Regierungspräsident Bothe besucht deutsch-niederländische Gedenkstättenfahrt
Gemeinsames Erinnern über Grenzen hinweg
Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus kennt keine Grenzen – im Gegenteil: Es verbindet, schafft Zusammenhalt und fördert den Dialog. Im Rahmen einer gemeinsamen Gedenkstättenfahrt haben die beiden Niederländisch-Kurse der Jahrgangsstufe 10 der Anne-Frank-Realschule Ahaus zusammen mit ihrer Partnerklasse des Assink Lyceums Haaksbergen den niederländischen Ort Aalten besucht.
Die grenzüberschreitende Fahrt stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Erinnerns und des interkulturellen Austauschs. Begleitet wurde die Gruppe dabei auch von Regierungspräsident Andreas Bothe, der vor Ort das Gespräch mit den Schüler:innen suchte und die Bedeutung des Projekts hervorhob.
„Diese Partnerschaft zwischen beiden Schulen zeigt eindrucksvoll, wie Begegnung, gemeinsames Lernen und Erinnerungsarbeit über Grenzen hinweg gelingen können. Gerade in einer Zeit, in der Frieden und Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit sind, ist es umso wichtiger, dass junge Menschen gemeinsam Geschichte erleben, voneinander lernen und sich aktiv mit den Werten von Toleranz und Demokratie auseinandersetzen,“ betonte Andreas Bothe während der Begrüßung der Schulklassen.
Im Anschluss besichtigten die Schüler:innen gemeinsam mit dem Regierungspräsidenten das Onderduikmuseum. Das Geschichtsmuseum thematisiert den Widerstand und das Leben untergetauchter Menschen während des Zweiten Weltkriegs und gilt als wichtiger Lernort für historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in den Niederlanden.
Anschließend folgte ein gemeinsamer Rundgang durch Aalten mit Stationen an der Synagoge sowie am symbolträchtigen Anne-Frank-Baum. Besonders beeindruckend: Ob auf Deutsch, Niederländisch oder Englisch – die Jugendlichen tauschten sich selbstverständlich über Themen wie Frieden, Toleranz und gegenseitigen Respekt aus.
Hintergrund Schulfahrten
Die Koordinierungsstelle der Bezirksregierung unterstützt Schulfahrten in die Niederlande, in der sie Schulpartnerschaften vermittelt und Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigt. Sie hilft bei der Beantragung von Fördergeldern zur Finanzierung von Vorhaben und Projekten bei der Taalunie.
Die grenzüberschreitende Gedenkfahrt fand nach 2025 nun bereits zum zweiten Mal in dieser Form statt. Für das partnerschaftliche Projekt und die langjährige grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurden beide Schulen zu Beginn des Jahres mit dem „People-to-People-Euregio-Preis“ des Präsidiums der EUREGIO ausgezeichnet.