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Regierungs­sekretär­anwärter/in (Verwaltungs­wirt/in)


Theorie und Praxis im Wechsel

Regierungs­sekretär­anwärter/in

© Bezirksregierung Münster

Seit dem 01.09.2018 bin ich nun in der Ausbildung als Regierungssekretäranwärter bei der Bezirksregierung Münster. Alles begann damit, dass mich auf verschiedene Ausbildungsstellen in Verwaltungsberufen beworben habe, zunächst in der Privatwirtschaft als Industriekaufmann. Auf die Ausschreibung der Bezirksregierung bin ich zufällig durch eine Zeitungsanzeige aufmerksam geworden, in der eine Stellenausschreibung für die Ausbildung zum Verwaltungswirt stand.

Bewerbungsverfahren

Über die Internetseite habe ich mich danach genauer zum Ausbildungsablauf informiert und nachgelesen, welche Voraussetzungen ich erfüllen muss, um mich zu bewerben. Auch wusste ich zunächst nicht, welche Aufgaben der Bezirksregierung überhaupt zugeordnet werden. Ich fand es sehr spannend, mich auf der Webseite durchzuklicken und zu sehen, wie viele unterschiedliche Bereiche bei der Bezirksregierung gebündelt werden.

Die Bewerbung lief ganz einfach über ein Onlineportal. Im Verlauf des Bewerbungsverfahrens wurde ich dann zu einem Einstellungstest und später zum persönlichen Gespräch eingeladen. Danach bekam ich sehr zeitnah eine telefonische Zusage, der dann ein schriftliches Einstellungsangebot folgte. Dieses habe ich sofort angenommen. Danach hieß es erst mal warten und jede Menge Einstellungsunterlagen ausfüllen. Und ich musste ja auch noch meinen Schulabschluss zu Ende bringen, damit ich alle Einstellungsvoraussetzungen erfülle.

Einführungswoche in der Bezirksregierung

Einen Monat vor Ausbildungsbeginn wurden wir bereits zu einer Veranstaltung der Jugend- und Auszubildendenvertretung eingeladen, auf der ich schon viele meiner jetzigen Mitstreiter kennenlernen konnte. In der Einführungswoche lernten wir dann die anderen Azubis und Anwärter des Einstellungsjahrgangs 2018 kennen und trafen unseren Vorgängerjahrgang.

Uns wurden die verschiedensten Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche der BRMS gezeigt und wir durften unsere Vorgänger ausfragen. Dann haben wir sie einen Tag lang begleitet, um einen Eindruck von der praktischen Tätigkeit in den Dezernaten zu gewinnen Besonders der Austausch mit den RSA´17 hat uns klarer gezeigt, was uns genau erwartet.

Auch bekamen wir in dieser Woche viele Informationen, wie etwa über die Rechte und Pflichten, die mit unserer Verbeamtung verbunden sind, zum Ausbildungsverlauf und zu sonstigen wichtigen Themen (beispielsweise Korruptionsprävention).

Theoretische Ausbildung im Institut für öffentliche Verwaltung in Hilden

Unmittelbar nach der Einführungswoche startete unser erster Unterrichtsblock in Hilden.

Das dortige Institut für öffentliche Verwaltung ist für uns, die von der Bezirksregierung Münster kommen, unter der Woche nicht nur „Berufsschule“, sondern auch Wohnung. Da es sich nicht lohnt, täglich hin und her zu fahren, übernachten wir dort. Die Wochenenden verbringen wir zu Hause und der Unterricht ist so gelegt, dass man montags genug Zeit zur Anreise hat und freitags in der Regel früh genug die Heimreise antreten kann.

Wir erkundeten zu Beginn das Institut und die Stadt Hilden, um zu schauen, was wir mit unserer Freizeit dort anstellen können. In Hilden lernten wir auch unsere Klassenkameraden bzw. Mitanwärter der anderen Bezirksregierungen und vom LBV kennen.

Die Fächer in Hilden drehen sich im Großen und Ganzen um die verwaltungsrechtlichen Grundlagen. Auf dem Stundenplan stehen beispielsweise Allgemeines Verwaltungsrecht, Öffentliche Finanzwirtschaft, Organisation der Verwaltung, Staatsrecht, Öffentliche Betriebswirtschaftslehre, Sprache und Europarecht.

