Bezirksregierung
Münster

„Münsterland ist Klimaland“: Die Energiewende als Haushaltschance für die Kommunen

Gemeinsame Veranstaltung von Bezirksregierung Münster, Münsterland e.V. und NRW.Energy4Climate

„Münsterland ist Klimaland“: Die Energiewende als Haushaltschance für die Kommunen

Münster. Die Energiewende als Haushaltschance – Mehr Wertschöpfung für Kommunen. So lautete der Name der heutigen (12. Juni) Veranstaltung der Initiative „Münsterland ist Klimaland“, zu der die Bezirksregierung Münster, der Münsterland e.V. und die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz NRW.Energy4Climate die Leitungen der Kommunal- und Kreisverwaltungen aus dem Münsterland in das Marga-Spiegel-Haus der Bezirksregierung eingeladen haben. Die in zwei Blöcke aufgeteilte Informationsveranstaltung stieß auf großes Interesse und zeigte den Teilnehmenden Chancen auf, wie man durch systematische Einsparungen in kommunalen Liegenschaften sowie beim Ausbau der erneuerbaren Energien finanzielle Potenziale für den kommunalen Haushalt und auch für die regionale Wertschöpfung entwickeln kann.

12.06.2026

„Gerade in diesen Zeiten, in denen die meisten Kommunen sich den Herausforderungen einer enorm angespannten Haushaltslage stellen müssen, gilt es Einsparpotenziale zu fördern und zu fordern. Das hierbei gerade eine nachhaltige Energieversorgung auch als bedeutender Wirtschaftsfaktor ein Lösungsbaustein sein kann, ist natürlich eine Win-Win-Situation“, sagte Regierungspräsident Andreas Bothe bei seiner Begrüßung. Nachhaltige Energieversorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien seien ein Gewinn für Umwelt und Klima sowie dann gegebenenfalls auch für die kommunalen Finanzen, so Bothe weiter. 

Diesen Faden des Regierungspräsidenten nahm auch der Vorstand des Münsterland e.V., Andreas Grotendorst, mit seinem Statement auf und betonte: „Unsere Initiative ‚Münsterland ist Klimaland‘ zeigt, dass wir Wirtschaftspolitik und Klimaschutz lokal zusammen denken müssen. Durch enge regionale Zusammenarbeit machen wir die Energiewende zu einer Haushaltschance, die knappe Kassen entlastet und neue Wertschöpfung vor Ort schafft.“ 

Christian Mildenberger, Geschäftsführer der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz NRW.Energy4Climate, hob hervor: „Kommunen können maßgeblich von Energiewende- und Klimaschutzprojekten profitieren. In Nordrhein-Westfalen, aber vor allem im Münsterland, zeigen bereits zahlreiche Städte, wie das geht. Dabei kommt es vor allem darauf an, die vor Ort vorhandenen Potenziale effektiv zu nutzen. Als Landesgesellschaft unterstützen wir Kommunen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren, um Projekte zeitnah und erfolgreich umsetzen zu können für mehr Klimaschutz und bessere kommunale Haushalte.“ 

Nach einem kurzen Einführungstalk, der aufzeigte, wie wichtig es ist, die Energiewende auch in Zeiten knapper Haushaltskassen zu gestalten, startete der erste Block der Veranstaltung. Wie Haushalte durch ein schlaues Energiemanagement und der damit verbundenen Senkung der Energiekosten entlastet werden können, zeigten den Teilnehmenden Maria Pantiou und Christian Tögel von der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate auf. 

Christoph Grotholtmann von der Stadt Greven erklärte an deren eigenem Beispiel, wie energieautarke Kläranlagen ein Hebel mit großer Wirkung für kommunale Energieeinsparungen sein können. 

Im zweiten Block ging es nach einer kurzen Pause dann zunächst darum, wie kommunale Wärmenetze finanziert werden können. Anschließend referierten Gesche Ahmann von der Gemeinde Ascheberg und Ralf Marpert vom energieland2050 e.V. darüber, wie die regionale Wertschöpfung durch unternehmerische Beteiligungen und durch Bürgerwind dauerhaft profitieren kann.

Die Veranstaltung endete mit einem Austausch der Beteiligten untereinander. Die Teilnehmenden fühlten sich am Ende bestärkt darin, auch in Zukunft auf nachhaltige Energieversorgung zu setzen und die Energiewende weiter voranzutreiben. Vor allem wenn dadurch sogar die kommunalen Finanzen verbessert werden können.