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"Stiftung-Ruth-Drepper" staatlich anerkannt

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek überreichte die Stiftungsurkunde an die Stifterin Ruth Drepper, Peter Lackamp  und Dr. Angelika Pokropp-Hippen.

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (2. v.r.) überreichte die Stiftungsurkunde an die Stifterin Ruth Drepper (2.v.l.), Peter Lackamp (links) und Dr. Angelika Pokropp-Hippen (rechts).

Münster. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (28. Oktober) Studiendirektorin a. D. Ruth Drepper aus Münster die staatliche Anerkennungsurkunde für ihre "Stiftung-Ruth-Drepper" überreicht. Mit der Stifterin freuten sich Martin Kemmerling vom Dezernat für Stiftungsaufsicht sowie KROOS-Vermögensverwalter Peter Lackamp und Dr. med. Angelika Pokropp-Hippen, die beide im Vorstand der Stiftung tätig sein werden.

Die Stiftung will nach ihren Angaben mehr öffentliche Information über Schwangerschaft, Möglichkeiten der Vermeidung ungewollter Schwangerschaft, auch aus christlicher Sicht, Informationen über Abtreibung und ihren möglichen krankmachenden Folgen (Post Abortion Syndrom). Auf diese Weise soll nach Ansicht der Stiftung das Bewusstsein für Würde und Existenzrecht menschlichen Lebens, von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, gestärkt werden.

Die Stifterin ist überzeugt, dass materielle und seelische Not des Menschen am besten von Mensch zu Mensch, direkt vor Ort in der kommunalen und religiösen Gemeinde, also hier in Münster, gelindert werden kann. Ihre Stiftung soll in Not geratenen Frauen, Jugendlichen und Kindern zu einem würdigen Leben verhelfen.

Frauen, die sich aufgrund ihrer Schwangerschaft in einer Notlage befinden, sollen Hilfe erfahren und auch ermutigt werden, sich gegen eine Abtreibung, somit für das Leben ihres Kindes zu entscheiden. Nach dieser Entscheidung will die Stiftung sie nicht allein lassen, vielmehr im Sinne von "Hilfe zur Selbsthilfe" ihre Schul- und Berufsausbildung fördern, um die jungen Familien an ein selbständiges Leben heranzuführen. In diesem Sinne soll auch Frauen, die in ein Frauenhaus flüchten mussten, geholfen werden.

Darüber hinaus plant die Stiftung im Sinne von Ruth Drepper Hilfe für Jugendliche und Kinder, die von ihren Eltern verlassen, misshandelt oder missbraucht wurden, sowie Hilfe für Kinder mit Behinderung oder genetischer Verschiedenheit wie dem Down Syndrom (nach pränataler Diagnostik und nach der Geburt).

Die "Stiftung-Ruth-Drepper" ist in Münster die 165. und im Regierungsbezirk die 461. staatlich anerkannte Stiftung.

28.10.2009

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