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Approbationen


FAQ – Häufig gestellte Fragen

Verfahren


Zuständigkeit

Die Bezirksregierung Münster ist für die Bearbeitung eines Antrages auf Erteilung der Approbation zuständig, wenn Sie beabsichtigen in Nordrhein-Westfalen ärztlich, zahnärztlich oder pharmazeutisch tätig zu werden und dies entweder durch eine Stellenzusage oder analoge plausible Angaben nachweisen können.

Sie befinden sich im Inland bzw. Ausland und haben noch keine Stellenzusage, keine Hospitationszusage oder keinen Wohnsitz seit mindestens drei Monaten in Nordrhein-Westfalen, dann wenden Sie sich bitte an die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA), damit von dort ein Standortvermerk gefertigt werden kann.

Die ZSBA erreichen Sie unter der E-Mail-Adresse: recognition@arbeitsagentur.de. Die ZSBA hat folgende Aufgaben:

Sie befinden sich im Ausland und haben Fragen zur Einreise und zur Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen, dann wenden Sie sich bitte an die Zentralstelle Fachkräfteeinwanderung Nordrhein-Westfalen (ZFE NRW).

Die Website der ZFE NRW finden Sie unter www.zfe.nrw.de.

Per E-Mail ist die ZFE NRW unter zfe@bezreg-koeln.nrw.de erreichbar.

Wichtig: Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland dürfen Sie nur ein Antragsverfahren auf Erteilung der Approbation betreiben. Sofern Sie beabsichtigen das Antragsverfahren in einem anderen Bundesland fortzuführen, ist das laufende Antragsverfahren zunächst zu beenden und die dann zuständige Behörde über etwaige frühere Approbationsverfahren zu informieren.


Bearbeitungsfristen

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben ist dem Antragsteller binnen eines Monats der Antragseingang und der Empfang der Unterlagen zu bestätigen. Gleichzeitig ist ihm mitzuteilen, welche Unterlagen fehlen. Im Rahmen der weiteren gesetzlichen Vorgaben wird, nach Vorlage aller für die Entscheidung über den Antrag erforderlichen Unterlagen, möglichst schnell über Ihren Antrag entschieden. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Anträge in der Regel in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet werden.


Gebühren

Für die Entscheidung über die Approbation wird eine Gebühr zwischen 150 und 1.000 Euro erhoben.

Die Höhe der Gebühr richtet sich im konkreten Einzelfall nach dem Verwaltungsaufwand, der bei der Bearbeitung des Antrages anfällt. Ich bitte aus dem vorgenannten Grund, die Unterlagen vollständig vorzulegen. Sofern kopierte Unterlagen auf Ihre Übereinstimmung mit Ihren Originalen überprüft werden müssen bzw. hier Fotokopien vorgenommen werden müssen, sind dafür 0,50 Euro pro Seite zu berechnen.
Für die Erstellung eines Gutachtens zur Feststellung der Referenzqualifikation, der Gleichwertigkeit der Ausbildung sowie der Echtheit von Unterlagen können gesonderte Kosten entstehen.

Für das Ablegen der Fachsprachenprüfungen und der Eignungs- und Kenntnisprüfungen werden separate Gebühren erhoben.

 

Anspruchsvoraussetzungen


Persönlich

Sie können nachweisen, dass Sie

  • sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht, aus dem sich Ihre Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufs ergibt und
  • in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des ärztlichen Berufes geeignet sind und
  • über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

Fachlich

Sie verfügen über einen

  • Abschluss der Ausbildung in der Bundesrepublik Deutschland:
    • Ärzte: 6-jähriges Medizinstudium
    • Zahnärzte: 5-jährige Gesamtausbildungszeit
    • Apotheker: 5-jährige Gesamtausbildungszeit
  • EU-konformen Abschluss der jeweiligen Ausbildung in einem anderen Mitgliedsstaat der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) oder
  • Abschluss der jeweiligen Ausbildung außerhalb der EU und des EWR, die gleichwertig mit der Ausbildung in der Bundesrepublik Deutschland ist. Der Nachweis der Gleichwertigkeit erfolgt in einem Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren (in der Regel Einschaltung eines Gutachters und Kenntnisprüfung oder Eignungsprüfung)

Sind die o.g. persönlichen und fachlichen Voraussetzungen erfüllt, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf die Erteilung der Approbation.

