Amtliche Bekanntmachung

Sie sind hier:

 

Zukunft der regionalen Bildungsnetzwerke - Bezirksregierung Münster erarbeitet in Workshops Bedingungen

Schulabteilungsleiter Wolfgang Weber begrüßt die Teilnehmer der Workshops bei der Bezirksregierung Münster.

Schulabteilungsleiter Wolfgang Weber begrüßt die Teilnehmer der Workshops bei der Bezirksregierung Münster.

Münster. Bei der Bezirksregierung Münster fand heute (9. Juni) ein Workshop mit den Mitgliedern der Lenkungskreise und der Regionalen Bildungsbüros zur Zukunft der Regionalen Bildungsnetzwerke im Regierungsbezirk statt. Die rund 80 Teilnehmer wurden vom Leiter der Schulabteilung bei der Bezirksregierung Münster, Wolfgang Weber, begrüßt. Ein Grundlagenreferat zur gesellschafts- und bildungspolitischen Notwendigkeit des Aufbaus von regionalen Bildungsnetzwerken durch Dr. Detlef Garbe folgte zur Einstimmung in die Thematik und um Visionen einer nachhaltigen Bildungslandschaft zu entwickeln. Damit setzt er Impulse für die sich anschließende Arbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen. Die Workshops zur Steuerung eines regionalen Bildungsnetzwerkes, zu den Aufgaben eines Bildungsbüros und zur Rolle der Schulen im Bildungsnetzwerk schlossen sich an.

In den Arbeitsgruppen kamen Teilnehmer aus allen Bildungsregionen im Regierungsbezirk zusammen. Die Erfahrungen und die Kompetenzen der Teilnehmer aus unterschiedlichen Regionen mit ganz unterschiedlichen Entwicklungsständen können Antworten auf viele Fragen in der konkreten Steuerung von Bildungsnetzwerken geben und Ideen und mögliche Problemlösungsstrategien erarbeiten. Diese können im Aufbau von regionalen Bildungslandschaften die konkrete Arbeit vor Ort voran bringen.

Zwei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit dem komplexen System der Steuerung eines regionalen Bildungsnetzwerkes. Es geht um die Frage, wie Vorhaben, die in der Bildungskonferenz beziehungsweise im Lenkungskreis beschlossen worden sind, bei den Adressaten ankommen und die konkrete inhaltliche pädagogische Arbeit vor Ort bereichern können. Dabei werden die hemmenden und fördernden Faktoren der Arbeit des Lenkungskreises reflektiert und Lösungsstrategien beraten.

Eine weitere Arbeitsgruppe wird sich mit den Aufgaben des Bildungsbüros in diesem Gesamtprozess auseinandersetzen. Bildungsbüros sind in den meisten kommunalen Verwaltungseinheiten neu aufgebaut worden. Der Stellenwert und die Rolle in kommunalen Verwaltungsstrukturen müssen überdacht und zielführende Arbeitsprozesse reflektiert werden, damit das Bildungsbüro seiner ihm zugedachten Rolle als dem eigentlichen Netzwerkorganisator gerecht werden kann.

Eine vierte Arbeitsgruppe wird sich mit der Rolle der Schulen im Bildungsnetzwerk auseinandersetzen. Schulen spielen in einem Bildungsnetzwerk eine wichtige Rolle. Sie können in bestimmten Lebens- und Entwicklungsphasen von Kindern und Jugendlichen entscheidende Zugriffe auf deren Bildungschancen und –möglichkeiten gewährleisten. Wie kann es gelingen kann, die Kooperation von Schulen mit anderen nichtschulischen Bildungspartnern zu optimieren? Die Übergänge von der Kindertagesstätte bis zum Eintritt in das Berufsleben sollen besser zu verzahnt und die Qualität von Bildung und Erziehung durch die Kooperation von Schulen untereinander weiterentwickelt werden.

Regionale Bildungsnetzwerke werden zwischen den 53 Kreisen und kreisfreien Städten des Landes und dem Land Nordrhein-Westfalen durch einen zeitlich unbefristeten Kooperationsvertrag gegründet. Bis Anfang Juni dieses Jahres haben 43 Kreise und kreisfreien Städte diesen Kooperationsvertrag bereits geschlossen. Im Regierungsbezirk Münster haben alle fünf Kreise (Kreise Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf) und die drei kreisfreien Städte (Bottrop, Gelsenkirchen, Münster) den Vertrag zum Aufbau und zur Entwicklung eines Regionalen Bildungsnetzwerkes unterzeichnet.

Regionale Bildungsnetzwerke schaffen zwischen den Kommunen, der staatlichen Schulaufsicht, den Schulen und anderen an Bildung und Erziehung beteiligten Institutionen und Organisationen neue Informations- und Kommunikationsplattformen, um ein ganzheitliches und regional geprägtes Bildungskonzept zu entwickeln und darauf aufbauend eine regionale Bildungslandschaft zu gestalten, um Bildungsmöglichkeiten und Bildungschancen für alle Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsenen in der Region optimal zu gewährleisten. Aus diesem Grund führen die Regionalen Bildungsnetzwerke die verschiedenen Bildungsakteure einer Region zusammen. Sie ermöglichen so eine bessere Ressourcennutzung der Bildungsinstitutionen, stärken die Schulen in ihrer Entwicklung zur Eigenverantwortung und schaffen Transparenz in den regionalen Unterstützungs- und Bildungsangeboten.

09.06.2010

Informationsleiste

Ansprechpartner/in:

Info

Partnerprojekte

Logo nrwdirekt.de