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RP bringt Förderbescheid über 153.000 Euro
Altes Franziskanerkloster in Gemen wird denkmalgerecht saniert
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (links) übergibt den Förderbescheid an Pfarrer Georg Michael Ehlert (rechts).
Wegen seiner überregionalen Bedeutung ist das ehemalige Franziskanerkloster Gemen in das Bundesprogramm "Sonderprogramm Denkmalschutz" aufgenommen worden. Mit den bewilligten Fördermitteln werden die Fenster saniert, die historischen Decken und der Eichenholzdielenboden instand gesetzt sowie die original erhaltenen Klosterzellentüren restauriert. Der Bund übernimmt einen Kostenanteil von 123.000 Euro und das Land Nordrhein-Westfalen 30.000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 245.000 Euro.
Diese Klosteranlage in dem historisch erhaltenen Ensemble der Burgfreiheit Gemen ist aus wissenschaftlichen, religionsgeschichtlichen und volkskundlichen Gründen für Westfalen von besonderer Bedeutung.
Die heutige Klosteranlage wurde 1756 vollendet. Sie besteht aus zwei Klosterflügeln und einer Saalkirche, die als eine der bedeutendsten Barockklosterkirchen Westfalens gilt. Nach der Säkularisation im 19. Jahrhundert wurde die Kirche für Gemeindegottesdienste genutzt. Das Kloster diente als Müttergenesungsheim und Exerzitienhaus. Zurzeit nutzt die Kirchengemeinde das Erdgeschoss. Das Obergeschoss steht seit 16 Jahren leer.
Die Fachhochschule Münster wird mit einem neuen Scannerverfahren die historischen Räume vor Ort wissenschaftlich dokumentieren.
In Zukunft soll das Untergeschoss weiterhin für die Gemeindearbeit genutzt werden. Das Obergeschoss wird als Bürofläche genutzt.
23.10.2009

