Münster/Gelsenkirchen/Recklinghausen/Herten. Die Bezirksregierung Münster begrüßt die Bewerbung der Regionen Köln und Rhein-Ruhr um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele ausdrücklich. Noch bis zum 19. April können die Bürger:innen der beteiligten Kommunen im Rahmen eines Ratsbürgerentscheids über die Bewerbung abstimmen.
Insgesamt 17 Städte in Nordrhein-Westfalen planen, im Jahr 2036, 2040 oder 2044 gemeinsam kompakte und nachhaltige Spiele auszurichten. Aus dem Regierungsbezirk Münster sind die Städte Gelsenkirchen sowie Recklinghausen und Herten Teil des Konzepts.
„Die Olympischen und Paralympischen Spiele bieten eine einmalige Chance, die Stärken unserer Region international sichtbar zu machen und gleichzeitig nachhaltige Impulse zu setzen. Nordrhein-Westfalen vereint bestehende Sportstätten, kurze Wege und eine hohe Begeisterung für den Sport – das sind ideale Voraussetzungen für zukunftsorientierte und verantwortungsvolle Spiele“, hebt Regierungspräsident Andreas Bothe hervor.
Auch Oberbürgermeisterin Andrea Henze betont: „Hand aufs Herz: Olympisches Schwimmen vor rund 60.000 Menschen in der Arena, eine olympische Kernsportart mit Turmspringen, Synchronschwimmen und Wasserball bei uns in Gelsenkirchen, erneut ein internationales Großereignis mit Gästen aus aller Welt – ist das nicht eine wunderbare Vorstellung? Und ist die Idee nicht so gut, so reizvoll, dass wir sagen sollten: Ein Versuch muss es uns wert sein. Der Weg dahin ist noch weit, aber die gemeinsame Bewerbung wird unserer Region eine positive Dynamik verleihen. Und Gelsenkirchen gibt sie die große Chance, unsere Stadt und ihre Stärken neu und optimistisch zu präsentieren.“
Schwimmen und Mountainbike im Regierungsbezirk
Für den Regierungsbezirk Münster sind konkrete Austragungsorte vorgesehen: In und rund um die VELTINS-Arena in Gelsenkirchen soll ein sogenannter Aquatics Hub entstehen, in dem die Schwimmwettkämpfe ausgetragen werden. In Recklinghausen und Herten ist die Halde Hoheward als Austragungsort für die Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen.
Die Bezirksregierung Münster sieht in der Bewerbung erhebliche Potenziale für das Land und die Region: Neben gezielten Investitionen in eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur – insbesondere in den Ausbau von Verkehrswegen, öffentlichen Mobilitätsangeboten und Sportstätten – werden auch nachhaltige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Gleichzeitig eröffnet die Ausrichtung der Spiele neue Perspektiven für den Breiten- und Spitzensport, stärkt den Tourismus und erhöht die internationale Sichtbarkeit der Region. Darüber hinaus können die Olympischen und Paralympischen Spiele den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und langfristig zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen vor Ort beitragen.