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Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergibt einen Förderbescheid für das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Münsterland.

Es freuten sich über die Landesförderung für das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Münsterland: (v.l.) Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Präsident HWK Münster Hans Hund und Projektleiterin Claudia von Diepenbroick-Grüter. © Bezirksregierung Münster


19.12.2019
Landesförderung für „Kompetenzzentrum Frau und Beruf Münsterland“

Münster. Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat heute (19.12.) dem Präsidenten Hans Hund der Handwerkskammer Münster einen Zuwendungsbescheid von rund 756.000 Euro überreicht. Mit den Fördermitteln wird die Handwerkskammer gemeinsam mit dem Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) ein „Kompetenzzentrum Frau und Beruf Münsterland“ errichten.

 „Frauen betrachten meist den gleichen Sachverhalt aus einem anderen Blickwinkel und bereichern damit jedes Unternehmen. Dieses wertvolle Potenzial darf gerade zu Zeiten von einem massiven Fachkräftemangel nicht unberücksichtigt gelassen werden. Ich finde es wichtig, dass das Kompetenzzentrum sich dafür einsetzt, die Vorteile von Frauen in Unternehmen aufzuzeigen“, sagt Regierungspräsidentin Feller.

Das Projekt wird mit Mitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 336.000 Euro und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit weiteren 420.000 Euro gefördert. Es wird in der Zeit vom 1.Januar .2020 bis 30. April 2022 umgesetzt. Insgesamt decken 16 Kompetenzzentren alle Regionen des Landes Nordrhein-Westfalen ab.

Das Zentrum will kleine und mittlere Betriebe dabei unterstützen eine familien- und frauenfreundliche Personalpolitik zu etablieren, um sich für weibliche Auszubildende und Arbeitnehmerinnen attraktiv aufzustellen. Die Kompetenzzentren beraten kleine und mittlere Unternehmen dabei, weibliche Fachkräfte zu gewinnen und an sich zu binden, geben Tipps zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und helfen, die Potenziale der Frauen im Unternehmen weiterzuentwickeln. Nicht nur die Betreibe, sondern auch regionale Akteure sollen miteinander in Kontakt kommen und durch Informationen und Hilfestellungen unterstützt werden. Geplant sind vier Teilprojekte: Bilder ändern - Unternehmen wandeln, MINT 4 Mädchen, Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen für eine gute Vereinbarkeit von Familie/ Pflege sowie Talentpool/ Sensibilisierung von angehenden und jungen Akademikerinnen für KMU im Münsterland.

Die Projekte im Detail:

1.       Bilder ändern - Unternehmen wandeln

Oberstes Ziel dieses Projektes ist es, die Betriebe dafür zu sensibilisieren, mehr frauenfördernde Maßnahmen zu etablieren. Zunächst wird in frauentypischen und – untypischen Betrieben analysiert, welche Vorurteile in den Betrieben vorhanden sind, Frauen nicht einzustellen und oder nicht besonders auf Frauen einzugehen. Auf Grundlage dieser Analyse sollen Maßnahmen und Instrumente entwickelt werden, die die Kontraargumente außer Kraft setzen oder sie relativeren. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit in den Sozialen Netzwerken sollen erfolgreiche Frauen als Vorbilder gezeigt werden. Zudem werden frauenfreundliche Betriebe im Münsterland für Ihr Engagement und ihren Vorbild-Charakter ausgezeichnet.

2.       MINT 4 Mädchen

Frauen in männertypischen Handwerksberufen haben meist mit Rollenklischees zu kämpfen – gegenüber den männlichen Kollegen und auch unter den Frauen und Mädchen selber. Diese Rollenbilder und Klischees sollen aufgezeigt und in Form von Workshops für kleine und mittlere Unternehmen bekämpft werden. Um Mädchen mehr Ausbildungsmöglichkeiten sind neben Eltern und Schulen auch die Betriebe gefragt, Kooperationen zu suchen und Mädchen Praktika anzubieten.

3.       Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen für eine gute Vereinbarkeit von Familie/ Pflege

Um dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken, bemühen sich bereits viele Betriebe auch um weibliche Bewerberinnen für frauenuntypische Berufe. Mangelnde Vereinbarkeitsmöglichkeiten erschweren diese Bemühungen und bewirken, dass Frauen nach wie vor gerne in Teilzeit arbeiten. Eine familienbewusste Personalpolitik trägt besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen dazu bei, dass weibliche Fachkräfte beispielsweise nach der Geburt eines Kindes schneller wieder in den Beruf einsteigen können und generell Arbeit mit Kinderbetreuung besser vereinbaren können. Die Unternehmen werden im Rahmen dieses Projektes auch für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sensibilisiert. Veranstaltungen zu praxisrelevante Handlungshilfen und Vernetzungsmöglichkeiten helfen dabei, familienbewusste Personalpolitik zu stärken.

4.       Talentpool Akademikerinnen im Münsterland

Unternehmen sollten vermehrt auch an der Hochschule für Nachwuchs werben. Mit den Hochschulen in der Region sollen daher Ringvorlesungen initiiert werden, die von Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Mittelstand gehalten werden. Ein wichtiger Aspekt in diesem Projekt ist das Netzwerken berufstätiger Frauen. Studentinnen wird aufgezeigt, wie Netzwerke genutzt werden können, um den Karriereweg trotz Familienphase zu gehen. 

 

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