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Prinz Bosun Olusoga besucht die Bezirksregierung Münster
„Made in Germany" zählt in Afrika noch etwas
Hauptdezernent für Gefahrenabwehr Michael Willruth (vordere Reihe 3. v. l.) und seine Kollegen begrüßten Prinz Bosun Olusoga (vordere Reihe 2. v. l.) und seine Begleiter Rüdiger Kemper und Thomas Kaltegärtner (vordere Reihe v.r.) bei der Bezirksregierung Münster
Im Auftrag seiner Regierung soll der Prinz, das Fachwissen der deutschen Feuerwehr nach Nigeria bringen. Er interessiert sich sowohl für die Ausbildung als auch die Ausrüstung deutscher Feuerwehren.
Die Situation in Nigeria weist in diesem Bereich dringenden Nachholbedarf auf. „Wenn die Feuerwehr innerhalb von 45 Minuten an den Einsatzort gelangt, ist das schon schnell. Brände auf dem Land werden gar nicht erst gelöscht.“, erklärt Begleiter Thomas Kaltegärtner.
Kaltegärtner ist schon seit etlichen Jahren Geschäftspartner des Prinzen. „Made in Germany zählt in Afrika noch etwas“ meint er. Da seine Firma ASGAARD German Security Group, die unter anderem Sicherheitsberatung in vielen afrikanischen Ländern anbietet, ihren Sitz in Münster hat, kam er auf die Idee, die Bezirksregierung als Partner ins Boot zu holen.
Der Besuch in Münster dient dazu, sich anzunähern und erste Kontakte zu knüpfen. Wie sieht die Situation in Nigeria aus? Wie ist der Standard der nigerianischen Feuerwehr? Wo kann man mit der Arbeit ansetzen? Erste Ideen, wie die Basis für eine Zusammenarbeit aussehen könnte, gibt es schon. Zum Beispiel deutsche Ausbilder vor Ort einzusetzen und zunächst Crash-Kurse für Feuerwehrmänner abzuhalten. „Das Geld ist da, jetzt muss es investiert werden“, meint Prinz Bosun Olusoga.
In ein paar Wochen kommt er zusammen mit einer Delegation seines Landes erneut nach Münster. Dann soll der Abordnung in einer vom Dezernat für Gefahrenabwehr organisierten Vorführung präsentiert werden, wie die Feuerwehr hier in Deutschland praktisch arbeitet.
Der Prinz kommt gebürtig aus der Stadt Abeokuta, dies ist die Hauptstadt des Bundesstaates Ogun, in dem rund 600.000 Menschen leben. Für seine Tätigkeit hat er jeweils ein Büro in Düsseldorf, London und Lagos zur Verfügung.
08.07.2009

