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Münster bekommt eine Umweltzone
Bezirksregierung und Stadt Münster verbessern gemeinsam die Luftqualität
Ab 1. Januar 2010 wird der Stadtkern in Münster zur Umweltzone. Dann dürfen nur noch Fahrzeuge mit gelber oder grüner Umweltplakette diesen Bereich frei befahren.

Um entscheiden zu können, ob eine Umweltzone erforderlich ist oder nicht, wurden an der Weseler Straße unter anderem die Belastung mit dem Schadstoff Stickstoffdioxid (NO 2) und die Feinstaubwerte (PM10) gemessen. Dabei stellte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW fest, dass die von der EU geforderten Grenzwerte trotz vielfacher Anstrengungen nicht eingehalten werden konnten und voraussichtlich ohne Umweltzone auch in 2010 nicht eingehalten werden. So lag die Belastung mit Stickstoffdioxid im Messungszeitraum von Februar bis Juli bei rund 52 Mikrogramm pro Kubikmeter und überstieg damit die Grenze von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich. Auch die Feinstaubbelastung, die jährlich maximal an 35 Tagen höher sein darf als die vorgegebenen Werte, überschritt im Jahr 2008 an 38 Tagen diese Marke.
Zugunsten des Gesundheits- und Umweltschutzes der Anwohner hat Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek alle Kriterien abgewogen und jetzt in den bereits im Luftqualitätsplan angedachten Grenzen die Umweltzone festgelegt.
Immissionsschutz-Dezernent Dr. Johannes Wiedemeier von der Bezirksregierung Münster erwartet, dass die vorgesehenen Maßnahmen des Luftqualitätsplanes einschließlich der Umweltzone dazu beitragen, dass Münster als lebenswerte und umweltgerechte Stadt weiter gestärkt wird.
Nach Terminvereinbarung unter den Telefonnummern 0251/411-5759 oder 1645 kann im Dezernat für Immissionschutz der Bezirksregierung Münster, Emil-Werth-Haus, Nevinghoff 22, in Münster, der Plan eingesehen werden.
Luftqualitätsplan für das Stadtgebiet Munster 03.08.2008 (PDF 5,4 MB )
31.07.2009