Haben Sie Ihren Abschluss außerhalb der EU und des EWR absolviert und fehlt eine Voraussetzung, können Sie gegebenenfalls eine Berufserlaubnis beantragen.

 

Deutschkenntnisse

Vor der Erteilung einer Approbation oder Berufserlaubnis ist der Nachweis der Allgemeinsprache und der Fachsprache zu erbringen.


Ausreichende Deutschkenntnisse

Diese beziehen sich jeweils auf die mündliche und schriftliche Allgemeinsprache und die Fachsprache, also die für die medizinische Tätigkeit notwendige Sprache.

Sie sollen sich spontan und weitestgehend fließend, insbesondere mit den Patienten und Kunden, angemessen verständigen können und komplexe Texte und Fachdiskussionen zu medizinischen Themen verstehen und wiedergeben können.


Allgemeinsprache

Grundsätzlich soll eine Prüfung über die Anforderungen der Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) nachgewiesen werden.

Nachweise hierüber sind nicht erforderlich, wenn Sie eine deutschsprachige Abschlussprüfung, Kenntnis- oder Weiterbildungsprüfung bestanden haben, Muttersprachler sind oder die Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Schule erworben haben.


 

Form der Unterlagen


Originale

Alle Unterlagen müssen im Original bzw. als amtlich beglaubigte Kopie vorgelegt werden. Einfache Kopien oder per E-Mail übersandte Dokumente sind nicht ausreichend.

Amtlich beglaubigte Kopien werden in den Bürgerbüros der Stadtverwaltungen oder von Notaren angefertigt.

Für Antragsteller, welche sich noch im Ausland aufhalten, fertigt die deutsche Botschaft im jeweiligen Land amtlich beglaubigte Kopien an (nicht Notare oder andere Behörden des jeweiligen Landes, da die Echtheit der Beglaubigung hier nicht überprüft werden kann).

Alternativ können Sie Ihre Originale auch nach Ihrer Einreise persönlich zur Ansicht gegen Rückgabe vorlegen. Bitte vereinbaren Sie hierzu einen Termin mit uns.

In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie von einer Übersendung von Originaldokumenten aus dem Ausland absehen.

Wichtiger Hinweis: Nach Abschluss des Antragsverfahrens können eingereichte Dokumente und Unterlagen nicht zurückgeschickt werden. Die Unterlagen werden hier gescannt und vernichtet. Bitte sehen Sie daher von der Übersendung von Originaldokumenten ab.


Übersetzungen

Fremdsprachlichen Unterlagen, auch wenn diese in englischer Sprache verfasst sind, muss grundsätzlich eine qualifizierte Übersetzung beigefügt werden.

Eine qualifizierte Übersetzung ist grundsätzlich eine von einem in Deutschland öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer angefertigte Übersetzung. Die Übersetzerdatenbank der Landesjustizverwaltungen finden Sie unter nachstehendem Link.

Eine im Ausland gefertigte Übersetzung kann einer qualifizierten Übersetzung gleichstehen, wenn die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik Deutschland die Richtigkeit und Vollständigkeit der Übersetzung bestätigt oder der Auslandsvertretung eine Liste zu den im Ausstellungsland anerkannten Übersetzern vorliegt und die Übersetzung von einem auf der Liste aufgeführten Übersetzer vorgenommen wurde.

Liegt Letzteres nicht vor, hat der Antragstellende vor Erteilung einer Approbation oder Berufserlaubnis eine Übersetzung von einem in Deutschland gerichtlich ermächtigten Übersetzer vorzulegen.

Eine qualifizierte Übersetzung sollte folgenden Eckpunkten entsprechen:

  • Der Übersetzer ist öffentlich bestellt und für die Sprache ermächtigt.
  • Das gesamte Dokument inklusive Apostille/ Legalisation wurde übersetzt.
  • Der Übersetzer bestätigt, dass zum Zeitpunkt der Übersetzung das Originaldokument bzw. eine amtlich beglaubigte Kopie vorlag.
  • Der Übersetzer hat die Übersetzung mit dem Originaldokument/ der amtlich beglaubigten Kopie erkennbar verbunden (z. B. durch das Anbringen eines Siegels an den Verbindungsstellen).

