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Auftakt am 14.1.2020
Agrarstrukturelle Analyse für Warendorf

Karten als Symbolbild

© Bezirksregierung Münster

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Auf Antrag der Stadt Warendorf untersucht die Bezirksregierung Münster ab Januar 2020 in einer „Agrarstrukturellen Analyse“ (ASA) die Gesamtwirkungen mehrerer künftiger Einzelvorhaben für die Stadt und ihr Umland. Dazu gehören zum Beispiel die Ortsumgehungen Warendorf und Freckenhorst, die Schließung von Bahnübergängen an der Bahnstrecke nach Münster sowie die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Ems und ihren Nebengewässern. Die Federführung für die Analyse liegt bei den Expertinnen und Experten für den ländlichen Raum (Dezernat 33) am Standort Coesfeld der Bezirksregierung Münster.

Ausdrücklich geht es in der Untersuchung nicht um eine Vorplanung oder Diskussion von einzelnen Projekten oder um Festlegungen. „Eine Agrarstrukturelle Analyse kann helfen, Potentiale und Chancen, aber auch Konflikte und unverträgliche Nachbarschaftsbeziehungen von Einzelplanungen in der Gesamtschau zu identifizieren. Ihr Ziel ist eine Stärken- und Schwächen-Bilanz, die dann Grundlage für weitere Fachplanungen sein kann“, erläutert Dezernentin Dagmar Bix.

Die ASA greift keinem Planfeststellungsverfahren und den dort vorgesehenen umfangreichen Beteiligungen der Öffentlichkeit vor. „Die ASA hat nur einen beschreibenden, aber keinen verbindlichen Charakter und mündet auch nicht automatisch in einem Flurbereinigungsverfahren. Vielmehr bedürfte es dafür weiterer Anträge an die Bezirksregierung“, so Dagmar Bix.

Der Fokus einer ASA liegt auf der Gesamtbetrachtung der einzelnen Wirkungen auf die künftige Entwicklung Warendorfs und seines Umlands. „Wir schaffen eine Betrachtungs-Grundlage und beschreiben die Auswirkungen. Die ASA dient der Sensibilisierung der Beteiligten, über ihre eigenen Vorhaben hinaus alle Entwicklungen in der gesamten Region in den Blick zu nehmen“, erläutert Dezernentin Bix weiter.

Zur Vorbereitung der Auftaktveranstaltung am 14. Januar 2020 hat die Bezirksregierung wesentliche Akteure und Betroffene der Einzelplanungen bereits im vergangenen November zu einem ersten Arbeitskreis eingeladen. Der Arbeitskreis wird die Aufstellung der ASA eng begleiten. Dazu gehören neben der Stadt, dem Landesbetrieb Straßen.NRW und der Deutschen Bahn ebenso Vertreter von Naturschutzverbänden und –Organisationen wie vor allem der Landwirte. „Die einzelnen Planungen betreffen vor allem den Siedlungsrandbereich. Sie sind teils flächenintensiv, so dass Gespräche mit den betroffenen Landwirten uns besonders wichtig sind, um alle Auswirkungen richtig erfassen zu können“, so Dagmar Bix.

Die Aussagekraft einer ASA hängt entscheidend davon ab, dass in dem begleitenden Arbeitskreis offen und vertraulich zusammengearbeitet wird. Nur so kann ein realistisches Bild über die Auswirkungen der einzelnen Vorhaben in dem betroffenen Raum gegeben werden. Beauftragt mit der Durchführung der ASA ist das Büro „ARGE Dorfentwicklung“ mit Standorten in Steinheim und Detmold. Die Bezirksregierung wird nach der Auftaktveranstaltung im Januar fortlaufend über den Gang des Verfahrens informieren.

Die Bezirksregierung Münster wird über die ASA auf dieser Seite fortlaufend weiter berichten.

Eine Präsentation zum Ablauf und den Inhalten der ASA Warendorf finden Sie hier:


Auftaktveranstaltung am 14.01.2020

Blick in das Publikum

© Bezirksregierung Münster

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Erfolgreicher Auftakt zur ASA Warendorf

Rund 100 Landwirte nahmen am 14.01.2020 an der Auftaktveranstaltung zur „Argarstrukturellen Analyse“ (ASA) Warendorf in der DEULA in Warendorf teil. Durch die Analyse sollen die Auswirkungen der geplanten Infrastrukturprojekte in eine Gesamtschau gebracht werden, um so die Auswirkungen insbesondere auf die agrarstrukturellen Verhältnisse zu untersuchen. Von den Vorhaben in Warendorf und Umgebung sind vor allem Bewirtschafter und Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen betroffen. Den Anstoß für diese Analyse hatte die Stadt gegeben.

Hartmut Lüdeling, dessen Büro „ARGE Dorfentwicklung“ die Analyse im Auftrag der Bezirksregierung umsetzt, betonte den streng neutralen Charakter der Studie. Dazu sollen in den nächsten Wochen mit den Landwirten Interviews geführt und Betriebsdaten im Rahmen einer Fragebogenaktion erhoben werden. Die anonymisiert erhobenen Daten sollen ausdrücklich keinem weiteren Planungsprozess dienen, sondern Aussagen liefern, die die Betroffenen und die Planungsträger für ihre Belange verwenden können. Die Beteiligung an der Analyse ist freiwillig. Mehrere Teilnehmer der Auftaktveranstaltung stellten kritische Nachfragen unter anderem zum Datenschutz (den die Bezirksregierung garantiert), andere betonten die Chancen der ASA, um die Zukunft der Landwirtschaft angesichts knapper und teurer werdenden Flächen zu sichern.

Erste Überblicks-Ergebnisse der Analyse sollen bei mehreren Werkstätten im Frühjahr erörtert werden. In diesem Rahmen können sich Landwirte und Pächter auch über die Fragebogenaktion hinaus mit ihren Anregungen einbringen.

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