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20.11.2019
Agrarstrukturelle Analyse für Warendorf

Coesfeld/Warendorf. Auf Antrag der Stadt Warendorf wird die Bezirksregierung Münster ab Januar 2020 in einer „Agrarstrukturellen Analyse“ die Gesamtwirkungen mehrerer künftiger Einzelvorhaben für die Stadt und ihr Umland untersuchen, die sich noch nicht in förmlichen Planungsverfahren befinden, aber im politischen und öffentlichen Gespräch sind.

Dazu gehören zum Beispiel die Ortsumgehung Warendorf (B 64n), die Ortsumgehung Freckenhorst (L 547), die Schließung von Bahnübergängen an der Bahnstrecke nach Münster und die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Ems und ihren Nebengewässern.

Die Federführung für die Analyse liegt bei den Expertinnen und Experten für den ländlichen Raum (Dezernat 33) am Standort Coesfeld der Bezirksregierung Münster. „Eine derartige Agrarstrukturelle Analyse kann helfen, Potentiale und Chancen, aber auch Konflikte und unverträgliche Nachbarschaftsbeziehungen von Einzelplanungen in der Gesamtschau zu identifizieren. Ihr Ziel ist eine Stärken- und Schwächen-Bilanz, die dann Grundlage für weitere Fachplanungen sein kann“, erläutert Dezernentin Dagmar Bix.

Ausdrücklich geht es in der Untersuchung nicht um eine Vorplanung oder Diskussion von einzelnen Projekten oder um Festlegungen: „Wir greifen keinem Planfeststellungsverfahren vor. Die Analyse hat nur einen beschreibenden, aber keinen verbindlichen Charakter und mündet auch nicht in einem Flurbereinigungsverfahren.“ Der Fokus liegt auf der Gesamtbetrachtung der einzelnen Wirkungen auf die künftige Entwicklung Warendorfs und seines Umlands. „Wir schaffen eine Betrachtungs-Grundlage und beschreiben die Auswirkungen. Dieses Vorgehen dient der Sensibilisierung der Beteiligten, über ihre eigenen Vorhaben hinaus alle Entwicklungen in der gesamten Region in den Blick zu nehmen“, erläutert Dezernentin Bix weiter.

Zur Vorbereitung der Untersuchung und einer Auftaktveranstaltung im Januar hat die Bezirksregierung wesentliche Akteure und Betroffene der Einzelplanungen in dieser Woche zu einem ersten Arbeitskreis eingeladen. Der Arbeitskreis soll die Erstellung der Analyse eng begleiten. Dazu gehören neben der Stadt, dem Landesbetrieb Straßen.NRW und der Deutschen Bahn ebenso Vertreter von Naturschutzverbänden und –Organisationen wie vor allem der Landwirte.

„Die einzelnen Planungen betreffen vor allem den Siedlungsrandbereich und sind teils flächenintensiv, so dass Gespräche mit den betroffenen Landwirten uns besonders wichtig sind, um alle Auswirkungen richtig erfassen zu können, so Dagmar Bix. Die Aussagekraft des im Ergebnis aufgestellten Gutachtens hängt entscheidend davon ab, dass in dem begleitenden Arbeitskreis offen und vertraulich zusammengearbeitet wird. Nur so kann ein realistisches Bild über die Auswirkungen der einzelnen Vorhaben in dem betroffenen Raum gegeben werden.

Beauftragt mit der Durchführung ist das Büro „ARGE Dorfentwicklung“ mit Standorten in Versmold und Detmold. Die Bezirksregierung wird nach der Auftaktveranstaltung im Januar fortlaufend über den Gang des Verfahrens informieren.

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