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RP überreicht Förderbescheid an Recklinghäuser Bürgermeister

Rathausumfeld und Architektenwettbewerb zur Nutzung des Saalbaus mit 480.000 Euro gefördert

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (links) überreicht den Förderbescheid an Bürgermeister Wolfgang Pantförder (rechts)

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (links) überreicht den Förderbescheid an Bürgermeister Wolfgang Pantförder (rechts)

Münster/Recklinghausen. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (9. Juli) einen Förderbescheid über 480.000 Euro an Recklinghausens Bürgermeister Wolfgang Pantförder überreicht. Mit den Fördergeldern soll das Rathausumfeld neu gestaltet werden und im Rahmen eines Architektenwettbewerbs die Möglichkeiten für eine Wiederbelebung des Saalbaus in Recklinghausen untersucht werden.

Aus dem Städtebauförderprogramm 2009 des Landes Nordrhein-Westfalen fließen 360.000 Euro in den Umbau des Rathausumfeldes in Recklinghausen. Das Rathaus liegt an dem gerade feierlich eröffneten Wallring. Das Umfeld wird für verschiedene öffentliche Veranstaltungen genutzt und verbindet den Erlbruchpark mit der Innenstadt. Der Rathausplatz im Bereich der Johannes-Janssen-Straße, der Klosterstraße, Teilen der Schaumburgstraße und dem Umfeld der Arkaden soll dem umgestalteten Wallring qualitativ angepasst werden und die Altstadtsanierung abschließen.

Im Rahmen des Architektenwettbewerbs sollen Pläne entwickelt werden wie der Saalbau in Zukunft gestaltet und genutzt werden könnte. Der Wettbewerb wird mit 120.000 Euro gefördert.

Der Saalbau hat eine lange Geschichte. Er geht auf die Gastwirtschaft „Kaisergarten“ zurück. Im Jahr 1897 wurde die Gaststätte erweitert und der so genannte Saalbau mit 1000 Quadratmetern Fläche sowie Theaterbühne und Musik-Empore angebaut. Im ersten Weltkrieg diente er als Lazarett und als Quartier der französischen Truppen. Danach erwarb die Stadt Recklinghausen die Gastwirtschaft mit dem Saal. Im Obergeschoss wurden Konferenzräume eingerichtet. Der Saal bot Platz für 1.500 Gäste, 300 Sänger und 100 Musiker. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Saalbau Spielort der Ruhrfestspiele. Mit zunehmender Bedeutung der Festspiele wurde der Saalbau zu eng. 1965 zogen die Ruhrfestspiele in das neu erbaute Ruhrfestspielhaus. Der Saalbau nahm schon immer einen besonderen Stellenwert im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt Recklinghausen ein. Die Gesamtkosten liegen bei 600.000 Euro. Aus dem Stadterneuerungsprogramm des Landes und aus Bundesmitteln werden 80 Prozent in den Jahren 2009 und 2010 gefördert.

09.07.2009

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