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Vierter Runder Tisch für den Gewässerschutz im Einzugsgebiet der Emscher

Münster/Herten. Jahrzehntelang war die Emscher nur ein Industriefluss und hatte für Mensch und Natur nicht viel zu bieten. Durch die Verbesserung der Wasserqualität und die ökologische Aufwertung des Flusses und seiner Nebenbäche bekommen nun Menschen, Tiere und Pflanzen einen lang verlorenen Lebens- und Erholungsraum zurück.

80 Experten folgten heute (5. Juni) der Einladung der Bezirksregierung Münster zum vierten Runden Tisch in Herten. Die Teilnehmer kamen aus den Kreisen, Kommunen, Umwelt- und Naturschutzverbänden, der Landwirtschaft, der Industrie und dem Handwerk aus den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Münster. Die Bezirksregierung Münster koordinierte und moderierte das Gremium.

Grundlage für den Arbeitskreis ist die im Jahr 2000 vom Europäischen Parlament verabschiedete Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die auf einen umfassenden Gewässerschutz in Europa zielt. Bis Ende des Jahres 2009 stellt das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen erstmalig für ganz Nordrhein-Westfalen einen Wasserbewirtschaftungsplan auf. Er wird darstellen, an welchen Stellen, in welchem Umfang und in welchem Zeitraum Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung der Gewässer durchgeführt werden. Der Entwurf dieses Bewirtschaftungsplans liegt seit Dezember 2008 noch bis zum 21. Juni 2009 zur Beteiligung der Öffentlichkeit aus.

An den vorangegangenen Runden Tischen wurden bereits Defizite aufgezeigt, Entwicklungspotenziale besprochen und Konzepte vorgestellt. Dabei konnten die Akteure in den meisten Bereichen auf detaillierte Planungen der Emschergenossenschaft und der Kommunen zurückgreifen.

Die Ergebnisse der Vorrunden flossen heute in die Arbeit des vierten Runden Tisches ein. Jetzt ging es um den Stand der Öffentlichkeitsbeteiligung, um die landesweite Initiative „Lebendige Gewässer“ sowie um die Finanzierungsmöglichkeiten für ökologische Verbesserungsmaßnahmen. Weitere Themen waren der Abwasserkanal Emscher und das neue Emschertal im Kulturhauptstadtjahr.

Der Bewirtschaftungsplan wird Ende des Jahres von der Landesregierung verabschiedet und dem Europäischen Parlament vorgelegt.

05.06.2009

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