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Verdienstkreuz an Josef Sudbrock verliehen
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat das Bundesverdienstkreuz an Josef Sudbrock verliehen
Der in Benninghausen (jetzt Lippstadt) geborene 73-jährige Erste Landesrat a. D. Josef Sudbrock hat durch sein langjähriges Engagement im kulturellen und sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.
Josef Sudbrock begann seine berufliche Laufbahn nach dem Jurastudium und dem Referendariat als freier Mitarbeiter in der Rechtsabteilung des Verbandes ländlicher Genossenschaften Raiffeisen e.V. in Münster. 1965 trat er als Assessor in den Dienst des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ein. Seit dem 1. Juni 1974 nahm er das Amt des Landesrates für Kultur und seit dem 1. Januar 1987 des Ersten Landesrates und Kämmerers wahr.
In seiner aktiven Amtszeit setzte sich Josef Sudbrock intensiv für die Förderung der Kultur ein. Ein besonderes Anliegen war ihm die Erforschung der Landeskunde sowie die Förderung der Denkmalpflege und der Archäologie auf wissenschaftlich fundierter Basis. Gründungen wie beispielsweise das Westfälische Museumsamt, das westfälische Industriemuseum und die Klosteranlage Dalheim sind in dieser Zeit entstanden. Für sein besonderes Interesse an der Kulturpflege wurde er 1999 mit der goldenen Drake-Medaille für den Landesteil Lippe und zudem mit der Ehrennadel der Handwerkskammer Münster für die Förderung des handwerklichen Restaurierungszentrums Schloss Raesfeld ausgezeichnet.
Seit 1996 hat Josef Sudrock als ehrenamtliches Mitglied der Josefs-Gesellschaft wertvolle Arbeit für die Integration von Menschen mit Behinderungen geleistet. Im gesellschaftlichen Bereich hat er sich für die Rechte dieser Menschen eingesetzt. Mit seiner reichen Berufserfahrung und seiner hohen fachlichen Kompetenz hat er die Fortentwicklung der Josefs-Gesellschaft in den Aufsichtsgremien begleitet.
Als Leiter des Instituts für vergleichende Städtegeschichte war Josef Sudbrock seit 2001 bis zum 31. März 2007 als ehrenamtlicher Verwaltungsdirektor tätig. Er hat das über einen regional, national und international guten Ruf verfügende nationalwissenschaftliche Institut organisatorisch neu aufgestellt und im Übrigen zu seiner Existenzsicherung beigetragen.
Im Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen mit zwei Heimen in Reken und Vreden hat Josef Sudbrock seit 1988 in verschiedenen Funktionen, zuletzt von 2002 bis 2004 als Vorsitzender, mit großer Leidenschaft seine Fachkenntnisse eingebracht. Es war ihm wichtig, Bedürftige nicht nur mit Geld zu unterstützen, sondern ihnen durch Beschäftigungsmöglichkeiten eine sinnvolle und das Selbstbewusstsein stärkende Lebensweise zu ermöglichen.
Für seinen karitativen Einsatz wurde Josef Sudbrock im Juni 2006 mit der Paulus-Plakette des Bistums Münster und Ende 2008 mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Caritas-Verbandes ausgezeichnet.
Im Freundeskreis des Heimhauses Münsterland, dessen Vorsitzender er von 1990 bis 2000 war, entwickelte er viele Initiativen, um die wissenschaftliche Tätigkeit des Museums zu fördern. Durch sein umsichtiges Wirken hat er den Verein zu finanziellem Erfolg geführt. Von ihm angeregt wurde eine wissenschaftliche Buchreihe zur Frömmigkeitsgeschichte und religiösen Volkskunde aufgelegt. Dazu gehören Bücher wie „Kardinal von Galen – Der Löwe von Münster“ und das zweisprachige Buch „Bijbeltegels – Bibelfliesen“. Das Museum Heimathaus Münsterland hat dadurch erheblich an wissenschaftlicher Qualität und Reputation gewonnen. Der Förderverein wählte ihn im Jahr 2000 zum Ehrenvorsitzenden.
Als Vorstandsmitglied und später als Vorsitzender des Kuratoriums der Bertha-Jordaan-van-Heek-Stiftung in Ochtrup hat er sich besonders für den Kulturaustausch zwischen Deutschland und den Niederlanden eingesetzt. Das Archivwesen in Haus Welbergen, dem Stiftungssitz, und den Natur-, Landschafts- und Denkmalschutz hat er nachhaltig und erfolgreich gefördert.
05.02.2009