Echtheitsvermerke

Dokumente, welche außerhalb der europäischen Union ausgestellt wurden, sind im Einzelfall durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung zu bestätigen.

Echtheitsvermerke sind die Legalisation und die Apostille.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, welche Art von Echtheitsvermerk Sie auf Ihren Dokumenten benötigen, fragen Sie nach!

 

Kenntnisprüfung


Wie stelle ich einen Antrag zur Teilnahme an der Kenntnisprüfung für Ärzte?

Die Antragsstellung zur Teilnahme an der Kenntnisprüfung erfolgt seit dem 01.07.2020 bei der Zentralen Anerkennungsstelle für akademische Gesundheitsberufe der Bezirksregierung Münster (ZAG).

Bitte reichen Sie zusammen mit dem Antragsformular einen aktuellen und unterschriebenen Lebenslauf ein.

Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte immer an Ihre zuständige Sachbearbeitung der ZAG (zag@brms.nrw.de).

Melden Sie sich erst zur Teilnahme an der Kenntnisprüfung an, wenn Sie sich gut vorbereitet fühlen.

Sobald Sie sich zur Prüfung angemeldet haben, müssen Sie jederzeit mit einer Ladung zur Kenntnisprüfung rechnen.


Wann erhalte ich spätestens eine Ladung zu einem Prüfungstermin?

Die Ladung zur Teilnahme an der Kenntnisprüfung wird Ihnen spätestens fünf Kalendertage vor dem Prüfungstermin zugestellt (vgl. § 37 Abs. 3 S. 2 ÄApprO).


Wann erhalte ich eine Zahlungsaufforderung und wie hoch ist die Prüfungsgebühr?

Mit der Ladung zur Kenntnisprüfung werden Sie zeitgleich von der Zentralen Anerkennungsstelle für akademische Gesundheitsberufe – Kenntnisprüfung der Bezirksregierung Münster (ZAG-KP) zur Zahlung der Prüfungsgebühren aufgefordert.

Die Prüfungsgebühr für die Kenntnisprüfung für Ärzte beträgt derzeit 605,- Euro.


In welchen Fächern erfolgt die Kenntnisprüfung für Ärzte?

Sie werden in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie geprüft. Ergänzend werden immer Fragen zu den Bereichen Notfallmedizin, Klinische Pharmakologie/Pharmakotherapie, Bildgebende Verfahren, Strahlenschutz sowie Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung gestellt.


Wie ist die Prüfungskommission besetzt?

Aus organisatorischen Gründen erfolgt keine weitere Information über die Besetzung der Prüfungskommissionen am Prüfungstag.


Wann erhalte ich mein Prüfungsergebnis und wie oft kann ich die Kenntnisprüfung ablegen?

Nach der Prüfung erhalten Sie von der für Sie zuständigen Sachbearbeitung der ZAG Informationen über das Prüfungsergebnis und das weitere Verfahren.

Wenn Sie die Kenntnisprüfung nicht bestehen, kann diese insgesamt zweimal wiederholt werden.


Kann ich meinen Termin verschieben?

Terminverschiebungen, Wünsche zu Prüfungsorten sowie Änderungen des Wunschzeitraums sind grundsätzlich nicht möglich.

Bitte denken Sie daran, sich rechtzeitig auf die Prüfung vorzubereiten. Die Prüfung kann derzeit in ganz Nordrhein-Westfalen erfolgen.


Wie verhalte ich mich im Falle einer Erkrankung?

Im Falle einer Erkrankung ist der ZAG-KP (zag-kp@brms.nrw.de) unverzüglich und ohne weitere Aufforderung eine ärztliche Bescheinigung zum Nachweis der vorgetragenen Erkrankung einzureichen.

