und lässt keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zu. Diese statistische Aufbereitung ermöglicht es, ein realistisches Bild über die Formen und das Ausmaß von Gewalt gegen Schulmitarbeitende zu gewinnen und Trends über längere Zeiträume nachzuvollziehen. Sie bildet damit die notwendige Basis, um langfristige Strategien zur Gewaltprävention zu entwickeln und den Schutz der Beschäftigten an unseren Schulen stetig zu verbessern.
So nehmen Sie Kontakt auf
Um diese Aufgaben bestmöglich erfüllen zu können, ist die Nutzung des Meldebogens für Gewaltvorfälle, der bei Ihrer Schulleitung hinterlegt ist, ein wichtiger Baustein. Diesen können Sie ausgefüllt über Ihre Schulleitung auf dem Dienstweg an die Ansprechperson weiterleiten lassen. Jede Meldung ist wichtig, da sie dabei hilft, ein klares Bild der Situation an unseren Schulen zu gewinnen.
Sollten Sie zunächst eine reine Beratung zum weiteren Vorgehen oder Unterstützungsangeboten wünschen, können Sie die Ansprechperson auch direkt telefonisch kontaktieren. Für ein solches Beratungsgespräch ist das Ausfüllen des Meldebogens vorab nicht zwingend erforderlich.