Bezirksregierung
Münster

Haushalte 2026 der Kreise, kreisfreien Städte und Kommunen

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Haushalte 2026 der Kreise, kreisfreien Städte und Kommunen

Die Kommunalaufsicht bei der Bezirksregierung Münster trägt dafür Sorge, dass Kommunen im Regierungsbezirk ihre Selbstverwaltung im Rahmen des geltenden Rechts ausüben. Die Schwerpunkte der Kommunalaufsicht liegen in der Allgemeinen Kommunalaufsicht und der Finanzaufsicht.

05.03.2026

Die Bezirksregierung Münster prüft im Rahmen der Finanzaufsicht haushaltsrechtliche Satzungen und Sicherungskonzepte.

Die Behörde ist zuständig für die Überprüfung der Haushalte der Kreise Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf sowie für die drei kreisfreien Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Münster. 

Die Pressemitteilungen zu den einzelnen Haushalten werden nach Abschluss der Prüfungen an dieser Stelle gesammelt veröffentlicht:

Pressemitteilung vom 05.03.2026

Bezirksregierung Münster bestätigt Haushalt des Kreises Warendorf

Münster/Kreis Warendorf. Der Haushalt 2026 des Kreises Warendorf wurde von der Bezirksregierung Münster geprüft und der beschlossene Hebesatz der allgemeinen Kreisumlage in Höhe von 36,3 Prozent genehmigt. Der Hebesatz der Jugendamtsumlage wurde auf 21,0 Prozent festgesetzt.

Gesamterträgen in Höhe von 650,241 Millionen Euro stehen Gesamtaufwendungen in Höhe von 651,291 Millionen Euro gegenüber. Nach Abzug eines globalen Minderaufwandes in Höhe von 1,0 Millionen Euro ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von rund 49.700 Euro.

Durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage ist der Haushalt dennoch fiktiv ausgeglichen. Auch für das Haushaltsjahr 2026 hat der Kreis entschieden, seine Ausgleichsrücklage in Anspruch zu nehmen, um die kreisangehörigen Kommunen zu entlasten. Wie in den vergangenen Haushaltsjahren ist die Eigenkapitalausstattung des Kreises sehr gering. Ab dem Jahr 2027 ist daher kein weiterer Fehlbetrag eingeplant, um einen weiteren Eigenkapitalverzehr zu vermeiden.

Ursache für die geplanten Jahresfehlbeträge sind steigende Kosten, insbesondere im Bereich Soziales – hier vor allem in der Pflege – sowie in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Zudem führen beschlossene Tarif- und Besoldungserhöhungen zu höheren Personalaufwendungen.

Positiv ist, dass der Kreis auch im Haushaltsjahr 2026 weiter investiert. Das Investitionsvolumen beträgt 44,564 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt – wie im vergangenen Jahr – auf Baumaßnahmen im Straßenbau, insbesondere im Radwegebau.