Schon in jungen Jahren ehrenamtlich tätig:
Regierungspräsident Andreas Bothe eröffnet Sporthelferforum 2026
Münster/Recklinghausen. Bewegung, Teamgeist und ehrenamtliches Engagement standen am Mittwoch (27. Mai) beim Sporthelferforum in Recklinghausen im Mittelpunkt. Regierungspräsident Andreas Bothe eröffnete die Fortbildungs- und Austauschveranstaltung und begrüßte die rund 60 teilnehmenden Sporthelfer:innen, Lehrkräfte und Referent:innen.
„Sport verbindet Menschen, stärkt Gemeinschaft und vermittelt wichtige Werte wie Teamgeist, Verantwortung und Engagement. Die Sporthelferinnen und Sporthelfer übernehmen schon in jungen Jahren Verantwortung und entwickeln sich damit nicht nur persönlich weiter, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für Schulen, Vereine und unsere Gesellschaft. Ebenso erwähnenswert ist die Rolle unserer Lehrkräfte, die sich auf freiwilliger Basis weiterbilden lassen, um anschließend die jungen Sporthelferinnen und auf ihrem Weg zu begleiten“, betonte Regierungspräsident Andreas Bothe zum Auftakt des Forums.
Nach der Begrüßung startete das Forum mit einem gemeinsamen bewegten Einstieg, bevor die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops praxisnahe Inhalte rund um Bewegung, Spiel und Sport erarbeiteten. Neben sportpraktischen Angeboten standen dabei auch der Austausch über Einsatzmöglichkeiten von Sporthelfer:innen in Schule und Verein sowie die Weiterentwicklung der Ausbildung im Mittelpunkt.
Veranstaltet wurde das Forum von der Sportjugend im Kreissportbund Recklinghausen in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster und der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule.
26 Jahre Sporthelfer-Programm
Die Bezirksregierung Münster qualifiziert jährlich 22 Lehrkräfte, die anschließend Sporthelfer:innen an ihren jeweiligen Schulen ausbilden. Die praxisnahe Ausbildung zur Sporthelferin oder zum Sporthelfer richtet sich an Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren und qualifiziert sie für ihren Einsatz in Schule, Verein und Jugendhilfe. Gleichzeitig bietet sie einen Einstieg in das Qualifizierungssystem des organisierten Sports in Nordrhein-Westfalen und kann Grundlage für eine spätere Tätigkeit als Trainer:in oder Übungsleitung sein. Im letzten Jahr konnte das Sporthelfer-Programm bereits sein 25-jähriges Jubiläum feiern.
Förderung von Verantwortung und Persönlichkeitsentwicklung
Die Sporthelfer-Ausbildung verfolgt insbesondere das Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu stärken. Gefördert werden persönliche und sozial-kommunikative Kompetenzen, sportfachliches Wissen sowie Methoden- und Vermittlungskompetenzen. Die Jugendlichen lernen dabei unter anderem, Bewegungs- und Sportangebote zu planen, Gruppen anzuleiten und eigenständig Verantwortung zu übernehmen.
Anschließend engagieren sich die Sporthelfer:innen in vielfältigen Bereichen des Schul- und Vereinsalltags. Sie unterstützen beispielsweise bei Sportfesten, organisieren Turniere und Bewegungsangebote oder begleiten Pausensportangebote.
Allein im Schuljahr 2023/24 konnten 8.280 Sporthelfer:innen durch 152 engagierte Lehrkräfte ausgebildet werden. Insgesamt wurden bereits über 100.000 Sporthelfer:innen ausgebildet.