Bezirksregierung
Münster

8,8 Millionen Euro für nachhaltige Entwicklung

Digitalisierung, Klimaschutz und Innovation

8,8 Millionen Euro für nachhaltige Entwicklung

Münster/Datteln/Hörstel/Kreis Coesfeld/Kreis Steinfurt/Kreis Warendorf/Kreis Borken/Enschede. Regierungspräsident Andreas Bothe hat heute (20.05.2026) Förderbescheide in Höhe von rund 8,8 Millionen Euro an vier innovative Projekte im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region überreicht. Die Mittel stammen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW. Die Projekte haben das Ziel, die Region wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig weiterzuentwickeln. 

20.05.2026

„Jedes dieser Projekte setzt einen eigenen Schwerpunkt – ob Digitalisierung, Klimaschutz, Innovation oder Stärkung des Mittelstands. Doch sie verfolgen alle ein gemeinsames Ziel: die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in unserer Region“, betont Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Feierstunde. 

Zu den geförderten Projekten zählen: „TOR@Münsterland“, „Interaktive Wissens- und Technologieräume – für eine smarte Grenzregion im Rahmen von TECH.LAND“, „Blau Grünes Gymnasium – Klimaanpassung als Lösung“ und „Energetische Sanierung des Hallenbades in Hörstel-Riesenbeck“.

Die vier Projekte im Detail:

„TOR@Münsterland“

Das Projekt „TOR@Münsterland“ erhält eine Förderung in Höhe von rund 2,23 Millionen Euro. Ziel des Projektes ist es, die Anpassungsfähigkeit, Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Münsterland zu stärken und somit die wirtschaftliche Zukunft der Region nachhaltig zu sichern. Im Fokus stehen die Förderung der technologischen und operativen Resilienz von kleinen und mittleren Unternehmen im produzierenden Gewerbe – also deren Fähigkeit, technologische Systeme, Infrastrukturen und Geschäftsprozesse krisensicher zu gestalten und strategisch weiterzuentwickeln. Hierzu werden zwei sich ergänzende, KI-basierte Softwaretools entwickelt, die Unternehmen vor Ort sensibilisieren und unterstützen sollen. Zudem wird ein „Resilience-Leadership-Programm“ ins Leben gerufen, das Führungskräfte und Unternehmen dabei unterstützt, technologische und operative Resilienz nachhaltig in ihren Organisationen zu verankern.

Folgende Partner:innen sind an dem Verbundprojekt beteiligt und erhalten einen symbolischen Bescheid:

  1. Münsterland e. V. als Konsortialführer
  2. FH Münster University of Applied Sciences
  3. Technologieförderung Münster GmbH
  4. Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH (wfc)
  5. IHK Nord Westfalen
  6. Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG)
  7. Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt)
  8. Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH (gfw)
  9. Digital Hub münsterLAND e. V.

„Interaktive Wissens- und Technologieräume – für eine smarte Grenzregion im Rahmen von TECH.LAND“

Das Projekt „Interaktive Wissens- und Technologieräume – für eine smarte Grenzregion im Rahmen von TECH.LAND“ wird mit 1,18 Millionen Euro gefördert. Ziel des Projekts ist es, die Nutzung offener Wirtschafts- und Wissenschaftsdaten im Regierungsbezirk Münster deutlich zu verbessern und so die Region transparenter und vergleichbarer zu machen. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern entwickelt das Projekt automatisierte, interaktive Datenräume. In diesen können Informationen aus vielfältigen öffentlichen Quellen intelligent ausgewertet und nutzbar gemacht werden. 

Insbesondere werden Unternehmen, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen unterstützt, Sprachbarrieren überwunden und gezielt neue Partnerschaften vermittelt – mit besonderem Fokus auf die Branchen Energie, Kreislaufwirtschaft, Manufacturing und Health & MedTech. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren, da die Identifikation von potenziellen Geschäftspartnern und Netzwerken in Nord-Westfalen und den östlichen Niederlanden deutlich erleichtert wird.

Folgende Verbundpartner:innen sind an dem Projekt beteiligt und erhalten heute einen symbolischen Bescheid:

  1. IHK Nord Westfalen als Konsortialführerin
  2. FH Münster University of Applied Sciences
  3. Universität Münster, Zentrum für Niederlande-Studien
  4. Twente Board Development B.V., Enschede
  5. Ontwikkelingsmaatschappij Oost-Nederland N.V., Apeldoorn

„Blau Grünes Gymnasium Klimaanpassung als Lösung“

Die Gemeinde Datteln erhält einen Förderbescheid in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro für das Projekt „Blau Grünes Gymnasium – Klimaanpassung als Lösung“. Ziel ist es, die Auswirkungen des Klimawandels auf Schulhöfen zu verringern und einen klimaresilienten öffentlichen Raum zu schaffen. Im Mittelpunkt steht ein innovatives, multifunktionales Regenwassermanagement: Regenwasser soll zukünftig auf den Schulhöfen und öffentlichen Flächen gespeichert und gezielt durch Verdunstung abgegeben werden. Dafür werden die Schulhöfe und ausgewählte öffentliche Bereiche klimafreundlich umgestaltet.

Die unterschiedlichen Tätigkeiten und Arbeitspakete im Projekt ergänzen sich gegenseitig. Gemeinsam sollen sie dazubeitragen, die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern.

„Energetische Sanierung des Hallenbades in Hörstel-Riesenbeck“

Die Stadt Hörstel erhält eine Förderung in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro, um das Hallenbad in Hörstel-Riesenbeck energetisch zu sanieren. Im Rahmen der Maßnahme wird die bestehende Gebäudesubstanz umfassend modernisiert: Außenwände, Fenster, Lichtkuppeln, das Dach und die Bodenplatte werden energetisch saniert. Die Beleuchtung wird auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt, die Lüftungsanlage wird durch eine neue Anlage mit höherem Wärmerückgewinnungsgrad ersetzt. Darüber hinaus wird die Heizungs- und Warmwasserversorgung komplett erneuert und auf regenerative Energieträger umgestellt – unter anderem mit dem Einbau einer Wärmepumpe, eines Pufferspeichers und eines Spitzenkessels. Auch die Badewassertechnik wird energieeffizient saniert.