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RP Dr. Paziorek: Über Umweltzone in Münster wird später entschieden
Messergebnisse für Juli müssen noch abgewartet werden
Bis Ende Juni 2009 sollte aufgrund der Messwerte geprüft werden, ob durch den Luftreinhalteplan die Grenzwerte für Stickstoffdioxid eingehalten werden können ohne eine Umweltzone einzurichten. Im Januar dieses Jahres musste jedoch die Messstation an der Weseler Straße in der Nähe der Antoniuskirche versetzt werden. Anwohner fühlten sich durch den Messcontainer behindert. Daher liegen für den Monat Januar keine belastbaren Messdaten vor. Aus Gründen der Messsystematik (Halbjahresmessung mit vollen sechs Monaten) hat Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek entschieden, den Messzeitraum um einen Monat zu verlängern. Sobald die Messdaten für Juli 2009 vorliegen, wird nach Auswertung der Daten die Entscheidung über eine Umweltzone in Münster getroffen.
Der im April in Kraft getretene Umweltqualitätsplan für das Stadtgebiet Münster beginnt bereits zu greifen. Der Stickstoffdioxidwert ist am Referenzpunkt Weseler Straße von 70 Mikrogramm pro Kubikmeter Atemluft im Jahr 2006 auf einen Mittelwert von 54 in den Monaten Februar bis Mai 2009 gesunken. In den Jahren 2007 und 2008 lag der Mittelwert bei 62 bis 64 Mikrogramm. Ab 2010 darf der Grenzwert von 40 Mikrogramm nicht mehr überschritten werden.
Die Stadtwerke Münster haben ihre Bus-Flotte auf schadstoffarme Fahrzeuge umgestellt. Das Job-Ticket erfreut sich großer Beliebtheit und auch die Abwrackprämie wird in Münster gut genutzt. Alles wirkt sich positiv auf die Umwelt aus.
19.06.2009

