Bezirksregierung
Münster

Neujahrsempfang des Regierungspräsidenten

Neujahrsempfang 2026

Neujahrsempfang des Regierungspräsidenten

Münster. Rund 250 geladene Gäste sind am heutigen Vormittag (8. Januar 2026) zum traditionellen Neujahrsempfang von Regierungspräsident Andreas Bothe in die Bezirksregierung Münster am Domplatz gekommen. Unter den Gästen befanden sich Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kirche, Justiz, Hochschule, Presse, Militär und der Zivilgesellschaft. 

08.01.2026

Zu Beginn begrüßte Andreas Bothe die anwesenden Gäste und wünschte allen ein friedliches und gesundes neues Jahr. Er gratulierte den im September neu gewählten beziehungsweise wiedergewählten Mandatsträger:innen und hob die Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit hervor. 

Anschließend nahm der Regierungspräsident Bezug auf die ersten Tage des neuen Jahres, die bereits von internationalen Krisen geprägt seien. Die jüngsten Ereignisse in Venezuela und der großflächige Stromausfall in Berlin zeigten aus seiner Sicht gleichermaßen die Fragilität moderner Gesellschaften wie auch deren solidarische Kraft. Der Berliner Stromausfall habe deutlich gemacht, wie verletzlich kritische Infrastrukturen seien, zugleich aber auch, wie selbstverständlich Menschen einander in Ausnahmesituationen beistehen. „Im Dunkeln sind wir alle gleich – und im Dunkeln stehen wir füreinander ein“, so Andreas Bothe. Zugleich betonte er, dass Bund, Land und Kommunen gemeinsam daran arbeiteten, die Resilienz kritischer Infrastrukturen weiter zu stärken. Er dankte ausdrücklich den Einsatzkräften aus dem Regierungsbezirk Münster, die auf Anforderung des Landesinnenministers aktuell in Berlin Unterstützung leisten.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte der Regierungspräsident auf die Bedeutung des Rechtsstaats. Verfahren seien mitunter langwierig, schafften aber Akzeptanz, Transparenz und Rechtssicherheit. Gerade bei großen Infrastruktur- und Transformationsprojekten setze die Bezirksregierung Münster bewusst auf frühzeitige Information und eine intensive Beteiligung der Öffentlichkeit. Dies stärke das Vertrauen der Bürger:innen in staatliches Handeln.

Mit Blick auf die Transformation von Wirtschaft und Energie zog Andreas Bothe eine insgesamt positive Bilanz für den Regierungsbezirk Münster. Der Ausbau der erneuerbaren Energien komme deutlich voran, ebenso der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur. Gleichzeitig bleibe der Erhalt industrieller Kerne ein zentrales Ziel. „Wir wollen klimaneutral werden, wir wollen aber auch Industriestandort bleiben“, unterstrich der Regierungspräsident. Auch im Bereich Bildung zog er eine ermutigende Bilanz: Zusätzliche Lehr- und Fachkräfte, das Startchancenprogramm und Investitionen in die digitale Ausstattung der Schulen stärkten die Bildungsgerechtigkeit in der Region.

Mit Blick auf das Jahr 2026 kündigte Andreas Bothe zahlreiche Höhepunkte an, die den Regierungsbezirk überregional sichtbar machen werden. Dazu zählen die Rolle als Partnerregion Nordrhein-Westfalens auf der Grünen Woche in Berlin, der Techland-Gipfel in Münster, der NRW-Tag zum 80. Landesgeburtstag sowie internationale Begegnungen wie die Grenzlandkonferenz mit den Niederlanden. Auch die mögliche Olympiabewerbung Nordrhein-Westfalens bezeichnete er als große Chance für das Land und die Region.

Zum Abschluss seiner Rede schlug Regierungspräsident Bothe erneut den Bogen zur Weltpolitik. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 hätten die Sicherheitslage nachhaltig verändert. Antisemitismus begegne die Bezirksregierung Münster mit klarer Haltung, konkreten Maßnahmen und sichtbarer Solidarität. Zugleich bereite man sich intensiv auf neue sicherheitspolitische Herausforderungen vor – in enger Zusammenarbeit mit zivilen und militärischen Partnern.

Mit einem Appell an Zusammenhalt, Solidarität und gemeinsames Verantwortungsbewusstsein schloss der Regierungspräsident seine Ansprache: Auch wenn Krisen und Unsicherheiten blieben, brauche es gerade in schwierigen Zeiten das Miteinander. „Bleiben wir zusammen und tragen wir unseren Teil dazu bei, dass das Licht über die Dunkelheit siegt“, so Andreas Bothe.

Für den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs sorgte erneut das Blasorchester des Gymnasiums Paulinum unter der Leitung von Alfred Holtmann, während die Sternsinger der katholischen Pfarrei Liebfrauen-Überwasser in diesem Jahr unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ um eine kleine Spende baten. Als Glücksbringer für 2026 waren ebenfalls wieder Vertreter:innen der Schornsteinfegerinnung vor Ort. Der anschließende Empfang bot den Gästen Gelegenheit zum persönlichen Austausch in zuversichtlicher Atmosphäre.

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