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Mülldeponie Bocholt-Lankern: Bezirksregierung Münster weist Vorwürfe aus Bocholt scharf zurück
Geplante schadstoffhaltige Oberflächenabdichtung überschreitet Deponie-Grenzwerte vielfach
Münster / Bocholt. Die Bezirksregierung Münster wird nicht zulassen, dass hoch schadstoffbelastete Abdeckungen auf die Mülldeponie Bocholt-Lankern gelangen, die die Grenzwerte der Deponie bei weiten überschreiten. Bei dem vorgesehenen Material für die Oberflächenabdichtung handelt es sich um gefährlichen Abfall, der um ein Vielfaches höher belastet als wäre als die Abfallstoffe, für die die Deponie zugelassen ist. Die Bezirksregierung Münster weist die Vorwürfe der Stadt Bocholt, die in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses von Bürgermeister Nebelo und Stadtbaurat Paßlick erhoben worden sind, mit Nachdruck zurück.
„Wir bleiben bei unserer Linie zum Schutze der Bevölkerung und der Umwelt", sagt Pressesprecherin Sigrun Rittrich. „Die Stadt Bocholt wusste, dass teerhaltiger Straßenaufbruch nicht mit unbegrenzt hohem Schadstoffgehalt eingebaut werden darf.“
Die Meinung, teerhaltiger Straßenaufbruch sei nirgendwo besser aufgehoben als in der Abdeckung einer Mülldeponie, ist ohne Differenzierung nach Schadstoffgehalten fachlich nicht haltbar.
Der Regierungspräsident wird in einem Gespräch mit Bocholts Bürgermeister Nebelo und Stadtbaurat Paßlick die Fakten richtig stellen.
10.09.2010

