Presse

Hauptinhalt

Pressemitteilungen

Gruppenfoto

Sie sprachen über das Momorandum (v.l.): Ingrid Groenewegen (Provinz Overijssel), Christoph Almering (Geschäftsführer der EUREGIO), Dr. Olaf Gericke (Landrat Kreis Warendorf), Dr. Eduard Hüffer (Honorarkonsul der Niederlande), Doede Sijtsma (Provinz Gelderland), Rob Welten (Bürgermeister von Borne, Niederlande), Markus Lewe (Oberbürgermeister von Münster), Joris Bengevoord (Bürgermeister von Winterswijk, Niederlande), Andries Heidema (Commissaris von den Koning Overijssel), Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Christian Schulze-Pellengahr (Landrat Kreis Coesfled), Kai Zwicker (Landrat Kreis Borken), Dr. Klaus Effing (Landrat Kreis Steinfurt) © Bezirksregierung Münster


04.07.2019
Memorandum mit Leben gefüllt

Kreise, Provinzen und Regios tagten in Münster

MÜNSTER. Ein halbes Jahr nach der Unterzeichnung des Memorandums gibt es sichtbare Fortschritte in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Münsterland-Kreisen, der Stadt Münster, der Bezirksregierung Münster und den niederländischen Partnern der Provinzen Overijssel und Gelderland sowie der Regios Twente und Achterhoek. Im Rahmen der Landrätekonferenz bei der Bezirksregierung Münster, zu der die niederländischen Partner eingeladen waren, stellte die EUREGIO als deutsch-niederländischer Zweckverband die Zwischenergebnisse der Zusammenarbeit vor.

Am Konferenztisch saßen neben Regierungspräsidentin Dorothee Feller und den vier Landräten Dr. Olaf Gericke aus Warendorf, Dr. Klaus Effing aus Steinfurt, Dr. Kai Zwicker aus Borken und Dr. Christian Schulze-Pellengahr aus Coesfeld sowie Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe auch die niederländischen Gäste Andries Heidema als Kommissar des Königs aus der Provinz Overijssel (begleitet von der Deutschlandbeauftragten der Provinz, Ingrid Groenewegen-van den Hul), der Deutschlandbeauftragte Doede Sijtsma in Vertretung für die Provinz Gelderland, Joris Bengevoord für die Regio Achterhoek und Rob Welten für die Regio Twente. Als Gastgeberin hieß Dorothee Feller die Gäste willkommen. Sie gehört wie die anderen Konferenzteilnehmer zu den Unterzeichnern des Memorandums.

Im Haus der Bezirksregierung wurde dann deutlich, dass die Akteure ihre Organisationsstrukturen geregelt und für konkrete Maßnahmen inzwischen die Zuständigkeiten festgelegt haben. Nach der Einleitung durch Honorarkonsul Dr. Eduard Hüffer, einen der Initiatoren des Memorandums, legte EUREGIO-Geschäftsführer Christoph Almering den deutsch-niederländischen Konferenzteilnehmern dar, wie die Partner in den Handlungsfeldern Arbeit, Bildung, Mobilität/Infrastruktur und Wirtschaft ihre Aufgaben wahrnehmen wollen. So wollen die Kreise, Stadt Münster, Bezirksregierung, Provinzen und Regios zum Beispiel dafür sorgen, dass der grenzüberschreitende Austausch über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im jeweiligen Nachbarland deutlich verbessert wird (unter anderem durch eine digitale Plattform), dass man gemeinsam Talente als Fachkräfte für eine attraktive Grenzregion gewinnt oder dass man sich bei der Vergabe von Konzessionen im Verkehrsbereich über die Grenze hinweg enger abstimmt. Insgesamt haben sich die Kooperationspartner 18 verschiedene Maßnahmen vorgenommen. Dazu zählt auch ein Monitoring-Instrument, mit dem die grenzübergreifenden Bemühungen gemessen und bewertet  werden sollen. Eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern aller beteiligten Häuser hatte das Maßnahmenpaket in den zurückliegenden Monaten erarbeitet.

Für jede Maßnahme haben sich die Partner auf einen sogenannten „Trekker“ geeinigt, also einen Akteur, der die „Themenpatenschaft“ übernimmt und das jeweilige Projekt vorantreiben soll. Dazu soll künftig ein über das europäische Programm INTERREG geförderter Koordinator die Abstimmung zwischen Maßnahmen und Partnern regeln und den Bestand bereits laufender, verwandter Projekte erfassen, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Die EUREGIO soll die Lead-Partnerschaft für dieses INTERREG-Projekt übernehmen, und dort wird die Koordinationsstelle auch angesiedelt werden. Der Antrag soll in den nächsten Wochen eingereicht werden.

„Wir sehen jetzt konkret, wie man grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch auf dieser Ebene leben kann“, zeigte sich Dr. Olaf Gericke, Sprecher der Landrätekonferenz, erfreut über die Fortschritte. „Das ist Europa, wie wir es uns wünschen, Europa zum Anfassen und für die Bürgerinnen und Bürger.“

Die deutschen und niederländischen Projektpartner hatten das Memorandum am 14. Dezember des vergangenen Jahres in Warendorf unterzeichnet. Ziel ist es, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auch auf dieser Ebene neue Impulse zu verleihen und sie in konzertierter Weise zu fördern. Die EUREGIO wird der Konferenz einmal jährlich über den Fortgang berichten.  

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

Navigation

 
Move Schließen
\
Expand
Zurück Zurück Weiter Weiter
{pp_gallery_content}