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Traditioneller Jahresempfang: Schornsteinfeger überbringen Regierungspräsidenten Glückwünsche für das Jahr 2012
Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke (Mitte unten) und Dezernentin Verena Kunz (2. v. r.) begrüßten die Schornsteinfeger am Domplatz
Klenke freute sich über die guten Wünsche der Glücksbringer. Er hob in seiner Begrüßung hervor, dass das vergangene Jahr für die Innung viel Neues gebracht habe. Im Mai hatte die Innung das 125-jährige Jubiläum gefeiert. Anlässlich dieses Ereignisses fand auch der Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks unter dem Motto "Mit dem Schornsteinfegerhandwerk in eine umweltfreundliche Zukunft" in Münster statt.
Die Innung hat sich im Jahr 1886 aus einer Gemeinschaft von 22 Schornsteinfegermeistern zur Pflege von Gemeingeist und Standesehre entwickelt. Heute umfasst die Organisation 230 Bezirksschornsteinfegerbetriebe, die ein verlässlicher Ansprechpartner zur fachlichen Beratung und Vermittlung bei Problemen vor Ort sind.
Im Schornsteinfegerhandwerk gab es im vergangenen Jahr auch Veränderungen. Die Anzahl der ausgeschriebenen Kehrbezirke ist von sechs im Jahr 2010 auf zwölf im Jahr 2011 angestiegen. Im diesen Jahr werden wesentlich mehr Ausschreibungsverfahren erwartet, da Schornsteinfeger letztmalig am 31. Dezember 2012 mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen können. Wer dieses Alter am Stichtag nicht erreichen wird, geht mangels abgestufter Regelungen im Schornsteinfegerbereich ab dem 1. Januar 2013 erst mit Ablauf des 67. Lebensjahres in den gesetzlichen Ruhestand. Daher ist zu erwarten, dass einige bereits kurz vor Vollendung des 65. Lebensjahres ihr Amt niederlegen wollen.
Der Regierungspräsident betonte, dass ihm durchaus bewusst sei, dass viele Schornsteinfegermeister sich große Sorge um das Wiederbewerbungsverfahren zum 1. Januar 2015 machen, da es keinen besonderen Bestandsschutz für die aktuell im Kehrbezirk tätigen Bezirksschornsteinfegermeister in den aktuellen Ausschreibungsrichtlinien gebe. Jeder Kollege müsse sich auf einen oder mehrere Kehrbezirke bewerben und hoffen, dass er durch seine langjährige Berufserfahrung als Bezirksschornsteinfegermeister, gute Abschlussnoten und die Teilnahme an vielen Fortbildungen die höchste Punktzahl im jeweiligen Bewerbungsverfahren erhält.
Im Regierungsbezirk Münster wurden im Jahr 2011 fünf Bezirksschornsteinfegermeister in den vorzeitigen und zwei in den gesetzlichen Ruhestand verabschiedet. In der Nachfolge wurden fünf neu bestellt, die bisher als Arbeitnehmer tätig waren. Zwei Bezirksschornsteinfegermeister sind verstorben und einer hat die Aufhebung seiner Bestellung beantragt. Drei Bezirksschornsteinfegermeister haben sich erfolgreich auf einen neuen Kehrbezirk beworben und können nun wohnortnäher arbeiten. Zwei der Kollegen waren vorher in einem anderen Regierungsbezirk tätig. Weitere Kehrbezirke befinden sich zurzeit noch im Ausschreibungsverfahren. Im Schornsteinfegerhandwerk wurden im vergangenen Jahr 57 Personen ausgebildet: Davon befanden sich 15 im ersten Lehrjahr 15, 24 im zweiten Lehrjahr und 18 im dritten Lehrjahr.
25.01.2012

