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Regierungspräsident und Abteilungsleiter informierten sich über Aufgaben und Fortschritte an der Ems.
Ökologische Verbesserung der Ems: Hier ist die Welt mancherorts (wieder) in Ordnung
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek, Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld und weitere Abteilungsleiter im Kreis der Mitarbeiter des Dezernates 54 vor dem Bauhof in Westbevern-Vadrup
Zu den Arbeiten gehören beispielsweise Pflanzen, Mähen oder Holzarbeiten und die Unterhaltung und Wartung der Bauwerke wie Wehre, Fischpässe, Rampen und der Brücken an der Ems, die im Landeseigentum stehen. Außerdem unterhalten und pflegen die Mitarbeiter landeseigene Flächen, (die nicht verpachtet sind), sichern Böschungen und Ufer, die nicht der eigendynamischen Entwicklung des Flusses überlassen werden können, und kümmern sich um Baumaßnahmen. Ingenieure und Verwaltungsfachleute begleiten die Arbeiten vom Gebäude am Nevinghoff in Münster aus.
Mit Karten, Luftbildern und Planungsskizzen demonstrierte Dezernat 54 an verschiedenen Stellen der Ems der Behördenleitung, wie weit bereits die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien (WRRL) an der Ems fortgeschritten ist und wo entlang des Stroms so genannte Strahlursprünge und Trittsteine für möglich gehalten werden. Das sind Bereiche in einem Fluss, die den Pflanzen, Fischen und anderen Lebewesen möglichst natürliche, ursprüngliche Bedingungen und Erholungsraum bieten. Die Wasserfachleute haben sich das Ziel gesetzt, diese in den nächsten Jahren an den geeigneten Abschnitten zu etablieren. Mit dem Trittsteinkonzept soll in NRW versucht werden, die Ziele der WRRL bei den Oberflächengewässern zu erreichen. Bis es soweit ist, sind noch viele Planungen, Information und Verhandlungen erforderlich. Sämtliche Maßnahmen zur Umsetzung der WRRL sind nur möglich im Konsens mit den verschiedensten Interessengruppen, wie den Kommunen, der Landwirtschaft, dem Naturschutz, der Fischerei, den Anliegern sowie den sonstigen Betroffenen vor Ort.
Wie es Schritt für Schritt vorangehen kann, zeigt die bereits vor etwa fünf Jahren abgeschlossene Maßnahme zur ökologischen Verbesserung in Westbevern. Heute hat dieser Abschnitt einen Status erreicht, der die Kriterien eines Strahlursprungs erfüllt. Er ist ein artenreicher, dem Gewässertyp entsprechend besiedelter Gewässerabschnitt mit einer ökologischen Quellenfunktion für die jeweiligen Organismen. Zu Deutsch: Hier ist die Welt in Ordnung. Die in diesem Abschnitt lebenden Organismen fühlen sich wohl und können sich vermehren und von hier aus die Reise zu einem benachbarten Strahlursprung antreten. Sie haben dabei gute Chancen diesen auch lebend zu erreichen. Der Emsabschnitt in Westbevern ist richtungweisend für die noch umzugestaltenden Abschnitte.
Für den Bereich der Ems bei Einen ist in den vergangenen Jahren im Konsens all der Interessengruppen eine Planung zur ökologischen Umgestaltung aufgestellt und in einem Genehmigungsverfahren planfestgestellt worden. Die Umsetzung erfolgt nun mit dem Beginn der Bauarbeiten für die Lonn-Brücke, die die alte Westhoffsche Brücke ersetzt. Im Juni werden dann die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Emslaufes in dem Flussabschnitt beginnen. Die ist Ausschreibung erfolgt und der Auftrag wird in den nächsten Tagen vergeben werden.
Der Fischaufstieg in Telgte, der im Jahr 2000 im Rahmen der Umsetzung des Ems Auen Schutzkonzeptes vom damaligen Staatlichen Umweltamt Münster (jetzt Bezirksregierung Münster) errichtet worden war, und der nachweislich von vielen Fischarten genutzt wird, ist ein eindrucksvolles Beispiel gelungener Renaturierung und heute ein beliebtes Ausflugsziel.
Weiteres Bild: Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek, Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld und weitere Abteilungsleiter im Kreis der Mitarbeiter des Dezernates 54 vor dem Fischaufstieg in Telgte
28.05.2009

