Bezirksregierung
Münster

Ministerin Verena Schäffer besucht die ZUE in Münster

„Pilotprojekte sind auch Vorzeigeprojekte“

Münster. Seit dem 27. Januar dieses Jahres ist Verena Schäffer Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration in Nordrhein-Westfalen. Auf Einladung von Regierungspräsident Andreas Bothe besuchte die Ministerin heute (30. April) die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Münster. Gemeinsam mit der Polizeipräsidentin von Münster, Alexandra Dorndorf, und weiteren Verter:innen von Polizei und Bezirksregierung, stellte der Regierungspräsident der Ministerin bei ihrem Besuch gleich zwei Pilotprojekte mit großen Potenzialen vor. 

30.04.2026

Wie kann Integration besser gelingen? Wie kann der Staat zeigen, dass Integration vor Ort eine Gemeinschaftsaufgabe ist? Was brauchen Geflüchtete wirklich, um sich zu integrieren? Was können große gesellschaftliche Institutionen von der Polizei Münster über die Kammern aus Wirtschaft und Handwerk, der Verkehrswacht, die Bundesagentur für Arbeit bis hin zum SC Preußen Münster und weiteren Partner:innen vor Ort leisten? Diese Fragen stellten sich die Beteiligten und schlossen sich zu diesem innovativen Modellprojekt zusammen. Seit Oktober 2024 packen sie Integration gemeinsam an - und zwar ganz erfolgreich. Das Modellprojekt wächst auch derzeit noch um weitere Kooperationspartner von der Sparkasse Westmünsterland-Ost bis hin zum Bistum Münster und einer Wohngruppe mit Geflüchteten weiter.

Als Betreiberin der ZUE Münster koordiniert die Bezirksregierung Münster das Modellprojekt Integration in enger Partnerschaft mit dem Polizeipräsidium Münster. Mit dem innovativen Ansatz wurde das bereits bestehende Angebot in der ZUE ausgeweitet und um weitere berufs- und integrationsvorbereitende Angebote ergänzt. Hierzu bringen sich verschiedene Institutionen und Organisationen aus der Region mit innovativen Teilprojekten tatkräftig ein. 

Gemeinsam bieten die vielen Projektpartner:innen mit ganz unterschiedlichen Projekten einen bunten Mix, um Integration und Teilhabe der Bewohner:innen der ZUE weiter zu unterstützen und auch die Tür zur Beschäftigung ein Stück weiter zu öffnen. Die Beteiligten freuten sich über das große Interesse der Ministerin. 

Außerdem wurde der Ministerin das Modellprojekt der Regionalen Rückkehrkoordinationsstelle der Bezirksregierung Münster zur besseren Erkennung ausländischer Mehrfach- und Intensivstraftäter vorgestellt. Ziel der hierfür eigens in der Bezirksregierung Münster entwickelten Datenbank ist es, solche Straftäter nicht nur besser zu erkennen, sondern auch schnellstmöglich die Rückführungsmöglichkeiten in deren Herkunftsländer einzuordnen, um so effektiver rückführen zu können. 

Die Ministerin zeigte sich von beiden Projekten begeistert: „Das sind zwei wichtige Modellprojekte des Landes Nordrhein-Westfalen. Wir wollen die Chancen auf Integration der Menschen, die zu uns gekommen sind, weiter verbessern. Dafür brauchen wir vor Ort gute Netzwerke, Angebote und Begegnungen. Das Modellprojekt in der ZUE Münster geht dazu auf die Bedürfnisse der Geflüchteten ein und hält eine Vielzahl guter Angebote bereit, damit Integration schneller gelingen kann. Ein tolles Projekt mit Modellcharakter auch für andere Landeseinrichtungen, das Vertrauen und Perspektiven schafft. Genauso wichtig ist die noch engere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, um schwere Straftäter zu erkennen und zurückzuführen.“

Regierungspräsident Andreas Bothe betonte bei dem Besuch, welches Potenzial er in beiden Modellprojekten sieht: „Beide Modellprojekte sind aus meiner Sicht auch echte Vorzeigeprojekte. Zum einem geht es um frühestmögliche Integration, zum anderen geht es um die Sicherheit in unserem Land. Eine Ausweitung der Projekte über den Regierungsbezirk hinaus ist daher absolut wünschenswert.“

Dem pflichtete auch die Polizeipräsidentin von Münster, Alexandra Dorndorf, bei und ergänzte: „Beide Projekte sind wegweisend. Sie zeigen, dass staatliche Stellen an einem Strang zieht und drängende Themen lösen. Wir sorgen hier vor Ort für konkrete Lösungen in Sachen Integration und Rückführung. Das ist gelebte Netzwerkarbeit zum Wohle der Region und ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag“, so Dorndorf.