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Umweltminister Uhlenberg und RP besuchen "Runden Tisch" für bessere Wasserqualität der Vechte

Münster/Steinfurt/Borken/Coesfeld. Wie können die Gewässer ökologisch aufgewertet und geschützt werden? Was müssen wir tun, damit unsere Flüsse und Bäche in einen guten Zustand kommen und in diesem auch bleiben? Diese Frage diskutiert Umweltminister Uhlenberg zurzeit im Rahmen eines "Runden Tisches" im Kreishaus Steinfurt gemeinsam mit Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek, den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet der Vechte. Daneben sind auch Vertreter der Interessen- und Naturschutzverbände, der Landwirtschaft und der Industrie anwesend.

Hintergrund ist die am 22. Dezember 2000 vom Europäischen Parlament verabschiedete Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die erstmals einen einheitlichen und umfassenden Ordnungsrahmen zum Gewässerschutz in Europa setzt. Ziel ist es, eine gute Wasserqualität zu sichern und die Gewässer als Lebensraum zu entwickeln, damit sie der vielfältigen Flora und Fauna gute Bedingungen bietet. Soweit das Ziel nicht schon erreicht ist, müssen Maßnahmen geplant und kurz-, mittel- oder langfristig umgesetzt werden. Dabei sind Eingriffe des Menschen, natürliche Rahmenbedingungen und ein vertretbares Kosten-Nutzen-Verhältnis zu berücksichtigen.

Die Bezirksregierung Münster organisiert in ihren vier Geschäftsstellen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in drei Durchgängen insgesamt 27 "Runde Tische". Hierbei ist auf die speziellen Gegebenheiten in den sehr unterschiedlichen Bereichen der Emscher, der Lippe, der Ems und der Ijsselmeer-Zuflüsse einzugehen.

Bis Ende des Jahres 2009 stellt das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen erstmals für das ganze Bundesland Bewirtschaftungspläne für Gewässer und Grundwasser auf. Sie basieren im Wesentlichen auf den Erkenntnissen, die in den "Runden Tischen" gewonnen wurden. Die Bewirtschaftungspläne werden darstellen, was, wann, wo zu tun ist, um die Gewässer zu erhalten und ihren Zustand zu verbessern. Gleichzeitig beschreiben sie auch, warum ein Gewässer in einigen Bereichen nicht verbessert werden kann. Die Vorgaben im Plan werden für die Behörden verbindlich sein, die Wasserwirtschaft steuern und in der regionalen Entwicklung zu berücksichtigen sein.

Im kommenden Jahr können Bürgerinnen und Bürger zur Planungskonzeption Stellung nehmen, bevor der Bewirtschaftungsplan Ende 2009 von der Landesregierung eingeführt wird. Die EU wird entsprechend unterrichtet.

28.04.2008

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