Modellprojekt Integration in der ZUE Münster
Schwimmkurse begeistern die Teilnehmenden
Münster. Das Modellprojekt Integration in der ZUE Münster hat viele verschiedene Facetten. Mehr als zehn Projektpartner:innen engagieren sich in dessen Rahmen in der und rund um die ZUE Münster, die von der Bezirksregierung Münster betrieben wird. Ihr gemeinsames Ziel: Den in der Einrichtung lebenden Menschen das Ankommen in dem für sie neuen Land zu erleichtern und die Integration dieser Menschen so früh wie möglich zu fördern. Einer dieser Projektpartner ist der SwimSportTank e.V. aus Münster. Der Verein veranstaltet im Rahmen des Modellprojekts Schwimmkurse für die Menschen aus der Einrichtung. Ein Teil des vielfältigen Modellprojekts, der bei den Teilnehmenden besonders gut ankommt. In dieser Woche stand ein Kurs für erwachsene Männer, die derzeit in der ZUE Münster leben, im Hallenbad in Münster-Roxel an.
Schwimmen zu können ist mitunter überlebenswichtig und alles andere als eine selbstverständliche Fähigkeit. In Schwimmkursen für geflüchtete Kinder und Jugendliche, für Frauen oder eben für erwachsene Männer bringt unter anderem Anke Sundermeier vom SwimSportTank e.V. den Menschen das Schwimmen bei und weiß um die Wichtigkeit des Schwimmenlernens: „Schwimmen zu können, ist auch hierzulande schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr. Für Menschen mit Fluchthintergrund ist es oft noch weniger selbstverständlich. Auch deshalb sind wir sehr gerne Projektpartner beim Modellprojekt Integration in der ZUE Münster und freuen uns über die Möglichkeit, unser Praxiswissen vermitteln zu können“, so die zertifizierte Schwimmtrainerin. Die Besonderheit des Vereins sei, dass das Team der Schwimmtrainer:innen interkulturell aufgestellt sei und so die meisten Landessprachen abgedeckt seien.
Die Möglichkeit, das Schwimmen zu erlernen, stößt auch bei den Teilnehmenden, egal ob groß oder klein, auf großes Interesse. Die Kurse sind allesamt gut besucht und den Teilnehmenden ist nicht nur bewusst, wie wichtig es ist, Schwimmen zu können, sondern sie sind auch mit großer Begeisterung bei der Sache, wie das ehrenamtliche Team von SwimSportTank berichtet.
Möglich gemacht hat die Schwimmkurse auch die Stadt Münster, die das Hallenbad in Roxel dafür zeitweise zur Verfügung gestellt hat. Die Amtsleiterin des städtischen Sportamtes, Kerstin Dewaldt, betont: „In den vergangenen 14 Jahren konnten in Münster im Rahmen der Landesmaßnahme "NRW kann schwimmen!", auch dank der gelungenen Kooperation des Sportamtes mit den engagierten Schwimmvereinen, bereits über 5.000 Kinder der vierten und fünften Klassen das Schwimmen erlernen und Grundlagen verbessern. Eine Ergänzung des Angebotes um die Zielgruppe der Geflüchteten, halte ich für eine wichtige Entwicklung vor allem im Hinblick auf die Prävention von Schwimmunfällen. Eine Integration in und durch den Sport trägt darüber hinaus besonders zu einem gelingenden Ankommen bei.“
Finanziell gefördert wurden die Schwimmkurse außerdem von der Sparkasse Münsterland Ost. „Perspektive zu geben, ist uns ein großes Anliegen. Und auch das Schwimmen ist genau solch ein Baustein. Deshalb haben wir diese wichtige Maßnahme im Rahmen unserer Zusammenarbeit im Modellprojekt Integration gerne unterstützt“, so Mechtild Pieper, Vorstandsvertreterin der Sparkasse Münsterland Ost.
Stefan Centeno Hüttemann, der als Dezernent des Dezernates zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen für das Modellprojekt mitverantwortlich ist, dankte allen Akteur:innen, die am Gelingen der Schwimmkurse beteiligt waren: „Im Interesse unserer Bewohnerinnen und Bewohner ist für uns als Bezirksregierung und Betreiberin der ZUE Münster das Gelingen des Modellprojekts Integration und seiner Teilprojekte von großer Bedeutung. Dafür sind wir auf unsere Partnerinnen und Partner zwingend angewiesen. In diesem Fall sind wir dem Verein SwimSportTank und natürlich auch der Stadt Münster sowie der Sparkasse Münsterland Ost für die tolle Kooperation sehr dankbar.“
Informationen über das gesamte Modellprojekt Integration in der ZUE Münster gibt hier: Modellprojekt Integration | Bezirksregierung Münster