SPLINT – ein digitales Tool zur Förderplanung
Schüler:innen in NRW haben ein im Schulgesetz verankertes Recht auf individuelle Förderung. Eine sorgfältige Lern- und Entwicklungsplanung bildet die Grundlage, insbesondere für Schüler:innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Ihre Förderpläne werden gemeinsam im Klassenteam entwickelt und regelmäßig mit den Lernenden und ihren Sorgeberechtigten abgestimmt. Die Ziele werden kontinuierlich überprüft und angepasst, um den Fortschritt sichtbar zu machen.
Im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen wurde die digitale Förderplanungssoftware SPLINT in einem zweijährigen Pilotprojekt erprobt. 512 Schulen und rund 9.000 Lehrkräfte nahmen daran teil. SPLINT wurde durch Arbeitsgruppen aus der Praxis, Lehrkräfteausbildung und Forschung weiterentwickelt. Die Technische Universität Dortmund begleitete die Forschung zur Nutzung von SPLINT.
Die Ergebnisse zeigen, dass SPLINT die Erstellung individueller Förderpläne erleichtert, die Zusammenarbeit fördert und die Nachvollziehbarkeit schulischer Förderprozesse erhöht. Herausforderungen bestehen in zeitlichen und technischen Rahmenbedingungen sowie in der Notwendigkeit niederschwelliger Schulungen.
Im Herbst 2025 wurde die Kooperation mit SPLINT für die Bezirksregierungen Münster und Arnsberg verlängert. Schullizenzen sind für weitere vier Jahre zugesagt und die inhaltliche Entwicklung von SPLINT wird durch eine weitere Pilot-Phase des Ministeriums für Schule und Bildung NRW unterstützt. Der Prozess wird von der Technischen Universität Dortmund evaluiert.