Das Attest muss eine genaue Diagnose der vorgetragenen Erkrankung beinhalten und sollte auch dazu Stellung nehmen, welche Auswirkungen die diagnostizierte Erkrankung konkret auf Ihre Prüfungsfähigkeit am Prüfungstag aus ärztlicher Sicht gehabt hat bzw. haben wird, damit der ZAG-KP eine endgültige Entscheidung ermöglicht wird.

Melden Sie sich am Prüfungstag wegen Krankheit vom Prüfungstermin ab, haben Sie das ärztliche Attest (s.o.) per Fax (+49251/82400) der ZAG-KP unverzüglich vorzulegen und eine Telefonnummer, unter der Sie persönlich erreichbar sind, zu benennen.

Wenn sich Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer oder Ihre E-Mail-Adresse ändert, informieren Sie die ZAG-KP und Ihre zuständige Sachbearbeitung der ZAG bitte sofort. Anderenfalls kann es zu vermeidbaren Mahnkosten kommen.


Wie verhalte ich mich im Falle einer Schwangerschaft?

Im Falle einer Schwangerschaft haben Sie an der Prüfung teilzunehmen, es sei denn Sie befinden sich am Prüfungstag im Mutterschutz. In welchem Zeitraum der Schwangerschaft Sie sich befinden weisen Sie bitte mit einer Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin nach. Möchten Sie, obwohl Sie sich im Mutterschutz befinden an der Prüfung teilnehmen, schicken Sie bitte eine Bescheinigung einer Fachärztin/eines Facharztes für Gynäkologie, dass Sie trotz Mutterschutz an der Prüfung teilnehmen können.


Findet mein Prüfungstermin in Verbindung mit der Corona-Pandemie statt?

Pandemie informieren möchten, finden Sie weitere Informationen hier:

 

Weitere Informationen zur Kenntnisprüfung entnehmen Sie bitte folgendem Merkblatt:

 

Verschiedenes


Konformitätsbescheinigung

Bescheinigung der zuständigen Behörde des Studienlandes, dass die abgeschlossene Ausbildung den Mindestanforderungen des Art. 24 der Richtlinie 2005/36/EG des Rates vom 07.09.2005 in der jeweils gültigen Fassung (Berufsanerkennungsrichtlinie) entspricht.


Erworbene Rechte

Sind die Mindestanforderungen des Art. 24 der Richtlinie 2005/36/EG nicht erfüllt, so ist die Vorlage einer Bescheinigung der zuständigen Behörde des jeweiligen Staates notwendig, aus der sich ergibt, dass während der letzten fünf Jahre mindestens drei Jahre lang ununterbrochen, tatsächlich und rechtmäßig der Beruf in einem europäischen Staat in Vollzeit ausgeübt wurde (Art. 23 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG).


Äquivalenzbescheinigung

Bescheinigung der zuständigen Behörde, aus der sich ergibt, dass die Ausbildungsnachweise in dem jeweiligen Hoheitsgebiet die gleiche Rechtsgültigkeit hinsichtlich des Zugangs zum Beruf und dessen Ausübung haben, wie die in diesem Hoheitsgebiet erworbenen Ausbildungsnachweise.

Für Ausbildungsnachweise aus zerfallenen Staaten (z. B. ehemalige Tschecheslowakei) kommt es für die Anwendung der durch den Beitrittsvertrag eingeräumten Rechte im Wesentlichen auf eine dreijährige Tätigkeit im Hoheitsgebiet des Nachfolgestaates (z. B. Tschechische Republik und Slowakei) an.


Identitätsnachweis

In der Regel wird die Identität einer Person durch die Vorlage eines gültigen amtlichen Personaldokuments, mit dem die Pass- und Ausweispflicht in Deutschland erfüllt wird (Pass, Personalausweis, Pass- oder Ausweisersatz), belegt.

Bei Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines Vertragsstaates, dem Deutschland und die Europäische Gemeinschaft oder Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben, (Europäische Staaten) reicht in der Regel die Vorlage einer Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses aus.

Daten die nicht zur Identifizierung benötigt werden, sollen auf der Kopie geschwärzt werden. Dies gilt für die aufgedruckte Zugangs- und Seriennummer.

Zusätzliche Informationen

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

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