Praktische Ausbildung in der Bezirksregierung

Nach Ende des ersten Unterrichtsblocks wurde uns erst in der Bezirksregierung eine Woche zur Einführung in die benötigte IT-Technik gegeben. Uns wurde u.a. die Anwendung von Microsoft Office, OKE, Skype und DOMEA (das ist die aktuelle Anwendung für die Digitale Akte) gezeigt. Auch so simple Dinge wie das Zusammen­bauen der Headsets standen auf dem Stundenplan.

Meinen ersten Praxisabschnitt mit dem Oberthema „Geschäftsablauf“ durfte ich dann im Dezernat 20 -Unterbringung von Flüchtlingen- absolvieren.

Dort wurde ich super freundlich empfangen und allen vorgestellt. Ich konnte jederzeit alles fragen und durfte an allen Besprechungen oder gemeinsamen Pausen teilnehmen. Da in dem Zeitraum einige Kontrollen in Flüchtlingsunterkünften anstanden, wurde ich auch mit auf Dienstreisen genommen.

Zum größten Teil habe ich mit meiner Ausbilderin zusammengearbeitet, die sich viel Zeit genommen hat, mir alle Zusammenhänge zu verdeutlichen, so dass ich nach einiger Zeit auch schon eigenständig arbeiten konnte. Bei Fragen stand aber quasi jeder im Dezernat als Ansprechpartner zur Verfügung und hat mir weitergeholfen. Auch andere Sachbearbeiter haben mir hin und wieder etwas aufgetragen und diese Aufgabe nachher gemeinsam mit mir besprochen.

Zusätzlich haben wir auch eine Woche die zentralen Dienste –Dezernat 12– näher kennengelernt. Passend zum Thema Geschäftsablauf durchliefen wir die Poststelle, das Gebäudemanagement sowie das Veranstaltungsmanagement.

Zwischenprüfungen

Nach dem PA1 ging es für uns nun zurück zum IöV Hilden. Dieses Mal standen Zwischenprüfungen zum Ende des Unterrichtsblocks an. Zehn Tage vor der ersten Prüfung wurde uns mitgeteilt, in welchen vier Fächern wir die Zwischenprüfungen schreiben.

An vier Prüfungstagen haben wir dann in den Fächern Ordnungsrecht, Öffentliche Finanzwirtschaft, Beamtenrecht und Organisation der Verwaltung geschrieben. Die Ergebnisse werden erst im Mai erwartet, eine lange Wartezeit für so wichtige Prüfungen.

Interessante Praxisabschnitte

In der Woche darauf startete für mich dann der zweite Praxisabschnitt mit dem Schwerpunkt „Beihilfe und Reisekosten“. Im Dezernat 23 –Beihilfe– bekam ich dann zuerst eine Einweisung in die Tätigkeiten des Dezernates und den Bereich, den meine Ausbilder bearbeiten.

Mittlerweile bearbeite ich weitestgehend allein Beihilfeanträge meiner Ausbilder und wir besprechen diese anschließend. Natürlich kommen zwischendurch immer wieder neue Fragen auf, aber die werden mir hier jederzeit gerne beantwortet.

Weil der zweite Praxisabschnitt unterteilt ist, werde ich in ein paar Wochen in die Reisekostenabteilung des Dezernates 12 –Zentrale Dienste– wechseln.

Fazit

Nach einem guten halben Jahr bei der Bezirksregierung kann ich sagen, dass es für mich persönlich eine sehr gute Entscheidung war, hier die Ausbildung zu beginnen.
In jedem Abschnitt geht es um einen anderen Fachbereich und ich habe viele nette Kollegen kennengelernt, die mir weiterhelfen, falls ich mal etwas noch nicht weiß.
Durch den Austausch mit meinen Mitanwärterinnen und -anwärtern und die gemeinsame Zeit in Hilden sind wir zu einer guten Gruppe geworden. Der Unterricht in Hilden bietet die entsprechende Grundlage, um in der Praxis arbeiten zu können.

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