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Regierungspräsident bestätigt den ersten Haushalt des Kreises Coesfeld nach neuen Regeln

Münster/Kreis Coesfeld. Die Bezirksregierung Münster hat jetzt den Haushalt des Kreises Coesfeld geprüft und keine kommunalaufsichtlichen Bedenken geltend gemacht. Mit der am 7. Mai 2008 vom Kreistag beschlossenen Haushaltssatzung nach den Regelungen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) wurde nun auch im Kreis Coesfeld die bisherige kamerale durch eine doppische Rechnungslegung abgelöst.

Der ausgeglichene Kreishaushalt sieht sowohl Gesamterträge wie auch Gesamtaufwendungen von rund 220,74 Millionen Euro vor. Auch in der mittelfristigen Ergebnisplanung bis 2011 werden ausgeglichene Haushalte geplant.

Die Haushaltssatzung des Kreises Coesfeld sieht eine allgemeine Kreisumlage von 32,78 Prozent für alle kreisangehörigen Kommunen vor, was eine Absenkung von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Jugendamtsumlage für Gemeinden ohne eigenes Jugendamt steigt hingegen um 0,62 Prozent auf nun 18,53 Prozent.

Investitionen sind in einem Umfang von knapp 13 Millionen Euro geplant. Eine Kreditaufnahme ist damit nicht verbunden. Der Kreis plant vielmehr eine Entschuldung in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro in 2008, die Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek ausdrücklich begrüßt.

Bei aller Freude über den ausgeglichenen Haushalt bereitet das geringe Eigenkapital des Kreises dem Regierungspräsidenten Sorge. Mit lediglich 2,8 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von nur einem Prozent weist der Kreis Coesfeld derzeit das mit Abstand niedrigste Eigenkapital aller Kreise im Land NRW auf.

24.06.2008

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