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Beim zweitägigen Emscher-Lippe-Gipfel (v. r.): Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (Präsident der Westfälischen Hochschule), Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Ministerpräsident Armin Laschet und Staatssekretär Christoph Dammermann (MWIDE NRW). © Bezirksregierung Münster


10.10.2019
Minister­präsident Laschet: „Die Emscher-Lippe-Region kann Struktur­wandel“

Münster/Gelsenkirchen. Mit rund 200 Teilnehmern hat am Mittwochabend (9. Oktober) der zweitägige „Emscher-Lippe-Gipfel“ der Bezirksregierung Münster auf dem Campus der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen-Buer begonnen. Zwei Tage lang wollen die Akteure konkrete Schritte auf den Themenfeldern „Wasserstoff“, „Wirtschaft/Stadtentwicklung“ und „Talentförderung“ voranbringen. Gerade das Thema „Wasserstoff“ sei ein echtes Zukunftsthema und eine riesige Chance für die Region, sagte Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Rede beim Kick-Off des Gipfels.

„Dass die Region Emscher-Lippe Strukturwandel kann, zeigen Projekte wie Innovation City, der Emscher-Lippe-Campus oder der zügige Ausbau in Richtung Gigabit-Region. Diese Erfolge basieren in besonderem Maße darauf, das – wie hier beim Emscher-Lippe-Gipfel – die Menschen die Region mit vereinten Kräften und mit viel Herzblut voranbringen. Das unterstützen wir: Mit der Ruhr-Konferenz wollen wir das große Potenzial der Region gemeinsam noch weiter entfalten und das Ruhrgebiet zu einer starken und wettbewerbsfähigen Metropolregion in Europa entwickeln. Der Emscher-Lippe-Gipfel macht das für jeden sichtbar“, sagte der Ministerpräsident.

Regierungspräsidentin Dorothee Feller, die den Emscher-Lippe-Gipfel initiiert hat, verwies auf die lange Tradition der regionalen Zukunftskonferenzen im früheren nördlichen Ruhrgebiet: „Wer weiß, ob nicht unser Gipfel heute wieder eine Vorreiterrolle im Land Nordrhein-Westfalen einnimmt. Der Emscher-Lippe-Region würde so etwas auch heute noch gut stehen“, sagte Dorothee Feller. Neben einer Gesamtschau wie der „Ruhrkonferenz“ brauche es einen strukturpolitisch differenzierten Blick, um mit passgenauen Konzepten den Herausforderungen in den einzelnen Regionen und Kommunen begegnen zu können, so die Regierungspräsidentin. Dies gelte auch für die Außensicht auf die Region: Diese könnten mit Blick auf das Ergebnis sogenannter Rankings den Eindruck gewinnen, „dass dies eine Region eher zum Gruseln ist“.

Dem könne man nur entschieden entgegentreten, sagte Dorothee Feller: „Hier leben Menschen wie Du und ich: Handwerker und Akademiker, Arbeitnehmer und Unternehmer, Krankenpflegerinnen und Professorinnen und viele mehr. Und die Menschen wohnen gerne hier. Es ist ihr zu Hause, sie fühlen sich hier geborgen. Sie sind stolz auf Ihre Heimat und es frustriert sie zutiefst, dass ihr zu Hause von anderen schlecht geredet wird. Daher gilt für mich: Die Menschen, die hier leben, sollten es uns wert sein, dass wir alle Anstrengungen unternehmen, für die Emscher-Lippe-Region eine gute Zukunftsperspektive zu erarbeiten und zu entwickeln.“

In einer Podiumsdiskussion betonten Thomas Wessel (Mitglied des Vorstands der Evonik Industries AG), Lars Baumgürtel (CEO ZINQ), Angela Koszewa (Jungunternehmerin), Roman Milenski (Vorstandsmitglied Insane Urban Cowboys), Prof. Dr. Rainer Danielzyk (Leibniz Universität Hannover) und Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski, welche Faktoren des Gelingens neben einer industriellen Perspektive für die Zukunft der Emscher-Lippe-Region von Bedeutung sind. Dabei gehe es auch um Lebensqualität und die Hebung der Talente in der Region. Politisch sei das Problem der Altschulden nur eines der Probleme, die angegangen werden müssten: „Wir brauchen deutlich mehr Forschungseinrichtungen für die Emscher-Lippe-Region“, forderte Oberbürgermeister Baranowski.

Heute (Donnerstag, 10. Oktober) wird der Gipfel mit den Workshops zu den drei Schwerpunkt-Themen fortgesetzt. „Am Ende aller drei Workshops muss unter anderem festgehalten werden, wie mit wem und wann an den Themen weitergearbeitet wird. Lassen Sie uns gemeinsam an der Zukunft unserer Emscher-Lippe-Region arbeiten“, sagte Regierungspräsidentin Dorothee Feller.

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