Das auf der Stadtgrenze liegende Bergwerk Lippe wird Ende des Jahres geschlossen. Hiervon sind die benachbarten Stadtteile Gelsenkirchen-Hassel und Herten-Westerholt/Bertlich unmittelbar und erheblich betroffen. Schon jetzt ist dieser Bereich geprägt von städtebaulichen, sozialen und strukturellen Problemen. Dringender Erneuerungsbedarf bei Wohngebäuden, unentwickelte Industriebrachen sowie hohe Arbeitslosigkeit erfordern ein baldiges Handeln. Auch die Folgen der Schließung des Bergwerks sollen aufgefangen werden. Hierzu vereinbarten die Städte Gelsenkirchen und Herten, ein interkommunales integriertes Handlungskonzept zu entwickeln. In koordinierter Zusammenarbeit erhoffen sie sich so, die Zukunftsfähigkeit der Stadtteile zu sichern. Zukünftig sollen industrielle Altstandorte entwickelt, der Wohnungsbestand und das Wohnungsumfeld verbessert sowie die lokale Ökonomie und das bürgerschaftliche Engagement gestärkt werden. Gleichzeitig sind ergänzende und integrierte Bildungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund geplant.
Um eine größtmögliche Akzeptanz der interkommunalen Stadterneuerung zu erzielen, werden die in den Stadtteilen lebenden und wirkenden Bürger, Institutionen und Akteure intensiv an dem Erarbeiten des Handlungskonzeptes beteiligt.
Die Kosten für das interkommunale integrierte Handlungskonzept und für erste konkrete Projekte wie Schulhoferneuerungen und Spielplatzaufwertungen in Gelsenkirchen und der Bau von generationsübergreifenden Aufenthaltsangeboten im Stadtteil Westerholt in Herten belaufen sich auf 475.000 Euro. Die Bezirksregierung Münster bezuschusst dies mit 380.000 Euro.

