Münster. Regierungspräsident Andreas Bothe hat heute (21. Januar) einen Förderbescheid über knapp 7,3 Millionen Euro an den Rektor der Universität Münster, Prof. Dr. Johannes Wessels, überreicht. Gefördert wird damit das Projekt „MultiScale“. Die Mittel stammen aus dem EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen.
Im Rahmen des Projektes „MultiScale – Multifunktionales Biotechnikum für die Entwicklung, Optimierung und Skalierung biotechnologischer Prozesse“ soll das 27 Jahre alte Biotechnikum am Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie der Universität Münster modernisiert werden. Damit soll eine moderne Forschungsinfrastruktur für akademische Entwicklungen, wissenschaftliche Ausgründungen, Start-Ups sowie kleine und mittlere Unternehmen geschaffen werden.
„Mit der Förderung von ‚MultiScale‘ stärken wir die biotechnologische Forschung und Innovationskraft in unserer Region. Das Projekt schafft die nötige Infrastruktur für wegweisende Entwicklungen – eine Investition in die Zukunft, von der Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen profitieren“, betonte Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Bescheidübergabe in den Räumen der Universität in Münster.
Zum Hintergrund:
Durch die Modernisierung wird insbesondere die Entwicklung, Optimierung und skalierte Produktion biotechnischer Verfahren unterstützt. Ziel ist es, biotechnologische Innovationen zu fördern und die Zahl biotechnologischer Unternehmensgründungen langfristig zu erhöhen.
Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Forschungsinfrastrukturen.NRW“ aus den EFRE/JTF-Fördermitteln vom Land NRW und der Europäischen Union mit einem Fördersatz von 90 Prozent unterstützt. Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten liegen bei knapp 8,1 Millionen Euro.
Der Aufruf „Forschungsinfrastrukturen.NRW“ zielt darauf ab, das umsetzungsorientierte Forschungs- und Innovationspotenzial sowie die anwendungsorientierte Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu erhöhen. Gefördert werden insbesondere Vorhaben, die einen Beitrag zu den großen Transformationsprozessen und gesellschaftlichen Herausforderungen leisten.
Die Europäische Union und das Land NRW unterstützen mit dem Aufruf eine breite Gruppe von Akteuren, darunter Forschungseinrichtungen, kleine und mittlere Unternehmen, kommunale Unternehmen, Kammern, Vereine und Stiftungen.