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Bundesverdienstkreuz an Klaus-Peter Ottlik verliehen

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (rechts) überreicht das Bundesverdienstkreuz an Klaus-Peter Ottlik (links).

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (rechts) überreicht das Bundesverdienstkreuz an Klaus-Peter Ottlik (links).

Münster/Warendorf. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (24. März) stellvertretend für Bundespräsident Horst Köhler und auf Vorschlag des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Klaus-Peter Ottlik für sein langjähriges Engagement im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich das Verdienstkreuz am Bande verliehen.

Der gebürtige Warendorfer hat sich durch sein langjähriges Engagement insbesondere im sportlichen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben. Beruflich war Klaus-Peter Ottlik zunächst als Journalist und anschließend über viele Jahre als Lehrer tätig.

Ottlik engagiert sich seit über vier Jahrzehnten ehrenamtlich für die Ziele des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), zunächst vorrangig für die Belange des Kreises Münster/Warendorf: Von 1967 bis 1985 war er als ständiger Mitarbeiter der Staffelleitung, von 1979 bis 1981 als Beisitzer der Kreisjugendspruchkammer aktiv. Seit 1985 gehört Klaus-Peter Ottlik dem Kreisjugendausschuss (KJA) an, seit 1992 als stellvertretender Vorsitzender und seit 2003 als Vorsitzender des KJA. Er vertritt damit in insgesamt 33 Kreisen den zweitgrößten Juniorenfußballbereich des FLVW.

Für den FLVW und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) organisiert Ottlik in Warendorf Talentwettbewerbe des DFB oder Junioren- und Frauenfußball-Länderspiele. Ferner gehört er dem Jugend-Beirat des FLVW und seit 1992 den Schulfußball-Ausschüssen des FLVW und des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) an. Sein besonderes Engagement gilt hier dem Zusammenwirken von Verband, Vereinen und Schulen, um beispielsweise im Rahmen der Offenen Ganztagsschule sinnvolle und attraktive Angebote möglich zu machen.

Aufgrund seiner hervorragenden, langjährigen und ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde ihm 2001 die goldene Ehrennadel des FLVW verliehen. Ottlik ist außerdem Träger der Ehrennadel und des Jugendleiter-Ehrenzeichens des WFLV.

1972 gehörte Ottlik zu den Gründungsmitgliedern der Warendorfer Sportunion e.V. (WSU), die aus dem Zusammenschluss von drei Warendorfer Turn- bzw. Sportvereinen entstand. Der Verein umfasst heute über 5000 Mitglieder. Mehr als 180 Führungskräfte engagieren sich aktuell ehrenamtlich in der WSU.

Seit der Vereinsgründung ist Ottlik im geschäftsführenden Vorstand und im Gesamtvorstand aktiv. Von 1972 bis 1989 brachte er sich als Vorsitzender des Jugendausschusses in die Arbeit ein, um 1989 zum Ehrenvorsitzenden ernannt und in den WSU-Ehrenrat berufen zu werden.

Von 1989 bis 1991 war er Beisitzer im geschäftsführenden WSU-Vorstand und seit 1991 ist er Präsident der Warendorfer Sportunion. Als Vorsitzender des Jugendausschusses der WSU rief Ottlik 1980 die Ferienspieltage (heute: Ferienaktionstage) mit ins Leben, die er bis 1993 federführend leitete und die er auch heute noch tatkräftig unterstützt. Außerdem hat er die im Laufe der Jahre von der WSU angebotene qualifizierte Ausbildung von Jugendlichen zu Betreuern für Ferienfreizeiten und die allgemeine Jugendarbeit des Sportvereins nachhaltig mitgestaltet und etabliert. Auch als Präsident der WSU ist die Jugendarbeit einer seiner Arbeitsschwerpunkte.

Unter seiner maßgeblichen Mitarbeit fanden in den Jahren 1995 und 2002 in Warendorf die Deutschen Schwimmmeisterschaften statt. Im Rahmen der an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf regelmäßig stattfindenden CISM-Weltmeisterschaften, der Militärweltmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen, ist Ottlik ehrenamtlicher Ansprechpartner und Koordinator.

Klaus-Peter Ottlik wird nicht müde, die gesellschaftspolitische, insbesondere sozialpolitische Dimension und Bedeutung des Sports hervorzuheben. Für ihn ist Sport und das Eintreten für den Sport kein Selbstzweck, sondern die Erfüllung einer sozialen Aufgabe. So ist ihm als Vorsitzender des Stadtsportverbandes Warendorf, dem er seit dessen Gründung im Jahre 1988 vorsteht, die Förderung des Sports und die gleichmäßige Ausstattung mit Sporteinrichtungen im Stadtgebiet ein besonderes Anliegen. Ottlik und seinen Mitstreitern im Stadtsportverband ist es mit zu verdanken, dass der Rat der Stadt Warendorf bis heute auf die Erhebung von Hallennutzungsgebühren verzichtet und somit auch finanziell schlechter gestellten Familien ein breites und kostengünstiges Sportangebot zu Verfügung steht.

Eines der größten Projekte, das bisher in diesem Zusammenhang dank Ottliks jahrelanger Beharrlichkeit verwirklicht werden konnte, war die Schaffung eines dringend benötigten Kunstrasenplatzes in der Kernstadt Warendorf. Seit 1989 vertritt Ottlik als sachkundiger Einwohner die Interessen der Warendorfer Sportvereine im Sportausschuss des Stadtrates und widmet seine Einsatzbereitschaft weiteren wichtigen Vorhaben in Warendorf.

Neben dem Sport engagiert sich Ottlik als stellvertretender Vorsitzender für die im Jahr 2001 gegründete „Akademie Ehrenamt e.V.“, eine von Bürgern getragene Einrichtung zur Förderung und Professionalisierung von ehrenamtlich tätigen Bürgern und Vereinen. Er schafft die äußeren Voraussetzungen und die programmatische Gestaltung für Veranstaltungen, die ohne seine Mithilfe und seinen großen Einsatz nicht realisiert werden könnten.

Im Jahr 2000 war Ottlik Gründungsmitglied und ist seither einer der Sprecher der Initiative „Warendorfer für Toleranz und Zivilcourage und gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Radikalismus und Antisemitismus“. Seitdem haben sich unter anderem viele Vereine, Initiativen, Schulen und kommunale sowie industrielle Partner aus der Geschäftswelt zu der Initiative bekannt.

Von 2003 bis 2007 setzte sich Ottlik als Mitbegründer, Sprecher und stellvertretender Vorsitzender für den Interessen- und Förderverein „Pro Bad“ e.V. ein. Der Verein gründete sich aus einer Protestaktion von Bürgern und Schulen, als im Jahr 2003 die Schließung des Lehrschwimmbades im Warendorfer Ortsteil Freckenhorst drohte. Es gelang dem Verein, die Schwimmausbildung durch die Wasserwacht und das Schulschwimmen in Freckenhorst zu erhalten und weitere Angebote für Jung und Alt in dieser Einrichtung möglich zu machen.

24.03.2009

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