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Ausstellung des Universitätsklinikums Münster "Hände" vom 15.01. bis 29.01.10

Gedanken zum Thema „Hände“

„Jeden Morgen erwachen unsere Hände und Arme zum Leben und bringen mit einer rituellen Runde auf unserem ganz privaten Hinderniskurs den noch schlafmüden Körper in den neuen Tag. Ob im Bad oder beim Frühstück - sie öffnen und schließen, heben und stoßen, drehen und wenden, schälen und toasten, packen aus und brühen auf, kochen und braten. Unsere Hände bewerkstelligen all dies so meisterhaft und elegant, dass wir es nicht mehr merken. ‚Das kunstfertige und stumme Spiel unserer Hände gehört so selbstverständlich zu unserem Leben, dass uns kaum jemals klar wird, wie abhängig wir von ihnen sind’, meint der amerikanische Neurologe Frank R. Wilson. Sein Buch über diesen ‚Geniestreich der Evolution’ ist eine Hommage an die Wunder der menschlichen Hand, entstanden aus einer 20 Jahre währenden Beschäftigung mit deren Funktionieren.“ (Die Welt, 8. April 2000)

Als Mediziner behandelte Wilson Pianisten, Handwerker, Chirurgen und Jongleure, die Probleme mit dem Gebrauch ihrer Hände hatten. Als Hobbymusiker faszinierten Wilson die Bewegungen seiner Finger auf den Tasten des Klaviers. Beides weckte seine Neugier, mehr über diese wunderbarsten aller menschlichen Werkzeuge zu erfahren.

Von einer vergleichbaren Neugierde getrieben sah sich das Universitäts-Klinikum Münster (UKM), ist doch Handarbeit eines der wichtigsten Elemente im Krankenhaus: „Ohne diese Berührungen, Zuwendungen und Aufmerksamkeiten sähe es im Gesundheitswesen sehr viel ärmer aus!“ meinte Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor des UKM. Der Berliner Organisationsentwickler Holger Dammit gestaltete auf seine Anregung hin ein Konzept, zog durch das UKM und beschäftigte sich mit den Händen der vielen Mitarbeiter. Ausgehend von ersten Fotos entstanden schließlich professionelle Aufnahmen in Serie, die Gegenstand einer weit beachteten Pressekampagne wurden. Nun sind diese Hände Thema einer Ausstellung, die im Foyer der Bezirksregierung am Domplatz gezeigt werden wird.

Die menschliche Hand kann so unendlich viel ausdrücken: Geben und Nehmen, Sichern und Verschleudern, Beginnen und Beenden, Akzeptieren und Abwehren, Trösten ebenso wie Beleidigen - ihre Einsatzmöglichkeiten erscheinen schier unbegrenzt. Die Ausstellung im Hause des Regierungspräsidenten will neue Blicke auf ein ehemaliges Vorderbein richten, „das seit rund vier oder fünf Millionen Jahren nicht mehr zum Tragen des Körpergewichtes dient, sondern dessen vorderster Abschnitt für die Kontrolle externer Objekte bestimmt ist.“ (Frank R. Wilson)

Seien wir gespannt auf diese Einsichten!

Ausstellungseröffnung am: 15. Januar 2010 um 17 Uhr

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hält eine Begrüßungsansprache.

Die Ausstellung ist vom 15. bis 29.01.2010 nur werktags von 06:30 Uhr bis 16:30 Uhr im Foyer der Bezirksregierung Münster, Domplatz 1-3, 48143 Münster zu sehen.

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