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1.1 On Tour
„Tschestita Baba Marta!“ – Auf der Suche nach Bulgariens Traditionen


Grußwort Werner Jostmeier, Honorarkonsul

Werner Jostmeier

Werner Jostmeier Honorarkonsul der Republik Bulgarien für das Land Nordrhein-Westfalen © Werner Jostmeier

Werner Jostmeier
Honorarkonsul der Republik Bulgarien für das Land Nordrhein-Westfalen

Liebe Schülerinnen und Schüler,

ganz toll finde ich es, dass sich der diesjährige Schülerwettbewerb mit Bulgarien befasst. Als ich Schüler war, war Bulgarien Teil des kommunistischen Machtbereiches, für uns irgendein Land irgendwo im Osten. Besuchen durfte man es nicht. Dabei wissen wir heute: „Bulgarien bietet so viel mehr als Sonne, Strand und Meer.“ Neben dem antiken Griechenland und dem antiken Italien gibt es kein Land in Europa, das so viele historische Zeugnisse zu bieten und unsere Kultur so sehr mitgeprägt hat wie Bulgarien. Nur zwei Bespiele: das Gold der Thraker, die Kyrillische Schrift.

Jahrhundertelang war Bulgarien durch fremde Mächte besetzt. Dennoch konnten, nicht zuletzt auch durch das Kloster Rila, das Ihr auf Eurer „Reise“ ebenfalls besucht, die bulgarische Kultur, die Religion, die Schrift und damit die bulgarische Identität überleben.

Die Beschäftigung mit Bulgarien ist auch deshalb so lohnend, weil gerade wir Deutschen viele familiäre und historische Verbindungen zu Osteuropa und seinen Kulturen haben. Fragt mal in Eurer Verwandtschaft und Nachbarschaft: Jeder vierte Einwohner von NRW, also 25 %, haben ihre familiären Wurzeln im heutigen Osteuropa. Und aktuell: Hunderte von Kleinunternehmen und Tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Spargelernte, in der Fleischindustrie, der Pflege oder im Transportgewerbe kommen aus Osteuropa und Bulgarien. Hier gibt es zahlreiche Begegnungen, sicherlich aber auch noch Probleme, die auf eine gemeinsame Lösung warten.

Gerne erwähne ich: Wir Deutschen sind in Bulgarien gut angesehen. Das hängt mit der Geschichte zusammen und mit den aus Deutschland stammenden bulgarischen Königen und Zaren und mit unseren „Dichtern und Denkern“. Vor allem aber hängt es mit dem Bildungssystem, dem Krankenhauswesen und den guten wirtschaftlichen Kontakten zusammen. Deutschland hat sich dafür stark gemacht, dass Rumänien und Bulgarien seit dem 01.01.2007 zur Europäischen Union gehören. Und die EU ist die wertvollste und erfolgreichste Friedensbewegung aller Zeiten. Nach wie vor ist die Zustimmung zur EU in Bulgarien überdurchschnittlich groß.

Liebe Schülerinnen und Schüler, geht auf eine spannende Entdeckungsreise. Danke den Lehrerinnen und Lehrern, die Euch dabei begleiten. Gerne stehe ich Euch für Gespräche oder sonstige Projekte zur Verfügung. Viel Freude bei der Beschäftigung mit dem schönen Land Bulgarien!

Herzliche Grüße 
Euer

Werner Jostmeier

Projekt für die Jahrgangsstufen 1 – 7

Wisst Ihr eigentlich, welche Bedeutung der Baba Marta-Tag in Bulgarien hat? Nein? Dann lasst es Euch kurz erklären! Der Baba Marta-Tag wird am ersten Sonntag im März in ganz Bulgarien gefeiert. Es ist eine Art Karneval, um Baba Marta (Oma März) fröhlich zu stimmen. Ihr müsst wissen, dass Baba Marta eine launische Person und für das Wetter in Bulgarien verantwortlich ist.

Der Sage nach haben Baba Martas Brüder, der große und der kleine Sechko (Januar und Februar), in ihrer Tasche herumgewühlt und ihren ganzen Wein ausgetrunken. Das macht Baba Marta jedes Mal wütend, wenn sie nur daran denkt, und dann wird das Wetter schlecht. Aber Baba Marta liebt ihre Brüder über alles und verzeiht ihnen, wenn sie sie mit einem besonders schönen Geschenk fröhlich stimmen.

Jetzt seid Ihr dran. Es geht für Euch darum, in die Rolle der Brüder zu schlüpfen und Baba Marta zu besänftigen. Dabei sind die „Martinizi“, kleine rot-weiße Püppchen, besonders wichtig. Schließlich soll doch im Sommer die Sonne scheinen.

Eure Aufgaben

Jahrgangsstufen 1– 4

  1. Zeichnet oder malt die Erzählung von Baba Marta und ihren Brüdern in mindestens vier Bildern.
  2. Bastelt ein schönes „Martinizi“, das Baba Marta fröhlich macht. Achtet dabei auf die Farben.

Jahrgangsstufen 5 – 7

Zur Bearbeitung Eurer Aufgaben benötigt Ihr eine Umrisskarte Bulgariens. Ihr erhaltet diese auf Anfrage per E-Mail an schuelerwettbewerb@brms.nrw.de oder mit Hilfe der Postkarte am Ende dieser Broschüre von der Bezirksregierung Münster.

  1. Verwandelt die Umrisskarte Bulgariens in eine lebendige Karte.
    1. Benennt und kennzeichnet alle Nachbarstaaten Bulgariens in der Karte.
    2. Benennt, markiert und bebildert drei Großstädte Bulgariens in der Karte.
    3. Zeichnet zwei Gebirge in die Karte ein.
  2. Erläutert die bulgarische Tradition des „Baba Marta-Tages“, indem Ihr beschreibt, wie dieser gefeiert wird und welche Bedeutung die „Martinizi“ dabei haben.
  3. Schmückt zwei Gegenstände Eurer Wahl (z. B. Tisch, Bank, Baum...), um Baba Marta fröhlich zu stimmen. Sendet Fotos davon ein.

Fachbereiche

Sachunterricht, Erdkunde, Deutsch, Kunst, Textilgestaltung (auch fächerübergreifend)

Arbeitsformen

Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten, Partnerarbeiten

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

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