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6 Menschen auf Weg

Der erste Weg wird ausgebaut: v.l. Holger Dettmann, Gerd Mollenhauer (Stadt Billerbeck), Werner Schulze Esking (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft), Hans-Ulrich Leesker, Stefan Pöpping, Wolfgang Buskühl (Bezirksregierung Münster, Dezernat Ländliche Entwicklung, Bodenordnung) © Bezirksregierung Münster


24.10.2019
Nach gut einem Jahr Planung und Vorbereitung geht es jetzt los

Startschuss für den Wegebau in der Flurbereinigung Langenhorst-Temming ist gefallen

Münster/Billerbeck/Laer. Im Flurbereinigungsverfahren Langenhorst-Temming werden in den nächsten Jahren insgesamt fünf Wege mit einer Gesamtlänge von vier Kilometern ausgebaut.

Dies ist ein weiterer wichtiger und sichtbarer Schritt, die Agrarstruktur im nordöstlichen Gemeindegebiet von Billerbeck zu verbessern. Der Ausbau der Wege wird mit Kosten in Höhe von rund 1.000.000 Euro veranschlagt. Zu 80 Prozent wird dieser Betrag aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes finanziert. Die verbleibenden 20 Prozent trägt die Stadt Billerbeck. Sie hat sich bereiterklärt den Eigeneanteil der Teilnehmergemeinschaft zu übernehmen.

Der Wegeausbau ist Teil einer langen Wunschliste der Landwirte und der Stadt Billerbeck. Bei der Auswahl der zu erneuernden Wege wurde das benachbarte Flurbereinigungsverfahren Laer-Holthausen, im Kreis Steinfurt, einbezogen. Dort startet ebenfalls ein Ausbauprogramm. Geplant ist beispielsweise den Jannsweg im Jahr 2021 von der Kreisstraße 72 aus auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern durch beide Flurbereinigungsverfahren auszubauen. Dieser Synergieeffekt wirkt sich günstig auf die beiden Flurbereinigungsverfahren Langenhorst-Temming und Laer-Holthausen aus.

„Im gesamten Verfahrensgebiet gibt etwa 40 Teilprojekte, die zur Entwicklung der Münsterländer Parklandschaft beitragen. Hecken, Baumreihen, Obstwiesen, Kleingewässer, Blühstreifen und Feldgehölze werden im Einvernehmen mit den jeweiligen Grundstückseigentümern an hierfür geeigneten Stellen angelegt“, erklärt Thomas Lange, zuständig für Landschaftsplanung im Dezernat Ländliche Entwicklung, Bodenordnung bei der Bezirksregierung Münster.

„Ein Teil dieses Maßnahmenpaketes ist die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Im Jahr 2020 wird ein erster Teilbereich der Steinfurter Aa (Hohe Aa-Brücke in nördlicher Richtung) in Angriff genommen. Vorgesehen ist dort ein naturnahes Gerinneprofil mit wechselnden Sohl- und Uferstrukturen, der Einbau von Totholz und entsprechende Pflanzmaßnahmen im Ufer-und Böschungsbereich. Damit wird der Gewässerabschnitt der Steinfurter Aa ökologisch und biologisch deutlich verbessert. Ein Großteil der Kosten des Gewässerausbaus trägt das Land Nordrhein-Westfalen über das „Programm lebendige Gewässer“. Der verbleibende Teil wird vom Kreis Coesfeld finanziert“, sagte Projektleiter Hans–Ulrich Leesker vom Dezernat Ländliche Entwicklung, Bodenordnung bei der Bezirksregierung Münster.

Die Umsetzung der WRRL wird sich auch im Flurbereinigungsverfahren Laer-Holthausen im Kreis Steinfurt fortsetzen. Damit wird die EU-Wasserrahmenrichtlinie flächenschonend und flexibel durch die Flurbereinigungsbehörde umgesetzt und das gesamte Maßnahmenpaket erhält einen zukunftsweisenden kommunen- und kreisübergreifenden, regionalen Charakter.

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